Northrop Grumman RQ-4

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Northrop Grumman RQ/MQ-4 Global Hawk/Triton
Global Hawk 1.jpg
RQ-4B Global Hawk der Block-20-Konfiguration im Flug
Typ: Langstreckenaufklärungsdrohne
Entwurfsland: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Northrop Grumman Corporation
Erstflug: 28. Februar 1998
Indienststellung: 26. Juni 2006
Produktionszeit: seit 2005 in Serienproduktion
Stückzahl: 46 (Stand: Januar 2013)

Northrop Grumman RQ-4 Global Hawk bzw. MQ-4 Triton ist eine Drohne, die von Northrop Grummans Ryan Aeronautical Center, San Diego, Kalifornien produziert wird. Als hochfliegendes Langstrecken-Aufklärungsflugzeug ersetzt die zunächst entwickelte Version RQ-4B derzeit bei der United States Air Force (USAF) die letzten Versionen des berühmten Aufklärungsflugzeugs U-2. In Deutschland wird eine andere Variante als Unbemanntes Luftfahrzeug (engl. UAS = Unmanned aircraft system) klassifiziert und als Euro Hawk bezeichnet. Die NATO hat sich zur Gefechtsfeldaufklärung und -überwachung, hier Alliance Ground Surveillance (AGS) genannt, ebenfalls für dieses System entschieden.

Die RQ-4B ist das bisher größte in Serie gefertigte militärische unbemannte Flugzeug der Welt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die RQ-4 ist ein hochfliegendes (fast 20 km Höhe), ausdauerndes (bis zu 40 Stunden) Aufklärungsflugzeug, das autonom und satellitengestützt weltweit Missionen fliegen kann (UAV: Unmanned (Uninhabited) Aerial Vehicle/Unbemanntes Luftfahrzeug). Das Fluggerät ist jedoch nicht im klassischen Sinne durch einen Joystick ferngesteuert, sondern es fliegt, nach dem Muster der Flugführung in der modernen Verkehrsfliegerei, Start, Flugweg und Landung programmiert über Computer und damit automatisch ab. Der Pilot am Boden ist über Datenfunk, direkt und über Satellit, zu jeder Zeit mit den Systemen an Bord verbunden und kann wie ein Pilot an Bord Änderungen bzw. Umsteuerungen vornehmen. Das Fluggerät nimmt am allgemeinen Luftverkehr teil (auch bei Start und Landung), hat die entsprechenden Systeme an Bord (Transponder, TCAS) und ist nach den Bauvorschriften für Verkehrsflugzeuge ausgelegt (Festigkeit, Flugsicherheit, Redundanzen, Ausfallsicherheit etc.). Der Pilot am Boden ist über ein Relais an Bord mit dem Flugfunk verbunden und kann z. B. jederzeit mit den Fluglotsen Kontakt aufnehmen oder von ihnen Anweisungen erhalten. Eine Videokamera am Bug liefert live eine Sicht auf den Flugweg („See and Avoid“) an den Piloten am Boden. Notverfahren und Ausweichlandungen sind in den Flugführungscomputern einprogrammiert und jederzeit manuell oder automatisch ausführbar. Zum Sicherheitskonzept gehört es, dass bei Verlust der Verbindung zum Piloten das Flugzeug seinen vorgesehenen Kurs weiterfliegt und auch die Landung durchführt. Bei Ausfällen am Flugführungssystem geht das Flugzeug in vordefinierte Warteschleifen und ggf. vorgesehene Absturzräume bis zum Erhalt neuer Flugführungsbefehle. Da die Flugführung vierfach redundant ausgelegt ist, ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ausfalles sehr gering.

Die Piloten für Start und Landung sind in der Regel in einer Bodenstation am Start- und Landeplatz lokalisiert. Der Pilot während der Mission kann auch in (weltweit) dislozierten Bodenstationen sitzen.

Ausgestattet mit hochauflösenden CCD-Kameras für Tages- und Nachtsicht, die auch infrarotempfindlich sind, sowie mit allwettertauglichem Seitensichtradar, kann sie aus bis zu 20.000 Metern Flughöhe jedes Objekt erkennen. In Kombination mit ihrer langen Flugdauer kann sie innerhalb von 24 Stunden ein Gebiet von der Größe Griechenlands komplett aufklären. Northrop Grumman plant ab Mitte 2011 Tests für eine autonome Luftbetankung der RQ-4, wodurch sich die Einsatzmöglichkeiten noch verbessern würden.

Um jederzeit die aktuelle Position bestimmen zu können, ist der Global Hawk mit den üblichen Navigationssystemen und Differential-GPS ausgerüstet.

Angetrieben wird das Flugzeug durch ein Turbofan-Triebwerk mit einer Ansaugöffnung oberhalb des Rumpfes, dem Rolls-Royce AE 3007H, wie es auch in den Passagierflugzeugen der Embraer-ERJ-145-Familie Verwendung findet.

