Gleiss Lutz

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Gleiss Lutz Hootz Hirsch
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Rechtsform Partnerschaft mbB
Gründung 1949
Sitz Stuttgart (7 Standorte)
Mitarbeiter 300 Anwälte, 84 Partner[1]
Umsatz 166 Mio. Euro (Deutschland 2013/14)[2]
Branche Wirtschaftsrecht
Website www.gleisslutz.com
Stand: 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012

Gleiss Lutz Hootz Hirsch (häufig nur als Gleiss Lutz bezeichnet)[3] ist eine international tätige deutsche Wirtschaftskanzlei. Über 300 Anwälte, davon 84 Partner,[1] arbeiten in Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart und Brüssel. Der Jahresumsatz betrug im Geschäftsjahr 2013/2014 in Deutschland 166 Mio. Euro.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kanzlei wurde am 1. April 1949 von Alfred Gleiss (1904–1997) als Büro für Dekartellierungs- und Wettbewerbsfragen in Stuttgart gegründet. 1952 erhielt Gleiss die Zulassung als Rechtsanwalt und assoziierte sich mit Arved Deringer, der 1961 ausschied und eine eigene Kanzlei in Bonn eröffnete. 1956 trat Helmuth Lutz in das Büro ein, kurz danach kamen Christian Hootz und Martin Hirsch dazu.[4] Seit 1962 trägt die Sozietät den noch heute gültigen offiziellen Namen Gleiss Lutz Hootz Hirsch.[5]

Seit 2000 bzw. 2002 hatte Gleiss Lutz eine enge Allianz mit der englischen Sozietät Herbert Smith und der niederländisch-belgischen Anwaltskanzlei Stibbe betrieben, die im November 2011 von Herbert Smith aufgekündigt wurde.[6] Daneben existiert eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Kanzleien in Warschau, Prag, Budapest und New York.[3]

Im Dezember 2010 kaufte das von der Kanzlei beratene Land Baden-Württemberg Anteile am Energiekonzern EnBW zurück, ohne zuvor die Zustimmung des Landtags einzuholen. Dafür berief sich Stefan Mappus auf das Notbewilligungsrecht als Ministerpräsident und holte nur die Zustimmung des Finanzministers ein.[7] Diese Vorgehensweise wurde vom Staatsgerichtshof in Stuttgart im Oktober 2011 als Verfassungsbruch festgestellt.[8]

Die Kanzlei vertrat die beiden Bundestagsabgeordneten der SPD, Peter Danckert und Swen Schulz, die vor dem Bundesverfassungsgericht erfolgreich gegen das neunköpfige Sondergremium geklagt hatten, welches anstelle des Haushaltsausschusses über den Einsatz des Euro-Rettungsschirms entscheiden sollte.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b „Über Gleiss Lutz“ auf gleisslutz.com, abgerufen am 9. Februar 2013
  2. a b [1], aufgerufen am 19. Februar 2014
  3. a b „Historie“ auf gleisslutz.com, abgerufen am 9. Februar 2013
  4. NJW 2004, Heft 10, S. 666.
  5. Rüdiger Zuck (Hg.): Erinnerungsgabe für Alfred Gleiss zum 70. Geburtstag, Opladen 1974.
  6. JUVE Online vom 24. November 2011: Herbert Smith kündigt Alliance mit Gleiss Lutz auf
  7. a b Spiegel Online vom 28. Oktober 2011: EFSF-Kläger in Karlsruhe: Anwälte für Verfassungsbruch
  8. Spiegel Online vom 6. Oktober 2011: Energie-Deal: Gericht rügt Baden-Württembergs EnBW-Kauf