Goebbels und Geduldig

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Filmdaten
Deutscher Titel Goebbels und Geduldig
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2002
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Kai Wessel
Drehbuch Peter Steinbach
Produktion Dietrich Mack
Bettina Ricklefs
Musik Ralf Wienrich
Kamera Rudolf Blaháček
Schnitt Bernd Lorbiecki
Besetzung

Goebbels und Geduldig ist ein Fernsehfilm über die NS-Führungsriege im nationalsozialistischen Deutschland aus dem Jahr 2000. Der Film wurde aufgrund seiner Thematik zunächst zurückgehalten und erst am 20. November 2002 im ARD-Programm gezeigt.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Reichspropagandaminister Goebbels überlebt ein Attentat auf seine Person, hinter dem er den Reichsführer-SS Himmler vermutet, der auch einen Doppelgänger von Goebbels, den Juden Harry Geduldig, seit Jahren auf einer Festung gefangen halten lässt. Goebbels vermutet nun, dass Himmler ihn ersetzen lassen will. Er begibt sich in das Gefängnis, um seinen Doppelgänger zu erschießen, was allerdings auf Grund seiner ungeladenen Waffe nicht gelingt. Wütend bleiben nur Goebbels und Geduldig im Raum, wonach es zu einer Verwechslung der beiden kommt.

Im Umfeld des Reichsministers hegt keiner einen Verdacht, nur Adjutant Brenneisen ist zunächst unsicher, lässt sich aber vom Fotografen Hoffmann, der angeblich einen Juden auf 100 Meter Entfernung riechen könne, von Geduldigs "Echtheit" überzeugen. Bei einem Besuch auf dem Obersalzberg schöpft auch Hitler persönlich keinen Verdacht. Lediglich Magda Goebbels errät, was geschehen ist, und will Geduldig dazu zwingen, zurück in das Gefängnis zu fahren und ihren dort inhaftierten Ehemann zu ermorden. Auf der Fahrt dorthin wird Geduldig allerdings Opfer eines Attentats. Harry Geduldig ist sofort tot. Um den Anschlag zu vertuschen, wird der echte Joseph Goebbels, den die Eingeweihten für den Doppelgänger halten, aus der Burg geholt und wieder in sein Amt als Reichspropagandaminister eingesetzt.

Kritik[Bearbeiten]

„Weitgehend überzeugende Komödie in guter Besetzung, die mit den Schrecken der Vergangenheit ihren erhellenden Scherz treibt und dabei mit einigen deutschen Tabus bricht.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Nach einem Drehbuch von Peter Steinbach inszenierte Kai Wessel eine brillante Politsatire, die das Thema von Charlie Chaplins "Der große Diktator" gekonnt variiert. Besonders gut: Ulrich Mühe in der Titel gebenden Doppelrolle.“

Prisma[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Goebbels und Geduldig im Lexikon des Internationalen Films
  2. Goebbels und Geduldig, prisma.de