Gleisdorf

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Gleisdorf
Wappen von Gleisdorf
Gleisdorf (Österreich)
Gleisdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Fläche: 4,75 km²
Koordinaten: 47° 6′ N, 15° 42′ O47.10388888888915.708333333333365Koordinaten: 47° 6′ 14″ N, 15° 42′ 30″ O
Höhe: 365 m ü. A.
Einwohner: 5.869 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 1236 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8200
Vorwahl: 03112
Gemeindekennziffer: 6 17 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
8200 Gleisdorf
Website: www.gleisdorf.at
Politik
Bürgermeister: Christoph Stark (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(25 Mitglieder)
15
7
2
1
15 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Gleisdorf im Bezirk Weiz
Albersdorf-Prebuch Anger Arzberg Baierdorf bei Anger Birkfeld Etzersdorf-Rollsdorf Feistritz bei Anger Fischbach (Steiermark) Fladnitz an der Teichalm Floing Gasen Gersdorf an der Feistritz Gleisdorf Gschaid bei Birkfeld Gutenberg an der Raabklamm Markt Hartmannsdorf Haslau bei Birkfeld Hirnsdorf Hofstätten an der Raab Hohenau an der Raab Ilztal Koglhof Krottendorf Kulm bei Weiz Labuch Laßnitzthal Ludersdorf-Wilfersdorf Miesenbach bei Birkfeld Mitterdorf an der Raab Mortantsch Naas Naintsch Neudorf bei Passail Nitscha Oberrettenbach Passail Pischelsdorf in der Steiermark Preßguts Puch bei Weiz Ratten Reichendorf Rettenegg St. Kathrein am Hauenstein Sankt Kathrein am Offenegg St. Margarethen an der Raab Sankt Ruprecht an der Raab Sinabelkirchen Stenzengreith Strallegg Thannhausen Ungerdorf Unterfladnitz Waisenegg Weiz SteiermarkLage der Gemeinde Gleisdorf im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Gleisdorf ist eine Stadt mit 5869 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in der Oststeiermark, zirka 21 km östlich von Graz. Ab 1. Jänner 2015 wird sie Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit den Gemeinden Labuch, Laßnitzthal, Nitscha und Ungerdorf zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde wird den Namen „Gleisdorf“ weiterführen.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Gleisdorf liegt im Bezirk Weiz im Tal der Raab, an der Mündung von Rabnitz und Laßnitz. Es ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Das Gemeindegebiet umfasst seit der Ausgliederung der umliegenden Ortschaften im Wesentlichen das Stadtgebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis in die Mitte des 3. Jahrhunderts bestand an dieser Stelle eine römische Siedlung. Der Ort wird in einer Urkunde vom 17. September 1229 erstmals namentlich erwähnt. 1284 erhielt Gleisdorf das Marktrecht. 1532 wurde der Ort vom türkischen Heer belagert und weitgehend zerstört. Die Befestigungsanlage, der (Tabor) rund um die St.-Laurentius-Kirche hielt jedoch stand.

Bis 1570 gehörte Gleisdorf zur Herrschaft Riegersburg, dann ging es an die Grafen Kollonitsch, die nördlich der Stadt das Schloss besassen. Die Pfarrkirche wurde 1648–1672 in barockem Stil neu errichtet; der heutige, neugotische Turm stammt von 1875. Im Revolutionsjahr 1848 rüstete Gleisdorf eine bedeutende Abteilung der Nationalgarde aus.

Mit dem Bau der Eisenbahn 1872 begann für den Markt Gleisdorf ein wirtschaftlicher Aufschwung, der seinen Höhepunkt mit der Errichtung eines Wasserkraftwerkes in der Stubenbergklamm erreichte. Auch das Rathaus wurde in dieser Zeit errichtet. 1920 erfolgte die Stadterhebung. In den 1970er-Jahren brachte der Anschluss an das Autobahnnetz einen neuerlichen Aufschwung, da sich damit mehr Industriebetriebe ansiedelten.

Die Steirischen Landesausstellung 2001 in Gleisdorf war dem Thema Energie gewidmet. Eine Referenz an die langjährige Arbeit der "AEE INTEC" ("Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie – Institut für Nachhaltige Technologien")[2], die in der Stadt als "Solaranlagen-Selbstbaugruppe", begonnen hatte, schließlich als "Arge Erneuerbare Energie" (1988 wurde von ehemaligen Baugruppenleitern ein gemeinnütziger Verein, die Arbeitsgemeinschaft Enerneuerbare Energie = AEE in Gleisdorf, gegründet.)[3] aktiv wurde. (Siehe dazu auch: Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie). Gleisdorf ist Teil der LEADER-Region "Energieregion Weiz-Gleisdorf".[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Hauptplatz von Gleisdorf mit Pfarrkirche hl. Lauerentius (2005)

Der Bürgermeister wird mit Christoph Stark von der ÖVP gestellt. Die Stadt wird von einem fünfköpfigen Stadtrat regiert (2 SPÖ, 3 ÖVP)

Bei der Gemeinderatswahl 2010 gewann an erster Stelle wieder die ÖVP mit 53,37 %, an zweiter Stelle die SPÖ mit 27,7 %, an dritter Stelle Die Grünen mit 10,6 %, an vierter Stelle ist die FPÖ mit 6,6 %, und zuletzt die KPÖ mit 1,7 %.

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 21. Juli 1922.[5]

Partnerschaften und Netzwerke[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Netzwerke[Bearbeiten]

  • Kleinregion Gleisdorf [6]
  • 8 Städte (Die Oststeirische Städtekooperation)[7]
  • LEADER Energieregion Weiz-Gleisdorf[8]
  • Gleisdorf ist, neben Weiz, eine der oststeirischen „smart cities“ [9] im Zusammenhang von europaweit etablierten „smart cities“ und „smart regions“.[10]

Kultur[Bearbeiten]

  • Kulturreferent: Alois Reisenhofer
  • Kultubeauftragter: Gerwald Hierzi

Kultur: historisch[Bearbeiten]

Der Flecken Gleystorf auf einem Stich von Georg Matthäus Vischer um 1680
Gleisdorf um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz
  • 1681: In der „Topographia Ducatus Stiria“ von Georg Matthäus Vischer zeigt der Stich „Freiberg“ das gleichnamige Schloss vom Gutshof her, was auch den Blick auf „Gleystorf“ ermöglicht. Laut Historiker Robert F. Hausmann „das erste überlieferte Bild des Marktes“.[11]
  • Die Poststation als Kommunikationsknotenpunkt und Umschlagplatz für Informationen, ein früher kultureller Brennpunkt des Ortes: "Während viel größere Orte erst in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts (= 1840er-Jahre, Anm.) eine k. k. Post erhielten, hat Gleisdorf seit 1701 eine solche…" [12]
  • Die Marienkirche (Kirche Mariä Reinigung), auch „Spitalskirche“ genannt, erbaut von 1744 bis 1747, war über Jahrhunderte ein kulturelles Zentrum, überdies ein Wallfahrtsort. Sie beherbergte ein Archiv und eine Bibliothek. Ein Spital, „das von der Herrschaft Freiberg unterhalten wurde“ [13], war angeschlossen.
  • Im 1882 errichteten Dominikanerinnenkloster unterhielten die Dominikanerinnen eine Schule und einen Kindergarten. "Wegen der Überalterung der Schwestern mussten das Jugenderziehungswerk und das Kloster Gleisdorf von den Dominikanerinnen aufgegeben werden. Der noch aus acht Schwestern bestehende Konvent übersiedelte 1996 nach Graz. Das Haus in Gleisdorf wurde zum heutigen Kulturzentrum umgebaut." [14] Anlässlich der Steirischen Landesausstellung 2001 zum Thema "Energie" wurde das Kloster unter dem Namen "Forum KLOSTER" [15] als kulturelles Veranstaltungszentrum präsentiert.

Kultur: traditionell[Bearbeiten]

  • 1875: Ein „Musikverein Gleisdorf“ wird urkundlich erwähnt.
  • 1909: Die Statthalterei für Steiermark bestätigte am 1. Juli 1909 die Statuten des „Musikverein Gleisdorf“ [16]
  • 1948: Am 12. Dezember fand die Gründung der „Stadtkapelle Gleisdorf“ statt.[17]

Museum Im Rathaus[Bearbeiten]

Das MiR – Museum Im Rathaus wurde 2008 in den Kellerräumen des denkmalgeschützten Rathauses eingerichtet. Der Name des Veranstaltungsraumes leitet sich vom Heimatmuseum her, welches davor im alten Feuerwehr-Rüsthaus der Stadt etabliert gewesen ist. Dort war schon erprobt worden, dieses Museum mit verschiedenen Ausstellungen und Kulturveranstaltungen zu beleben.

