Glycokonjugate

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Glycokonjugate (griechisch γλυκυς (glykys) süß, und lat. conjugare, verbinden) ist die Bezeichnung einer Stoffklasse makromolekularer chemischer Verbindungen, die aus Kohlenhydrat-Bausteinen (Sacchariden) und Proteinen (Eiweißen) bestehen. Sie werden daher auch als proteingebundene komplexe Kohlenhydrate bezeichnet.

Die wichtigsten Glycokonjugate sind die Glycoproteine, die im Organismus verschiedenste Funktionen erfüllen. Meist dienen sie als Bestandteile (Strukturproteine) von Zellmembranen und Bindegeweben (Proteoglykane).

Teilweise wird der Begriff auch allgemein für die Klasse von oligomeren und polymeren Verbindungen mit Kohlenhydrat-Anteil verwendet und dient als Oberkategorie für Polysaccharide, Glycoproteine und Glycolipide.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Biochemie. 6 Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007. ISBN 978-3-8274-1800-5.
  • Donald Voet, Judith G. Voet: Biochemistry. 3. Auflage, John Wiley & Sons, New York 2004. ISBN 0-471-19350-X.
  • Bruce Alberts, Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: Molecular Biology of the Cell, 5. Auflage, Taylor & Francis 2007, ISBN 978-0815341062.