Glewitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die selbständige Gemeinde. Für den Ortsteil, siehe Zudar.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Glewitz führt kein Wappen
Glewitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Glewitz hervorgehoben
54.02361111111112.9261111111117Koordinaten: 54° 1′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Franzburg-Richtenberg
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 41,99 km²
Einwohner: 534 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18513
Vorwahl: 038334
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 029
Adresse der Amtsverwaltung: Ernst-Thälmann-Str. 71
18461 Franzburg
Webpräsenz: www.amt-franzburg-richtenberg.de
Bürgermeister: Cord-Christoph von Schack
Lage der Gemeinde Glewitz im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Glewitz ist eine Gemeinde südlich von Stralsund im Landkreis Vorpommern-Rügen, die bis zum 15. Februar 2004 zum dann aufgelösten Amt Trebeltal gehörte und seitdem vom Amt Franzburg-Richtenberg mit Sitz in der Stadt Franzburg verwaltet wird.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Glewitz liegt ca. 14 km südwestlich von Grimmen und ca. 15 km nördlich von Demmin. Nördlich der Gemeinde verläuft die A 20, die über den Anschluss Grimmen-West (ca. 9 km) zu erreichen ist.

Die Gemeinde Glewitz befindet sich im Naturschutzgebiet Trebeltal einer Gegend die geformt wurde durch riesige Gletscher und Schmelzwassermassen, die nach der letzten Eiszeit unzählige Seen, Moore und Schmelzwasserrinnen hinterließen.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Langenfelde
  • Jahnkow
  • Wolthof
  • Voigtsdorf
  • Strelow
  • Turow
  • Zarnekow
  • Glewitz

Geschichte[Bearbeiten]

Gemeinde

Nach Auflösung des Fürstentums Rügen gehörte der Ort zum Herzogtum Pommern.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Jahr 1815 gehörte die Gegend zu Schwedisch-Pommern und danach zur preußischen Provinz Pommern.

Das Gemeindegebiet war bis 1952 Teil des Landkreises Grimmen und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Grimmen im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Glewitz zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Glewitz

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Glewitz findet sich in dem Buch „Urkunden zur Geschichte des Fürstentums Rügen“, Urkunden Bd. 3. No. 393 und stammt aus dem Jahre 1293.

Im Memoralienbuch der Kirchengemeinde wird zusätzlich erwähnt, dass die Bevölkerung zu dieser Zeit in erster Linie aus Bauern und Siedlern bestand. Neben der heutigen Schreibweise des Ortsnamens finden sich auch noch die Formen Glowitz und Chlewitz.

Turow

Die Burganlage von Turow ist vom Ursprung her schon aus dem 12. Jahrhundert. Die Burg wurde 1387 urkundlich erstmals erwähnt. Sie wurde im 15. Jahrhundert auf Resten der Vorgängerburg zur Wasserburg mit Wassergraben und Außenwall ausgebaut. Der Grundriss ist U-förmig mit einer Fläche von 200 x 175 m. Das Haus hatte mehrere Bauetappen, Anbauten und Umbauten. Der Turm ist im Kern erhalten. Der sogenannte „Blaue Saal“ wurde als Kapelle seit 1900 genutzt - es ist ein Kreuzgewölbe auf Mittelsäule, an den Wänden bemalte Leinwandtapeten mit arkadischen Landschaften von 1820. Die Burg hat einen kleinen Innenhof, der durch eine Pforte abgeschlossen wird. Das Gut Turow gehörte im 17. Jahrhundert der Familie von Künzheim und ab 1724 der Familie von Ferber bis 1915. Das Gut wurde dann aufgesiedelt, der Resthof und die Burg blieben im Besitz der Ferbers bis 1945. Nach dem Krieg wurde das Schloss Heim der evangelischen Kirche.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserburg Turow

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Glewitz

  • Wasserburg Turow
  • Kirche Glewitz, Backsteinkirche (14. Jahrhundert)
  • Turmhügel Zarnekow
  • Turmhügel, Hügelgrab und Schanze in Wolthof
  • Gutshaus Strelow

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 198, ISBN 3-88042-636-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien