Godzilla

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Godzilla (Begriffsklärung) aufgeführt.
Godzilla-Statue in Tokio

Godzilla (jap. ゴジラ, Gojira) (ausgesprochen englisch [ɡɒdˈzɪlə], japanisch [ɡoꜜdʑiɽa]) ist ein japanisches Filmmonster. Das 50–108 Meter hohe Monster ist bisher in 28 japanischen Filmen aufgetreten und hat andere Monsterfilmreihen wie Mothra und Gamera inspiriert, die sich bei Fans des Genres ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen, welche ihn auch als König der Monster bezeichnen.

Herkunft des Namens

Der japanische Name (jap. ゴジラ, Gojira) ist ein Kunstwort bestehend aus den japanischen Wörtern für Gorilla (jap. ゴリラ, Gorira) und Wal (jap. 鯨 (クジラ), Kujira). Der Name wurde gewählt, weil Godzilla in einer Planungsphase als eine Kreuzung zwischen einem Wal und einem Gorilla beschrieben wurde.[1] Dies ist auch eine Anspielung auf seine Größe, Leistung und seinen Lebensraum, das Meer. Diese These der Herkunft des Namens wurde nie offiziell bestätigt, ist aber am wahrscheinlichsten. Es besteht auch die Theorie, dass der Name von einem damaligen übergewichtigen Mitarbeiter von Toho stammt, der 1954 in der Marketing-Abteilung arbeitete. Aufgrund seiner Statur besaß er den Spitznamen Gojira.

Godzilla gilt auch als Namenspatron des Mozilla-Projekts und diverser Nebenprodukte wie Bugzilla, Chatzilla oder auch Jira. Diese Nebenprodukte wurden von Toho, die alle Rechte am Namen und Charakter Godzilla hält, äußerst argwöhnisch betrachtet.

Geschichte der Filmreihe

Die Grundidee zum Film stammt vom Produzenten Tomoyuki Tanaka. Als Inspiration gilt hierbei der Vorfall des japanischen Fischerbootes Glücklicher Drache V (jap. 第五福竜丸, Dai-go Fukuryū-maru). Dieses Boot geriet am 1. März 1954 in den Einflussbereich von Castle Bravo, einem amerikanischen Nuklearwaffentest, bei dem die US Army am Tag zuvor ihre stärkste nukleare Waffe auf dem Bikini-Atoll zündete. Durch die unerwartete Stärke der Bombe und die ungünstigen Witterungsbedingungen wurden Boot und Mannschaft schwer verstrahlt. Der Funker Aikichi Kuboyama verstarb am 23. September 1954 daran. Die anderen Besatzungsmitglieder überlebten zunächst. Sechs von ihnen erkrankten später an Leberkrebs. Während der Vorfall in den Vereinigten Staaten kaum wahrgenommen wurde, sorgte er für enorme Empörung in der japanischen Bevölkerung und zerstörte beinahe die Versöhnungsanstrengungen beider Staaten, die sich im Zweiten Weltkrieg gegenüber standen.

Der erste Godzilla-Film von 1954 (Gojira) ist in der japanischen Originalversion ein nicht nur tricktechnisch beeindruckendes, sondern auch hinsichtlich der Handlung und Dramatik durchdachtes Werk, das sich als eine Allegorie auf das japanische Trauma der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki[2] oder aber als direkte Reaktion auf das Atomunglück von Dai-go Fukuryū-maru[3] deuten lässt. Es existiert neben der japanischen Originalversion von Regisseur Ishirō Honda eine umgeschnittene internationale Fassung, für die Terry O. Morse einige zusätzliche Szenen mit Raymond Burr als Reporter drehte. Honda ließ sich bei diesem ersten Film von dem erfolgreichen amerikanischen Monsterfilm Panik in New York (The Beast From 20000 Fathoms, 1953), mit Trickaufnahmen von Ray Harryhausen, inspirieren.

