Gnadenbild Maria Plain

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Gnadenbild Maria Plain
Abbild in der Bürgerspitalkirche in Salzburg

Das Gnadenbild Maria Plain ist das Gnadenbild der Wallfahrtskirche auf dem Plainberg in der Gemeinde Bergheim im Bundesland Salzburg.

Urbild[Bearbeiten]

Das Urbild, von einem unbekannten Maler geschaffen blieb während des Dreißigjährigen Krieges bei einem Brand der Stadt Regen in Niederbayern im Jahr 1633 wundersam verschont. Erzbischof Guidobald Graf Thun holte dieses Bild nach Salzburg und ließ im Jahr 1652 das Bild als Gnadenbild in der neu erbauten "Ursprungskapelle" zu Maria Plain verehren. In den Jahren 1671-1673 ließ Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg die heutige Kirche gebauen. Das Urbild aus dem frühen 17. Jahrhundert wurde nun zuerst als Kopie und 1732 als Original auf dem Hochaltar der Wallfahrtskirche aufgestellt.

Der Rahmen des Bildes stammt aus dem Jahre 1679, er wurde 1732 mit einem Strahlenkranz versehen und 1751 mit Rocaillen und einer Krone verziert. Im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) waren viele Menschen, aus Angst vor den drohenden kriegerischen Auseinandersetzungen, nach Maria Plain gepilgert. Als Salzburg vor den Folgen der Kriegswirren verschont blieb, veranlasste das Salzburger Domkapitel 1751 die Krönung des Kultgegenstandes, die Andreas Jakob von Dietrichstein vornahm. Unter dem Bild ist ein silbergetriebenes Wappen des Erzbischofes Max Gandolph. [1] In späterer Zeit erhielt das Gnadenbild die Bezeichnung Gnadenbild Maria Trost. In der Schatzkammer des Superioratsgebäudes von Maria Plain befindet sich eine Kopie des Gnadenbildes vom Maler Christian Zach aus dem Jahr 1657. [1]

Das Gnadenbild ist ein Kniestück einer sitzenden gekrönten hl. Maria, die mit beiden Händen eine Windel hält, auf der das nackte gekrönte Kind nach links auf ihrem Schoß liegt und die Hände nach der Mutter ausstreckt, [wobei sich] 7 Sterne um das Haupt der hl. Maria [befinden]. 1787 wurde von Hieronymus Colloredo die Abnahme der Kronen verlangt, aber durch das Argument, dass nur er als Bischof diese entfernen dürfe, weil ein Bischof selber diese 1751 montiert hätte,[2] konnte die Abnahme verhindert werden.[3]

Abbilder des Urbildes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio Salzburg 1986, Maria Plain, Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, Seiten 225 bis 229.
  • Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden, Wien 1958 (Band 5).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gnadenbild Maria Plain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Dehio Salzburg 1986, Seiten 227ff
  2. nämlich Andreas Jakob von Dietrichstein
  3. Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden, Wien 1958, Band 5, S. 181.