Das „MiR – Museum im Rathaus“ als Ausstellungsraum

Der Hauptteil des „MiR“ wird folglich als Ausstellungsraum im Sinne eines White Cube genutzt und ganzjährig bespielt. Die Museums-Artefakte sind ausgelagert. Dafür ist ein Nebenraum des „MiR“ von Historiker Robert F. Hausmann als „Geschichte-Raum“ gestaltet worden. Dort wird auf drei Erzählebenen die Geschichte Gleisdorfs zu jener Österreichs und zur Weltgeschichte in Beziehung gesetzt.

Kultur: Gegenwartskunst[Bearbeiten]

Im Raum Gleisdorf sind Aktivitäten ganzjährig der Gegenwartskunst und den Voluntary Arts gewidmet.[18][19] Das bezieht neben Kunstveranstaltungen auch Kunstdiskurs und themenbezogene Regionalentwicklung ein.

2001 gastierte unter der Leitung von Wolfgang Zinggl die handlungsorientierten Kunstgruppe WochenKlausur in der Stadt und stellte die Ergebnisse ihrer Ergebungen öffentlich zur Diskussion.

Ein Gleisdorfer Kunstprojekt ("kultur.at") hat 2007 erstmals eine lokale Kooperation mit dem Festival steirischer herbst realisiert ("next code: love"[20]). 2010 war für ein Folgeprojekt eine Abordnung der Konzeptkunst-Formation "Kollektive Aktionen" (Andrei Monastyrski)[21] eine Woche in der Stadt.

2008 wurde Gleisdorf durch kultur.at ein Schauplatz der ersten steirischen regionale ("next code: divan"[22])

Kultur: Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

  • Forum Kloster[23]
  • Galerie einraum (Privatinitiative)[24]
  • Haus der Musik[25]
  • Kulturkeller[26][27]
  • Marienkirche
  • Literaturcafé in der Stadtbücherei Gleisdorf[28]
  • MiR – Museum Im Rathaus[29]
  • Pfarrsaal Gleisdorf

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke und Denkmale[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gleisdorf
  • Stadtpfarrkirche Hl. Laurentius: Eine erste urkundliche Erwähnung der Gleisdorfer Kirche erfolgte 1229 als Tochterkirche der Pfarre Sankt Ruprecht an der Raab. 1648–1672 wurde die heutige Barockkirche erbaut und dem heiligen Laurentius von Rom geweiht. Historistische Erweiterungen sind von 1891–1893. An der Außenfassade findet sich ein Römerstein des 2. Jahrhunderts
  • Auf dem Hauptplatz, vor der Stadtpfarrkirche, steht eine Mariensäule aus dem Jahr 1665. Die "Frauensäule" war anlässlich des Sieges von Montecuccoli über die Osmanen bei St. Gotthard/Mogersdorf (1664).[30] Die Statue auf der "Türkensäule" blickte ursprünglich in die entgegengesetzte Richtung.
  • Ehemaliges Piaristenkloster (1774–1824):
  • Das Gleisdorfer Rathaus steht am Florianiplatz und wurde von 1892 bis 1894 erbaut. Hervorstechend sind ein vorspringender Giebel und der Eckturm. Neben den Amtsräumen befinden sich das Heimatmuseum, zahlreiche Römerfunde, eine Porträtgalerie aus Schloss Freiberg und eine Mineraliensammlung in den Räumlichkeiten.[31] Hinter dem Rathaus befinden sich das Forum Kloster und ein Veranstaltungsort. Ursprünglich diente der Trakt als Dominikanerinnenkloster.
Solarbaum am Hauptplatz (2005)

Technik[Bearbeiten]

  • Straße der Solarenergie: Über etwa 3,5 km sind verschiedene Solar-Anwendungen zu sehen, die im praktischen Einsatz (für Straßenbeleuchtung, Reklame, Kommunikation etc.) stehen. Diese sind so ausgeführt und aufbereitet, dass sie als Schauobjekte besichtigt werden können.
  • Solarbaum: Ein zentraler Punkt der „Straße der Solarenergie“ ist der 1998 errichtete Solarbaum. Dieser 17,3 Meter hohe und 12,7 t schwere Stahlbaum besteht aus 140 Photovoltaikmodulen, die jährlich zusammen 6.650 kWh produzieren. Die erzeugte Energie wird für 70 Straßenleuchten in der Innenstadt verwendet. Der Solarbaum – das neue Wahrzeichen der Stadt Gleisdorf – wurde vom steirischen Künstler Hartmut Skerbisch entworfen, der auch das „Lichtschwert“ vor der Grazer Oper schuf.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • April-Festival (alljährliches Kunstevent, seit 2007)
  • Auto Novo (Mobilität und Mobilitätsgeschichte, im Herbst)
  • Internationale Musicalwerkstatt (im August)
  • TIP-Kirta (immer am letzten Juliwochenende seit 1975)
  • Gleisdorf Solar (Solarthermie etc., alle zwei Jahre, zuletzt 2014)

Technologie[Bearbeiten]

Gleisdorf gilt als "Einkaufsstadt", ist aber auch ein Technologiestandort, was sich in der Themenwahl für die Zugehörtigkeit zu einer steirischen LEADER-Region ausdrückt. Diese trägt den Titel „Energieregion Weiz-Gleisdorf“[32]. Gleisdorf ist als "Solarstadt" den erneuerbaren Energien gewidmet; im Kontrast zum ersten LEADER-Kulturprojekt der Steiermark, das von dieser Stadt ausging.[33] Die Hauptthemen "Energie-Region" sind – gemäß dieser Themenstellung und wirtschaftlichen Situation – Energieautarkie und Mobilität.

Die Nutzung von Photovoltaik basiert hier nicht bloß auf privater Initiative, sondern wird – nebst anderen Maßnahmen – auch von der städtischen Feistritzwerke GmbH forciert.(„Die Firma befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde Gleisdorf...“[34]) Umwelttechnologie und sauberes Wasser zählen ebenso zu den Agenda des Betriebes.

Mit „Ingenos.Gobiet“[35] gehört eines der größten Ziviltechniker-Büros Österreichs zur Stadt. Mit der „AEE INTEC“[36] beherbergt Gleisdorf jene zweitgrößte Forschungseinrichtung Österreichs zum Thema „Erneuerbare Energie“, von der 1988 die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie gegründet wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Gleisdorf wird gelegentlich auch das „Tor zur Oststeiermark“ genannt. Dies spiegelt sich sowohl in der Postleitzahl (8200), als auch in der Funktion als Verkehrsknotenpunkt wider. An der Gabelung zwischen der Straße nach Feldbach und der Straße nach Fürstenfeld hat Gleisdorf seine erste Ampelanlage erhalten.

Autobahn[Bearbeiten]

Im Dezember 1969 wurde der Abschnitt Graz-Gleisdorf der A2 Südautobahn eröffnet. Erst Jahre später wurde der Abschnitt Gleisdorf-Hartberg als Sparautobahn auf der Trasse der Richtungsfahrbahn Wien errichtet und als Gegenverkehrsbereich freigegeben. Der Vollausbau dieses 42 Kilometer langen Abschnittes erfolgte erst nach zahlreichen schweren Verkehrsunfällen, die durch die fehlende bauliche Trennung der Fahrstreifen mit verursacht wurden. Anschlussstellen der A2 im Bereich von Gleisdorf sind Gleisdorf-Süd (157) und Gleisdorf-West (161).

Bundesstraßen[Bearbeiten]

Gleisdorf liegt an vier ehemaligen Bundesstraßen:

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bahnsteig am Bahnhof Gleisdorf

Der Bahnhof Gleisdorf liegt am südwestlichen Ortsrand. Er wurde mit der Eröffnung des letzten Abschnittes der steirischen Ostbahn von Jennersdorf nach Graz als Durchgangsbahnhof in Betrieb genommen. Ab 28. August 1889 war Gleisdorf auch Ausgangspunkt und Anschlussbahnhof der Landesbahn Gleisdorf–Weiz. Im Jahr 1999 wurde der Bahnhof Gleisdorf mit einem Aufwand von 155 Mio ATS zur Verkehrsdrehscheibe ausgebaut.[37] Im Rahmen des Projektes wurde ein Bahnsteigtunnel und ein überdachter Inselbahnsteig mit Zungenbahnsteig für die Weizer Bahn errichtet. Der im Bahnhofsbereich liegende Bahnübergang Mühlstraße wurde durch eine Unterführung ersetzt, der Busbahnhof verlegt und Park&Ride-Parkplätze sowie überdachte Stellplätze für Fahrräder gebaut. Im folgenden Jahr wurde ein elektronisches Stellwerk ESTW SMC 86 in Betrieb genommen. Der Bahnhof Laßnitzhöhe, sowie die betrieblichen Ausweichen Laßnitzthal und Autal werden von hier ferngesteuert.[38] Im Bahnhofsbereich wurde die Kapazität der bestehenden Park&Ride-Anlage mit 95 Zweirad-Stellplätzen und 163 PKW-Stellplätzen bis Ende Oktober 2013 um weitere 64 PKW-Stellplätze erweitert.