Der erste Godzilla-Film kann als Verarbeitung des von Japan verlorenen Zweiten Weltkrieges, der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und der zahlreichen Atomtests der Amerikaner im Pazifik während des Kalten Krieges interpretiert werden. Ist in diesem Film Godzilla als Symbol der Bombe ein böses Monster, änderte sich das im Laufe der Serie. Vor allem versuchte man, Elemente aus ausländischen Produktionen oder dem Weltgeschehen einzubinden. In Filmen wie Befehl aus dem Dunkel (1965) wird Godzilla zum Beschützer Japans (bzw. der ganzen Erde, wie in Final Wars) vor außerirdischen Invasoren. Er wird – so Georg Seeßlen – „vom großen Zerstörer zum großen Freund“. Mit dem Erfolg von TV-Serien wie Raumschiff Enterprise und dem breiteren Interesse für den Wettlauf ins All sowie der Mondlandung der Apollo 11 wurden Science Fiction-Elemente bis 1975 verstärkt eingesetzt. Der Erfolg der Zurück in die Zukunft-Trilogie inspirierte die Macher des 1991 erschienenen Godzilla - Duell der Megasaurier zur Einbindung des Themas "Zeitreisen". In den Serien der 1980er/90er und 2000er Jahre wird Godzilla wieder zu einem bösen Monster, konnte sich aber nie von der Rolle des Anti-Helden distanzieren. Anfang der 1970er Jahre wurde mit Godzilla auch auf die anhaltende Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht. Hierbei kämpfte er beispielsweise gegen ein Monster, welches aus der Umweltverschmutzung seine Energie bezieht. Dieses Thema wurde in weiteren späteren Filmen der Reihe erneut aufgefasst und zum zentralen Punkt einzelner Geschichten verwendet. Ähnliche Anspielungen gibt es auch mit der Gentechnologie.

In Deutschland kamen die Godzilla-Filme in den 1970er Jahren mit teilweise sinnentstellender Synchronisation ins Kino, die die marktschreierischen Verleihtitel in die Handlung zu integrieren suchten. Dabei wurden oftmals Frankenstein und King Kong in die Verleihtitel integriert, obwohl die entsprechenden Monster in der Regel nicht in den Filmen mitspielten. Während King Kong schlicht das zu dieser Zeit wohl bekannteste Synonym für amoklaufende Riesenmonster war – jedenfalls bekannter als Godzilla -, bezieht sich Frankenstein nur indirekt auf Mary Shelleys Romanfigur. Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht, in dem ein 50 Meter hohes, atomar verstrahltes Frankenstein-Monster gegen ein weiteres Urzeitungeheuer kämpfen durfte, war im Sommer 1967 so erfolgreich an den deutschen Kinokassen, dass nahezu alle folgenden Filme, die die japanischen Riesenmonster zum Thema hatten, entsprechend eingedeutscht wurden, um an diesen Erfolg anzuknüpfen; sogar unter Verwendung des gleichen „Frankenstein“-Schriftzugs.

Tricktechnisch wurde in den Godzilla-Filmen mit Suitmation gearbeitet, was bedeutet, dass ein Schauspieler die Rolle des Monsters in einem oft zentnerschweren Gummikostüm spielt. Die für die Filme charakteristischen Zerstörungsszenen von Städten wurden in detailliert ausgestatteten Modellen gedreht. Da mit der Suitmation eine eigene Ästhetik erreicht wird, die allerdings von westlichen, an amerikanische Tricktechnik gewohnte Zuschauer oft als „billig“ verstanden wird, findet diese auch in den neueren japanischen Godzilla-Produktionen der 1990er Jahre immer noch Anwendung, zusätzlich ergänzt durch zahlreiche Computereffekte. Ursprünglich wollte man wie in den amerikanischen Produktionen, die die Stop Motion-Technik von Ray Harryhausen nutzten, diese ebenfalls verwenden, doch der Aufwand und die Kosten waren für Toho der Grund zur Suitmation-Entscheidung. Man experimentierte jedoch weiterhin mit Computereffekten. Ab 1984 war Godzillas charakteristischer Hitzestrahl, der vorher nur ins Filmmaterial eingemalt wurde, im Computer erstellt worden. 1999 und 2000, in den Filmen Godzilla 2000: Millennium und Godzilla vs. Megaguirus wurde das Monster in Unterwasserszenen ganz im Computer animiert, was die Fans jedoch nicht akzeptierten.

Die insgesamt 28 japanischen Godzilla-Filme unterteilen sich in drei lose zusammenhängende Serien mit jeweils weitgehend voneinander unabhängiger Chronologie: die Showa-Reihe von 1954 bis 1975 (15 Filme), die Heisei-Reihe von 1984 bis 1995 (7 Filme) und die Millennium-Reihe von 1999 bis 2004 (6 Filme).

Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

1998 kam ein amerikanischer Godzilla-Film des deutschen Regisseurs Roland Emmerich mit Visual Effects von Volker Engel ins Kino, der eine völlig neue und andere Version der Riesenechse brachte. Die Handlung wurde von Tokio nach New York City verlegt. Der Film war zwar ein kommerzieller Erfolg, wird aber von Fans des japanischen Godzillas nicht als Teil der Reihe akzeptiert. So ist unter Fans für das Emmerich-Monster die Kurzform GINO gebräuchlich: “Godzilla In Name Only” (Godzilla nur dem Namen nach). Der amerikanische Godzilla wurde unter anderem auch im japanischen Godzilla-Film, Godzilla: Final Wars, parodiert. In einem Kampf zwischen dem echten und dem amerikanischen Godzilla, der in diesem Film Zilla genannt wird, schleudert der echte Godzilla Zilla mit dem Schwanz in das Opernhaus von Sydney und vernichtet ihn anschließend mit seinem radioaktiven Strahl. Das Ganze wird, wie auch schon der Anfang des Trailers, von We’re all to blame (dt. „Wir haben alle [daran] Schuld“) von der Band Sum 41 untermalt. Nach Veröffentlichung dieses Films ließ die verantwortliche Produktionsgesellschaft Toho verlautbaren, dass es für mindestens zehn Jahre keinen weiteren Godzilla-Film geben würde. Im Mai 2014 wurde der zweite amerikanische Godzilla-Film in 2D und 3D veröffentlicht. Produziert und vertrieben wurde der Film neben der Toho Company von Warner Bros., Legendary Pictures und Disruption Entertainment.[4] Regie übernahm hier Gareth Edwards. Obwohl Godzilla-Fans auch in diesem Film Schwächen in Story und Character Design bemängelten, wurde dieser Film im Gegensatz zum Roland Emmerich-Film deutlich wohlwollender aufgenommen. Für Juni 2018 kündigten Warner Bros. und Legendary Pictures eine Fortsetzung an, in welcher ebenfalls Gareth Edwards die Regie übernehmen soll.

Am 30. November 2004 bekam die Figur des Godzilla zu ihrem 50. Geburtstag und im Rahmen der Uraufführung von Godzilla: Final Wars in Los Angeles einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Am 18. Juli 2014, zum 60. Geburtstag Godzillas, wurde eine 24 cm hohe, 15 Kilo schwere und umgerechnet 1,09 Millionen Euro teure goldene Godzilla-Statue, die dem Original aus 1954 ähnelt, im Tokioter Midtown Green & Park ausgestellt und war bis Ende August zu bewundern.

Monster aus Godzilla-Filmen

Hier eine Auflistung einiger weiterer Monster, die in den Godzilla-Filmen der Toho Studios auftraten:

  • Anguirus auf dem Filmplakat von 1955
    Angilas bzw. Anguirus ist der letzte Überlebende der prähistorischen Gattung Ankylosaurus, in einem Film wird er allerdings auch als ein Nachfahre eines Igels beschrieben. Er ist ein Vierbeiner mit kräftigen Hinterbeinen, was ihm hervorragende Sprungfähigkeiten beschert. Außerdem kann er sich als Kugel zusammenrollen und Gegnern so mit seinem Stachelpanzer schwer zusetzen. In Godzilla kehrt zurück (1955) ist er erstmals als Rivale aufgetreten und danach immer wieder, mit Ausnahme von Godzilla: Final Wars (2004), als Verbündeter aufgetaucht.
  • Baragon, eine Art Urreptil, das sich durch den Erdboden gräbt und einen roten Hitzestrahl speien kann. Er hatte seinen ersten Auftritt in dem Film Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht (1965) und war auch im Film Frankenstein und die Monster aus dem All zu sehen. Zuletzt durfte er sich in Godzilla, Mothra and King Ghidorah (2001) eine Schlacht mit Godzilla liefern.
  • Battra, der böse Zwilling von Mothra (der später aber mit Mothra im Team gegen Godzilla kämpft), ist eine riesige Motte, die ihren einzigen Auftritt in Godzilla – Kampf der Sauriermutanten hatte. Genauso wie seine Zwillingsschwester kann Battra Laserstrahlen aus den Augen abschießen. Jedoch kann er sich direkt in eine Motte verwandeln, ohne dass er den Zyklus der Verpuppung durchlaufen muss. Ursprünglich hatte Battra dieselbe Aufgabe wie Mothra, nämlich den Schutz der Erde und ihres Ökosystems. Erst durch den Einfluss der Menschen und der Wut der Natur wurde er zur Rivalen Mothras.
  • Biolante, ein Mischwesen, das von einem Wissenschaftler erschaffen wurde, der Godzillas Gene mit denen einer Rose und der Seele seiner Tochter kreuzte. Sie hat ihren einzigen Auftritt in Godzilla, der Urgigant und erscheint im Film Godzilla gegen SpaceGodzilla in einer Rückblende. Biolante ist durch die Involvierung einer menschlichen Seele unsterblich und kann ihre Asche in den Himmel senden, um an anderer Stelle neu zu wachsen. Sie verfügt über eigenständige Rankenmonster, die unabhängig voneinander angreifen können. In ihrer Ursprungsform war Biolante eine riesige Rose, doch sie kann auch andere Formen annehmen, die äußerlich Merkmale von Godzilla tragen. In dieser Form kann sie ätzende Säure spucken.
  • Destoroyah, auch Destroyah oder Destroyer geschrieben. Ein Urmonster, das in vier Formen auftaucht. Seine Waffen sind ein mächtiges Horn auf der Stirn, das er als eine Energie-Katana einsetzen kann, und ein Mikrosauerstoff-Strahl. Es entstand aus primitiven Urzeitkrebsen, die durch die erste Anti-Godzilla-Waffe, den Oxygen-Zerstörer, wiederbelebt wurden und mutierten. Das Monster hatte seinen einzigen Auftritt in Godzilla gegen Destoroyah aus dem Jahr 1995.
  • Doratos sind kleine Zukunftstiere, von denen drei ihren einzigen Auftritt im Film Godzilla – Duell der Megasaurier hatten. Im Film wurden sie von den drei Gesandten der Weltregierung mit ins Tokio des Jahres 1992 mitgebracht. Die Doratos sind Ergebnisse eines Experimentes und verfügen über Hypersensoren, mit denen man Zeitreisende, die während des Reiseprozesses verloren gegangen sind, wieder finden kann. Sie waren für den Geheimplan der Gesandten zur Vernichtung Japans von entscheidender Rolle, da sie anstatt Godzilla aufgrund des bevorstehenden Atomtests zu einem riesigen steuerbaren Monster mutierten. Aus den Doratos wurde daraufhin King Ghidorah.
  • Ebirah, ein gigantischer Krebs, der in Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer zum ersten Mal gegen Godzilla kämpfte. Ebirah ist auch bei Godzilla: Final Wars zu sehen.
  • Gabarah ist ein Ungeheuer, das auf der Monsterinsel lebt und ständig Godzillas Sohn Minilla ärgert. Er kann elektrische Schläge austeilen.
  • Gigan, ein einäugiges Cyborg-Monster aus dem All, das einen Schnabel, hakenartige Arme und eine Kreissäge am Rumpf besitzt. Er hatte Auftritte in Frankensteins Höllenbrut (1972), King Kong – Dämonen aus dem Weltall (1973) und Godzilla: Final Wars.
  • Godzilla: Das namensgebende Ungeheuer dieser Reihe ist ein riesiger Saurier, der teils der Brontosaurus-Gattung zugeschrieben, teils aber auch als Vertreter einer eigenständigen Dinosaurierart, dem Godzillasaurus, angesehen wird. Godzillas stärkster Angriff ist sein Hitzestrahl, den er aus dem Mund ausspeit und der für schwere Schäden oder Feuersbrünste sorgen kann. Charakteristisch für Godzilla sind seine Rückenzacken, die in der Farbe der Hitzestrahlen aufleuchten (gewöhnlich blau, aber auch feuerrot bzw. purpur), bevor er diese abfeuert. Darüber hinaus verfügt Godzilla über eine extrem widerstandsfähige Hautschicht, die sogar Beschuss durch feste Projektile wie Panzergranaten oder Marschflugkörper nahezu unverletzt übersteht, sowie über Regenerationszellen, die Godzillas Wunden schnell heilen. Godzillas Energiequelle ist die Radioaktivität; sollte er neue Energie benötigen, begibt er sich zumeist zu einem Atomreaktor (entweder bei Kernkraftwerken oder atombetriebenen Unterseebooten), um sich so zu regenerieren. Sein Herz arbeitet daher wie eine Art Reaktor, der bei einer zu hohen Dosis Radioaktivität heiß läuft und ein Phänomen auslöst, das dem einer Kernschmelze gleichkommt. Es gab im Verlauf der Filmreihe mehrere Godzillas, mindestens folgende:
  • Godzilla Jr. war Godzillas zweiter Adoptivnachwuchs, der in den Filmen von 1993 bis 1995 vorkam (für Godzillas ersten Sohn siehe Minilla). Er verfügt jedoch über alle Fähigkeiten seines Ziehvaters. Im Film Godzilla gegen Destoroyah stirbt Godzilla an den Folgen seiner radioaktiven Mutation. Nach seinem Tod erscheint jedoch Godzilla wieder. Ob es sich dabei um den weiterentwickelten Godzilla Jr. handelt, ist unklar.
  • Gorosaurus, eine mutierte Abart eines Tyrannosaurus Rex. Der Dinosaurier hatte seinen ersten Auftritt in dem King Kong-Abenteuer King Kong – Frankensteins Sohn und kam im Folgejahr in Frankenstein und die Monster aus dem All zu einem Auftritt.
  • Hedorah oder Hydrox ist ein aus atomarem Müll und Schlamm bestehendes Monster, das durch Umweltverschmutzung zustande kam. Es hatte den ersten Auftritt in Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster und trat auch in Godzilla: Final Wars auf. Hedorah durchlebt eine froschähnliche Entwicklung; jede Phase dieser Entwicklung verfügt über eine eigene Charaktistik; so kann es z. B. in einer Phase fliegen und dabei tödliches Gas ausströmen. Hedorah kann auch ätzenden Schleim und Öllachen spucken sowie einen Augenstrahl abfeuern. Es ist allerdings anfällig gegen Elektrizität, die ihm die Flüssigkeit aus seinem Körper entzieht und ihn so austrocknet.
  • Jet Jaguar, in der deutschen Synchronfassung King Kong genannt, ist ein knallbunter Spielzeugroboter, der zu Monstergröße heranwachsen kann. Er kämpft zusammen mit Godzilla gegen Megalon und Gigan in King Kong – Dämonen aus dem Weltall.
  • Kamakiras, auch Kamacuras oder Gimantis genannt, sind riesige Gottesanbeterinnen, die zu dritt in Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn auf Godzillas Sohn Minilla Jagd machten. Ein weiterer Kamakira war bei Godzilla: Final Wars zu sehen.
    King Kong, der Koloss von Konga
  • Kameba, eine riesige Meeresschildkröte. Zu sehen war das Monster sowohl in Monster des Grauens greifen an (1970) als auch in Godzilla: Tokyo SOS.
  • King Ghidorah/Kaiser Ghidorah/Desghidorah ist ein dreiköpfiger Drache mit riesigen Flügeln, der die Fähigkeit besitzt, elektromagnetische Schockwellen (ähnlich elektrischen Entladungen) zu speien. Er zählt zu Godzillas ärgsten Feinden und spielte in insgesamt sieben Godzilla-Produktionen mit. Seinen ersten Auftritt hatte er im Jahr 1964 im Film Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah und weitere in Befehl aus dem Dunkel (1965), Frankenstein und die Monster aus dem All (1968), Frankensteins Höllenbrut (1972), Godzilla - Duell der Megasaurier (1991) und Godzilla, Mothra and King Ghidorah (2001). Im Film Godzilla: Final Wars (2004) kämpft er in einer speziellen Form zusammen mit Monster X gegen Godzilla, ehe der Kampf in seiner altbekannten Form beendet wurde. In den meisten Filmen stammt er aus dem Weltraum, wo er in einem Kometen herumreist. In Godzilla – Duell der Megasaurier stammt er von der Erde, wo er durch die Einwirkung radioaktiver Strahlung dreier Zukunftswesen zu ebendiesem Wesen verschmolz (s. Doratos). Im Film Godzilla, Mothra and King Ghidorah war Ghidorah eines der drei heiligen Schutztiere der Yamato, wo er als „Tausendjähriger Drachenkönig“ verehrt wurde. Ghidorah wird in einigen Filmen als folgsames Ungeheuer dargestellt, in denen er durch bösartige Kräfte kontrolliert werden kann. Neben den Godzilla-Produktionen hatte er auch Auftritte in den Mothra-Filmen Das Siegel der Elias und King Ghidorah kehrt zurück. In Siegel der Elias hat er als Desghidorah jedoch ein anderes Aussehen und verfügt zusätzlich zu den Flügeln erstmals über zwei Arme.
  • King Kong hatte einen Auftritt im dritten Godzilla-Film Die Rückkehr des King Kong. Hier ist er viel größer als im Original und wird durch Strom gestärkt. Später war er auch im Film King Kong – Frankensteins Sohn zu sehen.
  • King Caesar, ein Fabelwesen, das auf einer alten Legende von Okinawa basiert (Shīsā). Auftritte hatte er im Film King Kong gegen Godzilla aus dem Jahr 1974 sowie Godzilla: Final Wars aus dem Jahr 2004.
  • Kumonga oder auch Spiega, die Riesenspinne, ist ebenfalls ein sehr populäres Monster, das seinen Ursprung in der griechischen Mythologie hat. Es trat das erste Mal in Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn auf und war auch in den Filmen Frankenstein und die Monster aus dem All sowie Godzilla: Final Wars dabei.
  • Manda ist eine gigantische Seeschlange, die ihren ersten Auftritt in einem anderen Film (U 2000 – Tauchfahrt des Grauens, 1963) hatte, in dem sie von den Bewohnern des versunkenen Königreiches Mu als Gottheit verehrt wurde. Außerdem war Manda in den Filmen Frankenstein und die Monster aus dem All sowie Godzilla: Final Wars dabei.
  • MechaGodzilla (jap. Mekagojira), in der deutschen Fassung auch King Kong genannt, ist eine mechanische Variante Godzillas, der in seinen ersten beiden Filmen King Kong gegen Godzilla (1974) und Die Brut des Teufels (1975) von affenartigen Wesen aus dem All gegen die Menschheit eingesetzt wurde, dann aber 1993 in Godzilla gegen MechaGodzilla II und als Kiryū in Godzilla against MechaGodzilla (2002) und Godzilla: Tokyo SOS (2003) auf der Seite der Menschen kämpfte, um Godzilla zu vernichten. Kiryu wurde aus dem Skelett des ersten Godzillas von 1954 erschaffen.
  • MechaGhidorah ist eine Cyborg-Version von King Ghidorah. MechaGhidorah verfügt über einen mechanischen Kopf, stählerne Flügel und eine gepanzerte Brustplatte. Aus seinen Mäulern verschießt er Strahlen sowie Stahlhaken aus seinem Brustpanzer. Zu sehen in Godzilla – Duell der Megasaurier (1991). Seine Überreste bildeten die Grundlage für den zweiten MechaGodzilla.
  • Megalon ist eine Art gigantische Schabe, die anstelle von Händen rotierende Bohrer hat. Zudem kann er eine Art von Napalm-Granaten spucken und Blitze aus seinem Horn verschießen. Das Monster trat zum ersten und einzigen Mal in King Kong – Dämonen aus dem Weltall auf.
  • Meganulon/Meganula/Megaguirus ist eine prähistorische Riesenlibellenart. Diese Art durchlebt eine mehrstufige Entwicklung, bis sie ihre endgültige Form erreicht. Die Larven bezeichnet man als Meganulon, aus denen sich menschengroße Meganula entwickeln, die sich nur in Schwärmen bewegen. Die Meganula bestimmen einen aus ihren Reihen, der dann mithilfe gesammelter Energie zum Megaguirus wird, während die anderen aus dem Schwarm absterben. In Rodan – Die fliegenden Monster von Osaka dienten die Meganeurons Rodan als Vogelfutter. Megaguirus hatte seinen ersten Auftritt im Film Godzilla vs. Megaguirus aus dem Jahr 2000 und war zudem in einem Flashback bei Godzilla: Final Wars zu sehen. Der Megaguirus ist in der Lage, einen Ultraschallton zu erzeugen, der wie ein elektromagnetischer Impuls wirkt.
  • Minilla/Minya ist der erste Sohn Godzillas. Er trat in vier Filmen auf unter anderem in Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn und Godzilla-Attack All Monsters
  • M.O.G.E.R.A. (Mobile Operation Godzilla Expert Robot Aero-Type) ist eine Kampfmaschine, die sich im Notfall in einen Bohrpanzer und ein Kampfflugzeug aufsplitten kann. Die Idee basiert auf dem gleichnamigen Roboter-Maulwurf aus dem Sci-Fi-Klassiker Weltraumbestien von Godzilla-Erfinder Ishiro Honda. M.O.G.E.R.A wurde zwar zum Kampf gegen Godzilla entwickelt, bekämpfte aber dann primär SpaceGodzilla in Godzilla gegen SpaceGodzilla. Spacegodzilla stammt aus dem Weltall hat aber die identische DNA mit Godzilla
  • Mothra, die Riesenmotte von der Insel Infant Island, gehört zu den populärsten Monstern der Godzilla-Reihe. Sie hatte ihr Debüt in ihrem eigenen Film Mothra bedroht die Welt, kam dann in zahlreichen Godzilla-Filmen vor und bekam letztendlich sogar ihre eigene kleine Fantasy-Trilogie. Mothra verfügt über die Fähigkeit zu fliegen und kann Laserstrahlen abschießen. Ihre stärkste Waffe ist der Goldstaub, mit dem sie Gegner lähmen kann. In einigen Filmen wird Mothra als Gottheit verehrt und als Beschützerin der Erde und ihres Ökosystems dargestellt.
  • Muto, eine insektoide Riesenmonstergattung, die ihren bisher einzigen Auftritt im amerikanischen Remake von 2014 hatten. Männliche Mutos sind viel kleiner als ihre weiblichen Artgenossen und verfügen über die Möglichkeit zu fliegen. Die weiblichen Mutos sind Landtiere und legen die Eier zur Fortpflanzung. Mutos ernähren sich von radioaktiver Strahlung und können zur Verteidigung einen elektromagnetischen Impuls freigeben, der alle elektrischen Geräte in ihrem Umkreis zum Stillstand bringen kann. Sie nutzen Ultraschallwellen als Paarungsruf. Muto steht für "Massive Unidentified Terrestrial Organism", übersetzt bedeutet das soviel wie "Gigantische unidentifizierte irdische Lebensform".
  • Odako (Giant Octopus), ein riesiger Oktopus, gegen den King Kong in Die Rückkehr des King Kong auf dessen Heimatinsel kämpfte. Dieses Monster ist das einzige Monster der Toho-Geschichte, welches mit der Stopmotion-Technik animiert wurde.
  • Orga ist ein Alien-Monster, das von einem UFO aus Godzillas Zellen erzeugt wurde. Dies geschah in Godzilla 2000: Millennium.
  • Owashi (Giant Condor), ein riesiger Kondor, auf den Godzilla in Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer traf.
  • Rodan auf dem Filmplakat von Sora no Daikaijū Radon von 1956
    Rodan, im japanischen Original bekannt als Radon, ist ein gigantischer Pteranodon. Er trat erstmals in seinem eigenen Film, Rodan – Die fliegenden Monster von Osaka, auf. Er gehört mit zu den bekanntesten Kreaturen aus dem Toho-Universum.
  • Shokkiras, ein riesiger Parasit (ähnlich einer riesigen Seelaus), der auf Godzillas schuppiger Haut lebt. Seinen einzigen Auftritt hatte er in Godzilla - Die Rückkehr des Monsters aus dem Jahr 1984.
  • SpaceGodzilla, ein Weltraummonster, das aus Godzilla-Zellen, die durch Mothra und/oder Biollante ins All getragen wurden und dort der Strahlung von Schwarzen Löchern ausgesetzt waren, entstanden ist. Er tritt gegen seinen genetischen Vater in Godzilla gegen SpaceGodzilla an.
  • Titanosaurus, ein prähistorisches Seeungeheuer, das wie ein überdimensionales Seepferd auf zwei Beinen aussieht und einen elefantenartigen Schrei von sich gibt. Unter dem Synonym Konga bekämpft er Godzilla zusammen mit King Kong (MechaGodzilla) und die Menschheit in Die Brut des Teufels: Konga, Godzilla, King Kong, wo er vom rachsüchtig Wissenschaftler Dr. Mafune, seiner Tochter und Bewohnern vom Black-Hole-Planeten kontrolliert wird. Der Titanosaurier hat an seiner Schwanzspitze einen ausklappbaren Fächer, mit dem er Orkanböen auslösen kann.
  • Varan, eine prähistorische Riesenechse, die an den Körperseiten Flughäute besitzt. Seinen ersten Auftritt hatte das Monster in seinem eigenen Film: Varan – The Unbelievable von 1958. Einen kurzen Auftritt hatte er in Frankenstein und die Monster aus dem All.
  • Zilla, so wird der Emmerich-Godzilla in dem Film Godzilla: Final Wars genannt. Im selbigen wird er auch von Godzilla vernichtet. Das Monster besitzt auch den Spitznamen GINO (Godzilla in Name only), welcher ihm von den Fans spöttisch verliehen wurde, weil sie mit dem Monster aus dem Film von Roland Emmerich sehr unzufrieden waren und nicht als Teil der Reihe akzeptieren. Das Monster ist eine mutierte Leguanart und trotz seiner Größe sehr agil. Zilla kann einen heißen Atem ausspeien, der leicht entflammbar ist. Zillas Art ist asexuell und wird trächtig geboren.

Filmografie

Musik

Die US-amerikanische Rockband Blue Öyster Cult verarbeitete den Godzilla-Stoff in dem gleichnamigen Song, erschienen 1977 auf dem Album Spectres. Die spätere Live-Version auf Extraterrestrial Live (1982) wurde um ein Intro erweitert, worin die Godzilla-Story hörspielartig nacherzählt wird. Der Song zählt zu den Klassikern der Band.

Der Song Simon Says von Pharoahe Monch ist ein Hip-Hop Remix eines Godzilla Soundtracks.

Die 1984 gegründete brasilianische Metal Band Sepultura, veröffentlichte im September 1993 auf Ihrem Album "Chaos A.D." einen Song namens "Biotech is Godzilla"

Die Britische Band Lostprophets veröffentlichte den Song We Are Godzilla, You Are Japan in ihrem zweiten Album Start Something.

Die 1996 gegründete französische Band Gojira hieß ursprünglich Godzilla, benannte sich später aber nach dem japanischen Originalnamen um.

Die US-amerikanische Punk Band, Groovie Ghoulies veröffentlichte 2002 einen Song namens Hats Off To You (Godzilla) als Reverenz an Godzilla.

Der US-amerikanische Künstler Doctor Steel veröffentlichte ebenfalls im Jahr 2002 den Song Atomic Superstar über Godzilla in seinem Album People of Earth.

2003 erschien im Album Hai der Band The Creatures ein japanischer Song den sie Godzilla widmeten, der Name des Songs war Godzilla!

Es existieren mindestens 4 Original Film-Soundtracks zu den Godzilla-Filmen:
The Best Of Godzilla Vol.1 (1954–1975), GNP Crescendo Records, GNPD 8055 (1998)
The Best Of Godzilla Vol.2 (1984–1995), GNP Crescendo Records, GNPD 8056 (1998)
The Best of Godzilla – Then (1954–1975), Silva Screen Records, FILMCD 201 (1998)
The Best of Godzilla – Now (1984–1995), Silva Screen Records, FILMCD 202 (1998)

Literatur

  • Detlef Claus: Asiatische Monster und Science Fiction Filme. Belleville, München 2011, ISBN 978-3-943157-04-8.
  • Jörg Buttgereit: Japan – Die Monsterinsel. Godzilla, Gamera, Frankenstein & Co. Schmitz, Berlin 2006, ISBN 3-927795-44-5.
  • Rolf Giesen, Detlef Claus: Godzilla – Gamera – Gappa. Die Geschichte der japanischen Monsterfilme. Japans Urwelt-Giganten in deutschen Kinos, eine Dokumentation. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-165-6.
  • Jörg Buttgereit: Monster aus Japan greifen an. Godzilla, Gamera & Co. Belleville, München 1998, ISBN 3-923646-73-9.
  • Gernot Gricksch: Godzilla. Von Japan bis Hollywood: Alles über das berühmteste Monster der Filmgeschichte (= Heyne-Bücher 01, Heyne allgemeine Reihe 20007). Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München 1998, ISBN 3-453-13836-8.
  • Jens Hauser: Godzilla. Die unglaubliche Erfolgsstory eines Kultmonsters. Droemer Knaur, München 1998, ISBN 3-426-61110-4.
  • Thomas Sieck, Peter Leveringhaus: Godzilla & Co. Der inoffizielle Guide zum Anführer der grossen Kinomonster. Bertler + Lieber Verlag, München 1998, ISBN 3-9804272-4-2.
  • Georg Seeßlen: Vom großen Zerstörer zum großen Freund – die japanischen Godzilla-Filme. In: epd Film, 8/98.
  • Rolf Giesen: Godzilla, Gamera u. Co. In: Vampir, 4/Juli 1973.

Weblinks

 Commons: Godzilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Steve Ryfle. Japan's Favorite Mon-Star. ECW Press, 1998, Seite 22
  2. Mick Broderick: Hibakusha Cinema, London 1996.
  3. Florian Coulmas: Die Geburt Godzillas aus dem Geiste eines Nuklearunfalls. Das Monster aus dem Meer, in: Neue Zürcher Zeitung vom 21. Februar 2014.
  4. Moviejones.de: Godzilla gegen andere Monster