Glimmerkondensator

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Glimmerkondensatoren mit 1 nF und 500 V

Ein Glimmerkondensator ist ein elektrischer Kondensator mit dem Material Glimmer als Dielektrikum.

Glimmer ist ein natürlich vorkommendes Mineral mit hoher Spannungsfestigkeit und mit Schichtstruktur. Es besteht aus Kalium-Aluminium-Silikaten mit chemisch gebundenem Kristallwasser und ist spaltbar in dünne Blättchen bis hinab zu etwa 0,02 mm Dicke. Glimmer wurde schon recht frühzeitig ab etwa 1920 in der Elektronik als Dielektrikum von Kondensatoren verwendet und hat auch heute noch, vor allem in den Vereinigten Staaten, als Silver mica capacitor (Mica: engl. für Glimmer) eine gewisse Bedeutung. Eingesetzt werden Glimmerkondensatoren wegen des niedrigen Temperaturkoeffizienten, des nahezu frequenzunabhängigen Verlustfaktors und der hohen Spannungsfestigkeit in der Sendertechnik als Hochfrequenzkondensator und wegen der großen zeitlichen Kapazitätskonstanz in Meßnormalen und in Filter- und Schwingkreisanwendungen für hohe Anforderungen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Ebinger, Ludwig Linder: Glimmerkondensatoren, ihre Eigenschaften und ihre Bedeutung für die Meßtechnik. Firmenschrift von Siemens & Halske, Wernerwerk, 1914.