In Gleisdorf Bahnhof halten alle Regional-, Regionalexpress- und S-Bahnzüge der Ostbahn, sowie alle Züge der Nebenbahn nach Weiz, die in Gleisdorf West einen weiteren Halt haben. An Werktagen von Montag bis Freitag sind das 2014 61 Zugverbindungen mit Graz (davon 29 nach Graz und 32 von Graz), sowie 44 Zugverbindungen mit Weiz, insgesamt 105 Züge täglich, die planmäßig von 4 Bahnsteigen verkehren. An Werktagen außer Samstag verkehren direkte S-Bahn-Züge von Weiz nach Graz, sowie von Graz nach Weiz, die in Gleisdorf Kopf machen. An Samstagen bestehen 39 Zugverbindungen mit Graz (davon 19 nach Graz und 20 von Graz), sowie 10 Zugverbindungen mit Weiz, insgesamt 49 Züge täglich, die planmäßig verkehren. An Sonn- und Feiertagen werden 33 Zugverbindungen mit Graz angeboten (davon 16 nach Graz und 17 von Graz). Die Nebenbahn nach Weiz ist an Sonn- und Feiertagen nicht in Betrieb.

Nach Abschluss der wichtigsten streckenbaulichen Maßnahmen (Ausweichbahnhöfe und Haltestellen, Informations- und Sicherungstechnik) wurde am 12. Dezember 2010 auf der Trasse der Ostbahn der Betrieb der Linie 3 der S-Bahn Steiermark aufgenommen. Die Nebenbahn von Gleisdorf nach Weiz wurde als Linie S 31 in das S-Bahn-Netz integriert. Ein vollwertiger S-Bahn-Betrieb dieser Nebenbahn scheitert bislang aber an dem frühen Betriebsschluss an Werktagen, sowie der Betriebssperre an Sonn- und Feiertagen. Alle wichtigen Regionalbuslinien fahren mit ihren Kursen den Bahnhof Gleisdorf an, wo die Haltestellen am Vorplatz in kurzer Gehwegdistanz zu den Bahnsteigen eingerichtet sind und den fahrplanmässigen Umstieg im ÖPV ermöglichen.

Eine Neubaustrecke Gleisdorf − Graz ist im behördlichen Prüfverfahren und soll im nächsten Jahrzehnt realisiert werden. Die Trasse soll entlang der bestehenden Autobahn A2 geführt werden, in einem Basistunnel die Laßnitzhöhe unterqueren und im weiteren Verlauf in Raaba bei Graz mit der Bestandstrecke nach Graz, sowie im Bereich von Feldkirchen bei Graz mit der in Bau befindlichen Koralmbahn verbinden. Auf der NBS sollen auch direkte Güterzüge von und zum Terminal Werndorf geführt werden, um so dessen Anbindung via Ostbahn nach Ungarn zu verbessern. Nach Inbetriebnahme der NBS zwischen Gleisdorf und Graz soll auf der Bestandstrecke via Laßnitzhöhe ein verdichteter PNV als Schnell- oder Stadt-Bahn geführt werden.

Fahrrad[Bearbeiten]

Durch seine Lage auf einer Flusstalterrasse der Raab, mit Riedel-Bergkuppenlage nur am Rande des Siedlungsgebietes, seinem angenehmen Klima und den kurzen Entfernungen innerhalb der Stadtgrenzen eignet sich Gleisdorf zum Rad fahren. Die Stadtgemeinde hat das Radwegenetz in der Stadt kontinuierlich ausgebaut, sodass die Bedingungen für Radfahrer im täglichen Stadtverkehr verbessert werden konnten. Weitere Radverkehrsanlagen, die kurze Wegstrecken für Radfahrer (und Fußgänger) ermöglichen, sind geplant.

