Glimmspanprobe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Film Glimmspanprobe. 1. Gas: Luft (enthält ca. 20 % O2).– 2. Gas: Sauerstoff.– 3. Gas: Inertgas, z. B. Stickstoff oder ein Edelgas.

Der Begriff Glimmspanprobe bezeichnet in der Chemie einen Nachweis von Sauerstoff (O2).

Hält man einen Holzspan, dessen Flamme nach dem Entzünden unter Erhalt der Glut gelöscht wurde, glimmend in ein Gefäß mit dem zu überprüfenden Gas, so flammt der glimmende Holzspan bei Anwesenheit höherer Konzentrationen von Sauerstoff auf und brennt wieder. Auch Distickstoffmonoxid (N2O, „Lachgas“) zeigt diese brandfördernde Wirkung, daher ist die Glimmspanprobe keine eindeutige Nachweismethode für Sauerstoff.

Die Glimmspanprobe wird gerne für Vorführungen verwendet, da man auf einfache Art die Bildung von Sauerstoff in einer chemischen Reaktion nachweisen kann, sofern die Anwesenheit von Distickstoffmonoxid ausgeschlossen werden kann.[1] Der Nachweis beruht darauf, dass die Verbrennung des Spans eine exotherme Reaktion ist. Kommt der glimmende Holzspan mit Sauerstoff zusammen, wird die Verbrennungsreaktion durch die vorhandene Restwärme (das Glimmen) eingeleitet. Die dabei entstehende Reaktionswärme führt dazu, dass der Holzspan wieder aufflammt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beschreibung der Glimmspanprobe für den Schulunterricht