Zum System gehören verschiedene Bodenstationen, das LRE (Launch and Recovery Element) und das MCE (Mission Control Element). Beide Stationen sind einzeln in NATO-Standard-Containern mit eigener Stromversorgung und Klimatisierung untergebracht:

  • Das LRE enthält die Systeme für Start und Landung, die Steuerung des Fluggerätes im Fluge und den Arbeitsplatz des Piloten, es ist also quasi das Cockpit. Es muss zwingend im Bereich des Start- und/ oder Landeplatzes sein, es hat nur auf ca. 250 km Reichweite mögliche Funk- und Richtfunkverbindung zum Fluggerät.
  • Das MCE enthält die Systeme zur Steuerung des Missionssystems an Bord des Fluggerätes, zum Empfang und Auswertung der Daten an mehreren Arbeitsplätzen und Weiterleitung an den Nutzer. Zudem hat das MCE noch Platz und Ausrüstung für den Piloten, um das Fluggerät vom LRE nach der Startphase zu übernehmen und während des Fluges zu steuern bzw. nach Bedarf umzusteuern. Zur MCE gehört eine Parabolantenne von etwa 6 Metern Durchmesser für die satellitengestützte Kommunikation und Datenübertragung. Dadurch kann sich die MCE theoretisch und geschützt an jedem Punkt der Erde befinden.

Varianten[Bearbeiten]

RQ-4A Global Hawk[Bearbeiten]

Die RQ-4A ist die Initialversion der Global Hawk, welche auch unter der Kennung „Block 0“ bzw. „Block 10“ geführt werden. Der erste von sieben Prototypen (Block 0) absolvierte seinen Jungfernflug am 28. Februar 1998. Northrop Grumman entwickelte die Maschinen aufgrund des „Advanced Concept Technology Demonstration“-Programms (ACTD), das von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) initiiert wurde. Ziel des ACTD-Programms war es, für die veralteten U-2 Spionageflugzeuge einen Ersatz zu entwickeln, der eine deutlich längere maximale Einsatzdauer hat. Des Weiteren sollte das neue Muster Echtzeit-Aufklärungskapazitäten zur Verfügung stellen. Im Auswahlverfahren des ACTD-Programms setzte sich die Global Hawk 1999 gegen das Konkurrenzmodell RQ-3 Dark Star von Lockheed Martin durch. Der dritte Prototyp (Kennung: S/N 98-2003) stellte frühzeitig die hohe Einsatzdauer unter Beweis, als dieser am 21. März 2001 einen 30 Stunden und 24 Minuten andauernden Flug absolvierte und damit einen neuen Weltrekord für UAVs erreichte. Dabei wurde auch – mit 19.928 m – ein neuer Weltrekord für die größte Flughöhe für UAVs aufgestellt; dieser Rekord wurde am 23. August desselben Jahres vom Helios-Solarflugzeug der NASA eingestellt.

Die US-Luftwaffe (USAF) setzte die Global Hawk erstmals im Afghanistan-Krieg ein, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell in Dienst gestellt worden war. Dabei traten Probleme mit der Datenverbindung auf, welche die Einsatzfähigkeit minderten und immer wieder zu Beinaheabstürzen führten. Am 30. Dezember 2001 ging eine Maschine über Afghanistan verloren; eine zweite stürzte am 10. Juli 2002 als Folge von Triebwerksproblemen über Pakistan ab.

Trotz der Verluste und technischen Schwierigkeiten stellte die RQ-4 die Vorteile der Echtzeitaufklärung unter Beweis. Da die deutlich kostengünstigere RQ-1 Predator ebenfalls Echtzeitaufklärung liefern konnte bzw. kann und dort weniger technische Probleme auftraten, stand zeitweise ein Abbruch des ACTD-Programms im Raum. Da die Global Hawk aber eine höhere Leistungsfähigkeit hat, besonders in den Bereichen Einsatzdauer und Flugleistungen, wurden schließlich neun weitere „Block 10“ Maschinen bestellt, deren erste am 9. September 2003 ihren Erstflug hatte. Diese wurden allerdings in einer niedrigeren Produktionsgeschwindigkeit hergestellt, um technische Anpassungen zu vereinfachen und um Kosten zu sparen. Zwei der neuen Maschinen wurden der US-Marine übergeben, zwei weitere setzte die US-Luftwaffe im Irakkrieg ein. Dabei zeigte sich, dass die technischen Anpassungen die Zuverlässigkeit der Global Hawk verbessert haben. Allerdings wurde auch deutlich, dass das Potential des Musters mit der Block-10-Version nicht voll genutzt werden kann, da die Zuladung von 910 kg zu gering war. Um den Bedarf nach mehr und leistungsfähigeren Aufklärungssystemen zu decken, würde ein größeres Muster benötigt werden, was zur Entwicklung der RQ-4B Block 20 führte.

Insgesamt sind 16 Global Hawks der Block-10-Version für die US-Luftwaffe hergestellt worden, welche offiziell erst am 26. Juli 2006 in Dienst gestellt wurden. Gleichzeitig wurden damit auch ihre finalen Spezifikationen festgelegt. Ursprünglich war die Anschaffung von 59 Mustern der RQ-4A Variante geplant, allerdings wurde frühzeitig die Produktion auf die leistungsstärkere RQ-4B Variante umgestellt. In Dienst gestellt wurden lediglich sieben RQ-4A Maschinen.[1]

Im Dezember 2007 erhielt die NASA zwei RQ-4A Global Hawks zu Forschungszwecken von der US-Luftwaffe. Beide Muster, wobei es sich um die erste und sechste Maschine des ACTD-Programms handelte, sind auf dem Dryden Flight Research Center der Edwards Air Force Base stationiert. Später kam eine dritte Maschine dazu, die ebenfalls für wissenschaftliche Langzeit-Missionen in großen Höhen, wie der z. B. GloPac(Global Hawk Pacific) und WISPAR (Winter Storms and Pacific Atmospheric Rivers) von NASA und NOAA eingesetzt werden.[2][3][4] Die sieben USAF-Exemplare wurden lediglich bis Mai 2011 betrieben und nach 2.141 Missionen und knapp 36.000 Flugstunden aus dem Flugbetrieb genommen. Mindestens fünf Maschinen erhielt (Stand April 2012) die US Navy zur Vorbereitung ihres Broad Area Maritime Surveillance Demonstration (BAMS-D) Programms (siehe MQ-4C), von denen eine im Juni 2012 über Maryland abstürzte.[5] Auch erste Museen sollen Block-10-Exemplare erhalten.

RQ-4B Global Hawk[Bearbeiten]

Block 20[Bearbeiten]

Die RQ-4B ist eine vergrößerte Version der A-Variante. Die Spannweite wurde erhöht, um die Tragfähigkeit auf 1360 kg zu erhöhen und somit leistungsfähigere Aufklärungssysteme mitführen zu können. Deshalb ist auch die Rumpflänge erhöht worden, um mehr Platz für Sensoren und Avionik zu haben. Die größeren Abmessungen gehen teilweise zu Lasten der maximalen Flugreichweite. Die erste RQ-4B der Version Block 20 wurde am 25. August 2006 vorgestellt und hatte ihren Erstflug am 1. März 2007. Seit 2008 ist die Produktion der RQ-4 auf die Block-20-Variante umgestellt.

Zwei der Maschinen wurden mit dem Funkrelaissystem BACN (Battlefield Airborne Communication Node) ausgestattet. Die erste der nunmehr als EQ-4B flog am 14. Juli 2010 zum ersten Mal. Die Maschinen werden von Grand Forks aus kontrolliert.[6] Eine der beiden stürzte allerdings bereits am 21. August 2011 über Afghanistan ab.[7] Ursache für den Verlust war eine schadhafte Steckverbindung, die eine für die Flugsteuerung notwendige LRU (Line Replacement Unit) beschädigte und schließlich zum Verlust der Steuerbarkeit des Flugzeugs führte.[8]

Bis Ende 2011 hatte die U.S. Air Force insgesamt sechs „RQ-4B Block 20“-Maschinen offiziell in Dienst gestellt, die hauptsächlich für die Ausbildung verwendet werden. Der Umbau zweier weiterer RQ-4B zu EQ-4B ist bestellt, auch die beiden restlichen könnten folgen.

Block 30[Bearbeiten]

Die Block-30-Version verwendet die Flugzelle der Block-20-Variante, weshalb die Maschinen sich äußerlich nicht unterscheiden lassen. Northrop Grumman begann mit den Arbeiten an der Block-30-Version im Juni 2006, noch bevor der erste Block-20-Prototyp vorgestellt wurde. Der Erstflug erfolgte am 16. November 2007. Primäre Neuerung gegenüber der Block-20-Version ist der Einbau der Upgrades „Enhanced Imagery Sensor Suite“ (EISS) und „Airborne Signals Intelligence Payload“ (ASIP) AN/ASQ-230 von Northrop Grumman, welches der Global Hawk ermöglicht, SIGINT-Aufgaben zu übernehmen, genau wie es beim Euro Hawk der Fall ist. Ursprünglich wurde die erste Maschine der Version Block 30 für 2010 erwartet, infolge technischer Probleme vor allem mit dem ASIP wurden bis zum Sommer 2011 nur vier Vorserienprototypen hergestellt. Im „Operational Test and Evaluation“-Report (OT&E) vom 27. Mai 2011 werden die Block 30 Prototypen als ineffizient bezeichnet, da sie bis dahin nur 27 % ihres geplanten Aufgabenspektrums erfüllen konnten.[9] Deshalb wurde sogar kurzzeitig erwogen, auf die Block-30-Version komplett zu verzichten und stattdessen die Produktion direkt auf die Block-40-Variante umzustellen. Letztlich entschloss man sich im Juni 2011 anstatt vormals geplanten 44 nur noch 31 Exemplare zu beschaffen. Bis Mitte 2011 waren zwölf geliefert.[6] Von den 31 beschafften Exemplaren sollen 18 Stück gleich wieder eingemottet oder an ausländische Partner abgegeben werden.[10] Im September 2012 waren 14 Exemplare ausgeliefert und 4 im Bau. Letztendlich wurde die Stückzahl doch noch etwas angehoben, auf 37 RQ-4B Block 30.[11]

Block 40[Bearbeiten]

Radarbild eines Vulkankraters, aufgenommen von einer Global Hawk in der Block-40-Version

Die erste offizielle Vorstellung der Block-40-Variante erfolgte am 25. Juni 2009 bei Northrop Grumman. Sie verfügt über das neue AESA-Seitensichtradar MP-RTIP (Multi-Platform Radar Technology Insertion Program) AN/ZPY-2, mit dem auch hochauflösende Radarkarten erstellt werden können.[12] Sie ist an der langen Verkleidung unter dem Rumpf für die 1,20 × 0,45 m große Antenne zu erkennen.

Der erste Prototyp der „RQ-4B Block 40“-Version absolvierte seinen Jungfernflug am 16. November 2009.[13] Ursprünglich bestellte die U.S. Air Force 22 Block-40-Maschinen, allerdings wurde die Zahl im Februar 2011 vorläufig auf 11 reduziert, um mit den freiwerdenden Finanzmitteln die Probleme bei der Block-30-Version beheben zu können.[9] Bis Mitte 2011 war ein Flugzeug geliefert, welches in Grand Forks stationiert wird. Der erste Testflug mit dem bereits in einem Perseus-Testflugzeug erprobten Radar erfolgte am 21. Juli 2011. Die Block-40-Baureihe war nicht vom Anfang 2012 erlassenen Programmstopp der Block 30 betroffen.

Die NATO bestellte am 20. Mai 2012 fünf Maschinen für ihr AGS-Programm.

MQ-4C Triton[Bearbeiten]

Die MQ-4C Triton ist eine in der Entwicklung befindliche Version der RQ-4B zur Seeüberwachung für die US-Marine im Rahmen des „Broad Area Maritime Surveillance“- (BAMS-)Programms.

Diese Variante wurde ursprünglich als RQ-4N bezeichnet und im September 2010 in MQ-4C umbenannt.[14] Bei ihr wird die Nutzlast auf 1450 kg (1090 kg extern) angehoben und die Maschine mit einer Multi-Sensor-Ausrüstung (EO/IR-Kamera, SIGINT AN/ZLQ-1, AIS und MFAS X-Band Radar) ausgestattet.[6]

Die Ursprünge der MQ-4C gehen auf Testflüge zurück, welche die US-Marine mit zwei Block 10 Global Hawks der US-Luftwaffe durchgeführt hat. Die Maschinen trugen während der Testflüge die Kennung N-1. Nachdem die grundsätzliche Eignung der RQ-4 für die Seeraumüberwachung bewiesen werden konnte, begann Northrop Grumman mit dem „Global Hawk Maritime Demonstration“-Programm (GHMD). Dieses diente zur Anpassung der Global Hawk ans „BAMS“-Programm, wobei es sich um eine Neustrukturierung der Seeaufklärung der USA handelt, und wurde ab dem 28. März 2006 auf der Naval Air Station Patuxent River durchgeführt.

Am 28. April 2008 erhielt Northrop Grumman den Zuschlag im „Maritime Surveillance“-Programm und wurde mit der Lieferung von 68 Maschinen für die US-Marine beauftragt. Der Vertrag zur MQ-4C, welcher erst im August 2008 geschlossen worden ist, umfasst ein Gesamtvolumen von 1,16 Mrd. US-$. Die RQ-4N hatte sich in dem dreijährigen Auswahlverfahren gegen die Konkurrenzmuster MQ-1C Sky Warrior und MQ-9N Mariner durchgesetzt und stellt zusammen mit der P-8 Poseidon das Grundelement des „Maritime Surveillance“-Programms dar. Ausschlag gebend für die MQ-4C war ihre deutlich höhere Einsatzdauer gegenüber den Konkurrenzmodellen. Der 80 minütige Erstflug fand am 22. Mai 2013 statt, bei dem sie eine Höhe von 6100m erreichte.[15]

RQ-4E Euro Hawk[Bearbeiten]

Verlauf des Projekts[Bearbeiten]

Die Euro-Hawk-Drohne der Bundeswehr im Hangar von EADS/Cassidian (Oktober 2011)
Euro Hawk nach dem Überführungsflug von der Edwards Air Force Base zur WTD61 in Manching. Die SIGINT-Ausrüstung war zu dem Zeitpunkt noch nicht eingebaut.

Bei der RQ-4E Euro Hawk handelt es sich um eine Variante der RQ-4B (Block 20) für die Bundeswehr, deren Sensorik von EADS stammt. Dabei sollte die RQ-4E komplette SIGINT-Aufgaben übernehmen. Es war vorgesehen, dass die Drohne mit ihren Aufklärungs- und Überwachungsfähigkeiten das Flugzeugmuster Breguet Atlantic BR-1150M in Deutschland ersetzt. Die Planungsarbeiten hierzu wurden im Januar 2000 bei der Friedrichshafener Dornier GmbH begonnen, damals noch selbständig innerhalb der EADS, als sich Projekte mit bemannten Aufklärungsflugzeugen als zu teuer und auch bereits als technisch überholt erwiesen hatten.

Zum Jahresende 2002 fanden auf dem US-amerikanischen Edwards Air Force Base (Kalifornien) erste Flugversuche statt, bei denen ELINT-Aufklärungssensoren der EADS aus Ulm an Bord einer RQ-4A Global Hawk mitgeführt und bereits funktional getestet wurden. Dabei wurde auch der Datenversand von der Drohne zu einer Bodenstation über Direktverbindung getestet. Dieser Test gilt als Erstflug im Euro-Hawk-Programm.

Ab dem 21. Oktober 2003 führten die US-Luftwaffe, die Bundeswehr und die Herstellerfirmen Northrop Grumman und Dornier/EADS innerhalb zwei Wochen sechs Testflüge mit dem Prototyp 01 der RQ-4A und dem EADS-Sensor unter operationellen Bedingungen durch. Die Drohne war zuvor in einem 20-stündigen Flug nonstop von der Edwards Air Force Base nach Nordholz geflogen und gelandet. Dort beim Marinefliegergeschwader 3 war die komplette Infrastruktur von Bodenstationen, LRE, MCE und eine Auswertestation von EADS aufgebaut, um über der Nordsee in knapp 19.000 m Höhe verschiedene Sensortests mit zeitgleicher Übertragung und Auswertung der gesammelten Daten an die Bodenstationen zu absolvieren. Die Datenübertragung erfolgte dabei noch über eine Direktverbindung; das Fluggerät war für die Steuersignale über das Satellitensystem Inmarsat mit der Bodenstation verbunden.

Oktober/November 2004 wurden dann die für COMINT vorgesehenen Ausrüstungskomponenten in einer Transall C-160 der WTD 61 in Manching erprobt.

Am 31. Januar 2007 haben das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) und die in Friedrichshafen ansässige EuroHawk GmbH als auftragnehmende Agentur und ein Joint-Venture-Unternehmen von Northrop Grumman und Cassidian (zu EADS) einen Vertrag für die Entwicklung, Erprobung und Unterstützung des UAS-Demonstrators (Full Scale Demonstrator) bis 2010 erteilt, und für die Option für vier weitere Systeme in der Zeit von 2011 bis 2014 mit der EADS-SIGINT-Ausrüstung, geschlossen. Der Auftrag hat ein Volumen von 430 Mio. Euro, andere Quellen sprechen von 1,3 Mrd. Euro.[16] Der Flugbetrieb sollte durch das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ vom Fliegerhorst Jagel durchgeführt werden.

Die RQ-4E sollte in Palmdale/Lancaster in Kalifornien in den Skunk Works gebaut und zur Ausrüstung ohne das SIGINT-System nach Deutschland geflogen werden. Die Endausrüstung, Erprobung und Übergabe an die Bundeswehr war am EADS-Standort Manching vorgesehen.

Die Strukturmontage des ersten Exemplares wurde im Juli 2009 durch Northrop Grumman abgeschlossen, woraufhin der Rollout am 8. Oktober 2009 stattfand.[17][18] Nachdem die Überführung des Flugzeuges nach Manching zur Einrüstung der Sensoren ursprünglich für Anfang 2010 vorgesehen war, erfolgte der Erstflug am 29. Juni 2010 von Palmdale zur Edwards Air Force Base.[19]

Am 21. Juli 2011 traf die erste Maschine zur Einrüstung der Aufklärungselektronik in Manching ein.[20][21] Über die Schwierigkeiten beim Überführungsflug erfuhr die Öffentlichkeit erst im Mai 2013. Die US-Behörden hatten Überflugrechte über die USA verweigert. Die Drohne musste von der Edwards Air Force Base nach Westen fliegen um dann über dem Pazifik nach Norden abdrehen. Über dem Pazifik flog die Drohne dann entlang der Küste in kanadisches Hoheitsgebiet. Über unbewohnten Gebieten wurde Kanada Richtung Osten überflogen. Danach ging es über die Baffin Bay, Grönland und den Atlantik weiter nach Osten. Nach dem Überfliegen der Nordsee ging es in Deutschland erstmals über bewohnte Gebiete weiter nach Manching. Während des Überführungsfluges brach zweimal die Verbindung zwischen Bodenstation und Drohne kurzzeitig ab.[22]

Am 12. Oktober 2011 wurde die Aufklärungsdrohne (Full Scale Demonstrator) dort der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.[23] Am 11. Januar 2013 hat die Drohne den ersten Testflug über Deutschland ohne Schwierigkeiten absolviert.

Ausstieg aus dem Projekt[Bearbeiten]

Im Mai 2013 beendete Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Euro-Hawk-Programm. Der Ausstieg erfolgte mit der Begründung, dass die Flugsicherheitsbehörde der EU die Drohne nur für den Flug über unbewohntem Gebiet zertifizieren würde; die Drohne soll kein für den zivilen Luftverkehr zertifiziertes automatisches Antikollisionssystem besitzen.[24] Rechtlich möglich wäre nur eine militärische Zulassung.[25] Mit einer Einzelfallgenehmigung darf die Drohne zwecks Teilnahme an einem NATO-Manöver 2014 mehrfach im deutschen Luftraum verkehren.[26] Laut dem Hersteller Northrop Grumman sind elektronische Systeme zur Kollisionsvermeidung Bestandteil der von Deutschland bestellten Drohnen.[27] Eine nachträgliche Zertifizierung würde nach Schätzungen der Luftwaffe zusätzlich zwischen 500 und 600 Millionen Euro kosten. Die entwickelten Aufklärungssensoren sollen in einem anderen Flugzeugtyp eingebaut werden.[28]

Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.

Der Bundesrechnungshof enthüllte 2013 in einem 33-seitigen Prüfbericht ein „folgenschweres Organisationsversagen“ der Bundeswehr bei dem Drohnen-Projekt. Der Bericht beschreibt ein skurriles Eigenleben der Rüstungsabteilung im Wehrressort. Schon vor Vertragsschluss waren die Zulassungsprobleme für den Luftverkehr bekannt. Trotzdem arbeitete die Rüstungsabteilung von 2007 bis 2012 an dem Projekt weiter. Die Rüstungsabteilung im Wehrressort verschwieg einfach die absehbare Pleite des ganzen Projekts. Der Prüfbericht des Rechnungshofes dokumentiert die Statusberichte der Rüstungsabteilung. Schon im Jahr 2007 vermerkt ein Statusbericht, dass der Euro-Hawk wegen der Zulassung für den zivilen Luftverkehr „kritisch“ sei, denn Northrop Grumman stellte kaum Unterlagen für die Musterzulassung zur Verfügung. Trotz der Zulassungsfrage wurde der Projektstatus immer wieder mit einem grünen Ampelsymbol versehen. Statt dem zuständigen Minister von den Problemen zu berichten, stockte man noch mal das Budget für das Projekt auf. Ende 2010 war die Zulassung der Drohne 18 Monate im Verzug. Nach Berichten der Rüstungsabteilung tauchten nun weitere Kostenrisiken auf und der Projektstatus wechselte zu „sehr kritisch“. Der zuständige Minister und andere Stellen wurden nicht informiert. Als im März 2011 Thomas de Maizière Verteidigungsminister wird, erfuhr er von den Problemen beim Euro-Hawk-Projekt nichts. Erst am 8. Februar 2012 informierte die Abteilung de Maizières Staatssekretäre Stéphane Beemelmans und Rüdiger Wolf, ferner den Generalinspekteur der Bundeswehr, den Luftwaffeninspekteur und weitere Führungskräfte im Ministerium, dass die Mehrkosten für die Zulassung für den Luftverkehr mittlerweile auf 600 Millionen Euro geschätzt würden. Nun wurde geprüft ob man die entwickelte Sensortechnik für die Kommunikationsüberwachung am Boden möglicherweise in ein anderes Fluggerät einbauen könnte. Als Prüfungen ergaben, dass die alternativen Fluggeräte fast genauso teuer sind wie das gesamte Euro Hawk-Projekt, wurde der Minister im Mai 2013 informiert, woraufhin dieser das Projekt beendete.[29]

Die Oppositionsparteien im deutschen Bundestag kündigten einen Untersuchungsausschuss an.[30] Im August 2013 wurde bekannt, dass Northrop Grumman weiter in Gesprächen mit den deutschen Behörden ist.[31]

KQ-4[Bearbeiten]

Bei der KQ-4 handelt es sich um eine Tankerdrohne. Als Testmuster wurden zwei RQ-4A umgebaut, mit denen im Rahmen des KQ-X-Programms autonome Luftbetankungen erprobt werden.[32] Das zu betankende Modell wurde mit einer Betankungssonde an der Rumpfspitze ausgestattet, während die andere als Tanker eingesetzte Drohne mit einem Schlauch-Fangtrichter-Betankungssystem in der Rumpfmitte ausgerüstet wurde. Formationsflüge ohne Koppelung der Betankungseinrichtungen wurden im August 2012 durchgeführt.[33]

Sonstiges[Bearbeiten]

Zu Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 schickten die USA eine Global-Hawk-Drohne nach Japan, die Fotos und Wärmebilder von den explodierten Reaktorgebäuden 1–4 bzw. von deren nun sichtbarem Inneren machte und Radioaktivitätsmessungen vornahm. Die US Air Force teilte mit, die Drohne sei bereits nach dem Erdbeben in Haiti 2010 eingesetzt worden und auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Guam im Pazifik stationiert.[34]

Export[Bearbeiten]

AustralienAustralien Australien

Australien plante die Anschaffung von mindestens sechs MQ-4C, wobei diese zunächst geleast werden sollten. Die Drohnen waren als Ergänzung für die P-8A Poseidon gedacht. Nach Kostensteigerungen hat das australische Parlament die Beschaffung (Stand 2009) gestoppt.[35] Da der Bedarf an Seeaufklärung aber noch besteht, hat die australische Regierung am 16. Mai 2013 erneut eine Exportvoranfrage an die US Navy gestellt.[36]

DeutschlandDeutschland Deutschland

Die Bundeswehr plante fünf „RQ-4E Euro Hawk SIGINT“-Maschinen anzuschaffen, letztendlich wurde aber nur eine Euro Hawk gekauft (siehe RQ-4E Euro Hawk).[37] Die Maschinen hätten auf dem Fliegerhorst Schleswig stationiert werden sollen.

IndienIndien Indien

Die indische Marine hat Interesse an sechs bis acht Stück MQ-4C BAMS (Broad Area Maritime Surveillance) geäußert, um (ähnlich wie ursprünglich Australien) diese als Ergänzung für die P-8I Poseidon zu nutzen.[38]

JapanJapan Japan

Japan möchte drei RQ-4B Maschinen kaufen; die Finanzierung erscheint offen.

KanadaKanada Kanada

Kanada prüft die Anschaffung der MQ-4C als Ersatz für die CP-140 Aurora. Der Hersteller Northrop Grumman verkündete Ende Mai 2012 ein Joint Venture mit der Firma L3 MAS zur Entwicklung eines „Polar Hawk“ zur Überwachung der kanadischen Arktisregion. Auf Basis der RQ-4B Block 30 könnte diese Variante mit unveränderten Sensoren, jedoch verbesserter Satellitenkommunikation sowie zusätzlich Tragflächen- und Triebwerksenteisungssystemen ausgerüstet werden.

SpanienSpanien Spanien

Spanien prüft die Anschaffung der MQ-4C zur Seeraumüberwachung. Es ist bisher zu keinem Vertragsabschluss gekommen. Angesichts der Eurokrise und der hohen spanischen Staatsschulden gilt ein solcher Kauf als unwahrscheinlich.

Korea SudSüdkorea Südkorea

Südkorea fragte im Juni 2011 die Beschaffung von vier Stück RQ-4B Block 30 in den USA an; angesichts des hohen Preises beendete Korea die Beschaffungsabsicht Anfang 2012, nachdem der Preis von anfänglich 340 Millionen Euro auf 695 Millionen Euro (November 2011) gestiegen war.[39] Am 21. Dezember 2012 wiederum informierte die DSCA den US Kongress über einen geplanten Export von vier Stück RQ-4 Block 30 (I) Global Hawk an Korea zum Systempreis von 930 Millionen Euro inklusive Service & Logistik.[40]

NATO NATO

Die Nato beschloss im Rahmen ihres Alliance Ground Surveillance Programmes die Beschaffung von fünf RQ-4B Block 40. Fünfzehn Staaten beteiligen sich an der Finanzierung (Bulgarien, Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Norwegen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, die USA und inzwischen auch Polen und Dänemark). Nachdem bisher Kanada und Dänemark aus der Beschaffung absprangen, soll sich der deutsche Beitrag erhöhen.[41] Frankreich und das Vereinigte Königreich planen, analog dem AWACS-Programm, eigene Aufklärungsmittel zu beschaffen.

Nutzer[Bearbeiten]

Die folgenden Informationen entsprechen dem Planungsstand Sommer 2010 für die zukünftigen Stationierungsplätze.

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Die US-amerikanischen Maschinen von US Air Force und US Navy werden, um Kosten zu senken, gemeinsam gewartet, stationiert und eingesetzt.

Neben den beiden vorgeschobenen permanenten Einsatzbasen auf Guam und Sizilien existiert ein drittes Detachment für den Bereich United States Central Command auf einem nicht näher genannten Ort. Die NASA betreibt zwei Exemplare durch das Dryden Flight Research Center, welches sich ebenfalls auf dem Gelände der Edwards AFB befindet.

AustralienAustralien Australien

NATO NATO

Technische Daten[Bearbeiten]

RQ-4A-Prototyp beim Erstflug am 28. Februar 1998
RQ-4A beim Start von der Beale AFB
Global Hawk während der Wartung
Kenngröße Daten der RQ-4A[1][42] Daten der RQ-4B[1][42]
Typ: Unbemannter hochfliegender Langstreckenaufklärer Unbemannter hochfliegender Langstreckenaufklärer
Länge: 13,53 m 14,50 m
Flügelspannweite: 35,42 m 39,89 m
Flügelfläche: 50,10 m² k. A.
Flügelstreckung: 25,04 k. A.
Tragflächenbelastung:
  • Minimal (Leergewicht): 83 kg/m²
  • Maximal (maximales Startgewicht): 232 kg/m²

k. A.

Höhe: 4,63 m 4,63 m
Leergewicht: 5.148 kg 6.781 kg
Maximales Startgewicht: 12.133 kg 14.628 kg
Treibstoffkapazität: 6.985 l 7.847 l
Höchstgeschwindigkeit: 644 km/h (auf optimaler Höhe) 637 km/h (auf optimaler Höhe)
Dienstgipfelhöhe: 19.811 m 19.811 m
Einsatzradius: ca. 5500 km bei 24-stündigem Aufenthalt im Zielgebiet k. A.
Maximale Flugdauer: 36 Stunden k. A.
Überführungsreichweite: 25.015 km 22.780 km
Besatzung: keine an Bord, ein Pilot in Bodenstation keine an Bord, ein Pilot in Bodenstation
Zuladung: Aufklärungssysteme im Gesamtgewicht von 907 kg Aufklärungssysteme im Gesamtgewicht von 1.360 kg
Triebwerk: ein Rolls-Royce Allison AE3007H-Mantelstromtriebwerk ein Rolls-Royce Allison AE3007H-Mantelstromtriebwerk
Schubkraft: 36,8 kN 36,8 kN

Unfälle und Zwischenfälle[Bearbeiten]

Von den ersten sieben Global Hawk gingen drei Drohnen verloren:[43]

  • Der zweite Prototyp (S/N 2) stürzte am 29. März 1999 auf einem Erprobungsflug ab, nachdem er fälschlicherweise von einer Bodenstation den Befehl zum Missionsabbruch erhalten hatte. Die Drohne ging ins Flachtrudeln über und konnte auch nach dem Ablassen von Treibstoff nicht mehr in einen kontrollierten Flugzustand gebracht werden. Sie schlug auf dem Gelände des China Lake Naval Weapons Center auf. Als Unfallursache wurde menschliches Versagen festgelegt.[44][45]
  • Der fünfte Prototyp (S/N 5) stürzte am 30. Dezember 2001 auf einem Flug in Afghanistan ab, weil die Steuergestänge für das V-Leitwerk nicht ordnungsgemäß angeschlossen waren. Als Unfallursache wurden wieder menschliches Versagen sowie ein „unzulängliches Prüfkonzept“ festgelegt.[43]
  • Global Hawk S/N 4 erlitt am 11. Juli 2002 einen Triebwerksschaden, da mehrere Schaufeln im Triebwerk gebrochen waren. Die Drohne konnte mit der verbleibenden Leistung noch zwei Stunden lang in der Luft gehalten werden und kollidierte bei der in der Zwischenzeit vorbereiteten Notlandung mit einer Sanddüne.[43]

Darüber hinaus kam es noch zu einem weiteren Zwischenfall mit der Seriennummer 7 am 3. Juni 2003, bei der die Drohne allerdings nach einem Triebwerksausfall sicher auf der Edwards AFB gelandet werden konnte.[43]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Chris Naftel: NASA Global Hawk: Project Overview and Future Plans. 34th International Symposium on Remote Sensing of Environment, Sydney 2011, pdf online@NTRS, abgerufen am 15. August 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: RQ-4 Global Hawk – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Factsheets: RQ-4 Global Hawk. U.S. Air Force, November 2009, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  2. Global Hawk: High-altitude, long-endurance science aircraft, nasa.gov, abgerufen am 14. August 2011
  3. GloPac – Science Overview, espo.nasa.gov
  4. NOAA Studies Atmospheric ‘Rivers’ Using Unmanned Aircraft, noaa.gov, abgerufen am 15. August 2011
  5. U.S. Navy UAV Crashes in Maryland, defensenews.com, abgerufen am 11. Juni 2012
  6. a b c FlugRevue November 2011, S. 48–52, Global Hawk ist unentbehrlich
  7. ISAF confirms 2011 Global Hawk crash. Flightglobal, 14. Februar 2012, abgerufen am 15. Februar 2012.
  8. Loose wire caused Afghanistan Global Hawk crash. Flightglobal, 7. März 2012, abgerufen am 21. März 2012.
  9. a b Pentagon: Block 30 Global Hawks not effective. International, 10. Juni 2011, abgerufen am 11. Juni 2011 (englisch).
  10. More Tidbits on Global Hawk Block 30 Termination. 21. März 2012, abgerufen am 23. März 2012.
  11. Fehlender Parameter „titel“ (Hilfe) — [1] 18. September 2014, abgerufen am 19. September 2014.
  12. FliegerRevue August 2009, S. 8, Neuer Global Hawk vorgestellt
  13. Global Hawk Block 40 im Flugtest. FlugRevue, 9. Dezember 2010, abgerufen am 21. März 2011.
  14. BAMS given MQ-4C designation. NAVAIR, 13. September 2010, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  15. Aufklärungsdrohne der US-Marine fliegt zum ersten Mal. Abgerufen am 23. Mai 2013.
  16. http://www.20min.ch/wissen/news/story/Das-neueste-Spielzeug-der-Generaele-28384011
  17. Erster Euro Hawk in Palmdale vorgestellt. FlugRevue, 9. Oktober 2009, abgerufen am 21. März 2011.
  18. Euro Hawk unveiled in USA. Global, 9. Oktober 2009, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  19. Erfolgreicher Erstflug des Euro Hawk symbolisiert Zukunft der Luftwaffe. Luftwaffe.de, 6. Juli 2010, abgerufen am 21. März 2011.
  20. Augsburger Allgemeine: Euro Hawk kommt nach Manching. Abgerufen am 21. Juli 2011.
  21. EURO HAWK. Abgerufen am 19. Oktober 2011.
  22. Ralf Beste, Matthias Gebauer, Konstantin von Hammerstein, Rene Pfister, Gordon Repinski, Christoph Schult, Gerald Traufstein. Das Millionengrab. Der Spiegel 23/2013, S. 18-26.
  23. Deutschlandfunk, Forschung Aktuell, 13. Oktober 2011, Maximilian Schönherr: Abhören von weit oben. Abgerufen am 19. Oktober 2011.
  24. Germany Cancels 'Euro Hawk' Drone Program. Abgerufen am 26. Mai 2013.
  25. Zulassungsproblem bei „Euro Hawk“ seit 2009 klar. Abgerufen am 26. Mai 2013.
  26. Johannes Leithäuser: Global Hawk fliegt über Deutschland - FAZ, 7. Mai 2014
  27. Euro-Hawk-Aus: US-Hersteller weist Vorwürfe zurück. 23. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2013.
  28. tagesschau: Ministerium stoppt Riesendrohne. 14. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2013.
  29. Prüfbericht zum „Euro Hawk“-Desaster: Dilettantenstadl mit Steuermillionen. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  30. ZDF Heute journal 10. Juni 2013
  31. Fliegt die Spionagedrohne Euro Hawk doch bald für die Bundeswehr? heise.de, 21. August 2013, abgerufen am 23. August 2013
  32. https://www.facebook.com/video/video.php?v=207116569298500&oid=90319605974&comments
  33. FlightGlobal: Northrop Grumman gets ready for HALE air-to-air refuelling. Abgerufen am 26. August 2012.
  34. sueddeutsche.de 17. März 2011
  35. Govt scraps plan for military drones. ABC News, 3. März 2009, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  36. http://australianaviation.com.au/2013/05/australia-issues-triton-letter-of-request/
  37. Spiegel.de: „Euro Hawk“ landet nach 10.000-Kilometer-Flug in Bayern. Abgerufen am 12. März 2012.
  38. http://www.avionews.com/index.php?corpo=see_news_home.php&news_id=1139257
  39. http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2012/01/205_103512.html
  40. http://www.deagel.com/news/FMS-South-Korea-Seeks-Four-RQ-4-Block-30-Global-Hawks_n000011097.aspx
  41. Spiegel.de: Deutschland soll halbe Milliarde für Drohnen zahlen. Abgerufen am 8. Mai 2012.
  42. a b  Claudio Müller: Flugzeuge der Welt 2008. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02847-0.
  43. a b c d Sicherheitsanalyse für Global Hawk ELINT Demo in Deutschland. In: Documentcloud.org. Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge – Musterprüfwesen für Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61), 22. September 2003, abgerufen am 21. August 2013 (PDF).
  44. Results of Global Hawk accident investigation board released. FAS.org, 23. Dezember 1999, abgerufen am 21. August 2013 (englisch).
  45. 200 Mio $ hightech Drone crashes - Euro Hawk Prototype. In: Youtube.com. 21. Februar 2012, abgerufen am 21. August 2013 (englisch, Video des Absturzes).