Gleichnis von der kostbaren Perle

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Gemälde Das Gleichnis von der köstlichen Perle von Domenico Fetti

Das von Jesus von Nazaret erzählte Gleichnis Von der kostbaren Perle wird in den Evangelien im Neuen Testament der Bibel einzig durch das Evangelium nach Matthäus (Mt 13,45-46 EU) überliefert und gehört somit zum Matthäischen Sondergut. Eine Variante dieses Gleichnisses ist auch im nichtkanonischen Thomasevangelium in Logion 76 zu finden.

Inhalt[Bearbeiten]

Jesus sagt, das Himmelreich gleiche einem Kaufmann, der gute Perlen suchte und auch schließlich eine kostbare Perle fand. Daraufhin verkaufte er alles, was er hatte, um diese kostbare Perle erwerben zu können.

Deutung[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Deutungsvarianten für die kostbare Perle. Eine Möglichkeit ist, die Perle als Sinnbild für Christus anzusehen.[1]

Des Weiteren wird die Perle aber auch als Heilszusage, als Gottesgeburt in der Seele, als Mahnung, das Himmelreich dem Irdischen voranzustellen, oder nach Augustinus mit der Liebe zum Bruder und zu Gott gleichgestellt.[2]

Das Gleichnis schließt sich direkt an das Gleichnis vom Schatz im Acker an und ähnelt diesem in Aufbau und Aussage.[3]

Künstlerische Rezeption[Bearbeiten]

Verschiedene Künstler haben das Gleichnis rezipiert, unter anderem der italienische Maler des Barock Domenico Fetti, dessen Gemälde Das Gleichnis von der köstlichen Perle im Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen ist.[4]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der Perle" Peter Müller, S. 5 (PDF; 63 kB)
  2. "Die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der Perle" Peter Müller, S. 6 (PDF; 63 kB)
  3. "Die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der Perle" Peter Müller, S. 2 (PDF; 63 kB)
  4. Das Gemälde in der Bilddatenbank des Kunsthistorischen Museums Wien

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gleichnis von der kostbaren Perle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien