Gnaeus Domitius Ahenobarbus (Konsul 122 v. Chr.)

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Gnaeus Domitius Ahenobarbus († um 104 v. Chr.) war ein römischer Politiker der späten Republik.

Der Sohn des gleichnamigen Konsuls von 162 v. Chr. war wohl von 129 bis 126 v. Chr. Legat und spätestens 125 v. Chr. Prätor. Er wurde für das Jahr 122 v. Chr. zum Konsul gewählt und führte als solcher im südlichen Gallien Krieg gegen die Allobroger. Im darauf folgenden Jahr kämpfte er gemeinsam mit seinem Nachfolger im Konsulat, Quintus Fabius Maximus Allobrogicus, auch gegen die Arverner. Er blieb bis 120, eventuell bis 118 v. Chr., als Prokonsul im südlichen Gallien und annektierte das gesamte Territorium der späteren Provinz Gallia Narbonensis mit Ausnahme des Gebiets der Stadt Massilia (dem heutigen Marseille), die ihre Unabhängigkeit bis zum Jahr 49 v. Chr. bewahren konnte. Die von ihm ausgebaute Straße nach Gallien, die Via Domitia, trug seinen Namen. 115 v. Chr. wurde er Zensor. Er bekleidete auch das Priesteramt eines Pontifex. Sein gleichnamiger Sohn war 96 v. Chr. Konsul, sein jüngerer Sohn Lucius 94 v. Chr.