Gleisdorf liegt am Radweg R11 – Erlebnis Raabtal Radweg, vom Raab-Ursprung bis Jennersdorf. Durch Gleisdorf führt auch der Pilgerradweg von Kleinmariazell nach Mariazell. Die Gegend um Gleisdorf bietet auch weitere Routen für Radausflüge.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Arnfelser: Gleisdorf in alter und neuer Zeit, Leykam, Graz 1928
  • Robert Friedrich Hausmann und Siegbert Rosenberger: Gleisdorf 1229-1979, Stadtgemeinde Gleisdorf 1979

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. November 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Gleisdorf und der Gemeinden Labuch, Laßnitzthal, Nitscha und Ungerdorf, alle politischer Bezirk Weiz. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 2. Dezember 2013. Nr. 140, 34. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 671.
  2. aee intec (Abgefragt am 16. April 2013)
  3. Arge Erneuerbare Energie (Abgefragt am 16. April 2013)
  4. Energieregion Weiz-Gleisdorf (Abgefragt am 16. April 2013)
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 13, 1963, S. 72
  6. http://www.landentwicklung.steiermark.at/cms/beitrag/11163595/20370225/ (abgerufen am 10. April 2013)
  7. http://www.24cities.eu/de/8-staedte/staedte/gleisdorf/ (abgerufen am 10. April 2013)
  8. http://www.energieregion.at/ (abgerufen am 10. April 2013)
  9. http://www.smartcities.at/smart-cities/projekte-2-call/ienergy-2-0/ Projekt „iEnergy“ (abgerufen am 12. April 2012)
  10. http://www.smart-cities.eu/ Projekt „european smart cities“ (abgerufen am 12. April 2012)
  11. Robert Friedrich Hausmann und Siegbert Rosenberger: Gleisdorf 1229-1979, Stadtgemeinde Gleisdorf 1979, S. 215
  12. Franz Arnfelser: Gleisdorf in alter und neuer Zeit Leykam, Graz 1928
  13. Robert Friedrich Hausmann und Siegbert Rosenberger: Gleisdorf 1229-1979, Stadtgemeinde Gleisdorf 1979, S. 248
  14. http://www.orden-online.de/wissen/g/graz-dominikanerinnen/ (abgerufen am 12. April 2012)
  15. http://www.forumkloster.at/ Forum Kloster (abgerufen am 10. April 2013)
  16. http://www.stadtkapelle-gleisdorf.at/images/geschichte/geschichte-festschrift-september-1979_nr04.jpg Die Bestätigung (abgerufen am 15. April 2012)
  17. http://www.stadtkapelle-gleisdorf.at/ (abgerufen am 15. April 2012)
  18. http://en.wikipedia.org/wiki/Voluntary_Arts_Network (abgerufen am 10. April 2013)
  19. http://www.voluntaryarts.org/ (abgerufen am 10. April 2013)
  20. http://www.van.at/next/code/love/ (abgerufen am 10. April 2013)
  21. http://www.conceptualism.letov.ru/Moskauer-Konzeptualismus.htm (abgerufen am 10. April 2013)
  22. http://www.van.at/next/code/divan/index.htm (abgerufen am 10. April 2013)
  23. http://www.forumkloster.at/ Forum Kloster (abgerufen am 10. April 2013)
  24. http://einraum.info/ Galerie „einraum“ (abgerufen am 10. April 2013)
  25. http://www.gleisdorf.at/index.php?seitenId=1836 Haus der Musik (abgerufen am 10. April 2013)
  26. http://www.gleisdorf.at/index.php?seitenId=51 Kulturkeller (abgerufen am 10. April 2013)
  27. http://www.myspace.com/kulturkellergleisdorf Kulturkeller auf „myspace“ (abgerufen am 10. April 2013)
  28. http://www.gleisdorf.at/index.php?seitenId=52 Stadtbücherei (abgerufen am 18. April 2013)
  29. http://www.gleisdorf.at/index.php?seitenId=266 MiR – Museum Im Rathaus (abgerufen am 10. April 2013)
  30. Franz Arnfelser: Gleisdorf in alter und neuer Zeit Leykam, Graz 1928, Seite 129
  31. DEHIO Steiermark S. 139
  32. http://www.energieregion.at/ (Abgefragt am 1. Mai 2013)
  33. de.wikipedia.org/wiki/LEADER#Sonderfall_Steiermark:_LEADER_Kultur (Abgefragt am 1. Mai 2013)
  34. http://www.feistritzwerke.at/unternehmen/index.htm (Abgefragt am 1. Mai 2013)
  35. http://www.igzt.at/ (Abgefragt am 1. Mai 2013)
  36. http://www.aee-intec.at/ (Abgefragt am 1. Mai 2013)
  37. Pressemitteilung der ÖBB vom 12. September 1999
  38. Antrag einschließlich Kurzbeschreibung des Vorhabens, barrierearm (pdf, 38kB)
  39. SPÖ Landtagsklub

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gleisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien