Gluteline

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gluteline sind bestimmte Gemische von Reserveproteinen, die in Getreidesamen vorkommen. Mehrere dieser Gemische enthalten Proteine, die im Mensch als Allergen wirksam sind. Gluteline sind reich an den Aminosäuren Glutaminsäure und Prolin. Gluteline und Gliadine sind es, die während des Backvorganges mit anderen Proteinen als auch untereinander Quervernetzungen über Disulfidbrücken ausbilden und damit für die Festigkeit des Teigs sorgen.[1]

Gluteline sind eine der vier so genannten Osborne-Fraktionen von Getreide. Im Gegensatz zu den anderen sind sie weder mit Kochsalzlösung noch mit 70%igem Ethanol extrahierbar.

Die Gluteline werden entsprechend ihrer Herkunft aus den Getreidearten benannt:

Weizen Roggen Hafer Gerste Mais Reis Hirse
Gluteline Glutenin Secalinin Avenin Hordenin Zeanin Oryzenin

Literatur[Bearbeiten]

  • Shang H, Wei Y, Long H, Yan Z, Zheng Y: Identification of LMW glutenin-like genes from Secale sylvestre host.. In: Genetika. 41, Nr. 12, 2005, S. 1656–64. PMID 16396452.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dewar D, Amato M, Ellis H, Pollock E, Gonzalez-Cinca N, Wieser H, Ciclitira P: The toxicity of high molecular weight glutenin subunits of wheat to patients with coeliac disease.. In: Eur J Gastroenterol Hepatol. 18, Nr. 5, 2006, S. 483–491. doi:10.1097/00042737-200605000-00005. PMID 16607142.