Goedereede

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Goedereede
Flagge des Ortes Goedereede
Flagge
Wappen des Ortes Goedereede
Wappen
Provinz Südholland
Bürgermeister Ger van de Velde-de Wilde (VVD)
Fläche
 – Land
 – Wasser
153,85 km²
71,18 km²
82,67 km²
Einwohner 11.375 (1. Januar 2012)
Koordinaten 51° 49′ N, 3° 59′ O51.8187233.9778880555556Koordinaten: 51° 49′ N, 3° 59′ O
Bedeutender Verkehrsweg N57
Vorwahl 0187
Postleitzahlen 3250–3253
Website www.goedereede.nl
Lage von Goedereede in den Niederlanden

Goedereede ( anhören?/i) war eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Südholland, mit 11375 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012)[1]. Sie gehört seit dem 1. Januar 2013 zur Gemeinde Goeree-Overflakkee. Die Gesamtfläche des Ortes beträgt ca. 154 km².

Orte[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasste die folgenden Orte:

  • die Kleinstadt Goedereede (etwa 2000 Einwohner), wo sich die Gemeindeverwaltung befindet
  • das Fischerdorf Stellendam (etwa 3500 Einwohner)
  • das Touristen- und Fischerdorf Ouddorp (etwa 6000 Einwohner)
  • der Weiler Havenhoofd (etwa 400 Einwohner)
  • der Weiler Oostdijk

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde liegt im Nordwesten der Insel Goeree-Overflakkee. Der Haringvlietdamm verbindet sie mit dem Festland. Über diesen Damm führt eine zum Teil als Autobahn gebaute Straße nach Vlaardingen und Rotterdam.

Ouddorp hat Bedeutung als Touristenziel: Ouddorp und Stellendam sind auch Fischerdörfer (neuer Fischereihafen am Haringvlietdamm). Weiter wird Gartenbau betrieben (Gewinnung von Blumensaat).

Geschichte[Bearbeiten]

Windmühle im Fischerdorf Stellendam
Blick auf den Ortskern von Goedereede
Landschaft bei Ouddorp mit dem Leuchtturm im Hintergrund

Schon im 3. Jahrhundert war das Gebiet der heutigen Gemeinde von den Römern besiedelt. Vermutlich um 900 entstand das Dorf Ouddorp, auf der damaligen Insel Westvoorne. Goedereede (= gute Reede) wurde im 13. Jahrhundert ein bedeutender Hafen- und Fischereiort. Es erhielt 1312 das Stadtrecht und 1331 das Marktrecht. Goedereede wurde aber oft durch Katastrophen heimgesucht. Eine Heeresbande verwüstete es 1418; ein Stadtbrand 1482; Flutkatastrophen gab es 1421 (St. Elisabethflut), 1530, 1570, 1618 und schließlich am 1. Februar 1953. Der Verfall wurde durch die Versandung des Hafens ab etwa 1500 noch beschleunigt.

Ouddorp hatte von 1860 bis 1973 einen bedeutenden Fischereihafen.

Stellendam entstand um 1800 als neu gegründetes Fischerdorf.

Sehenswürdigkeiten/Touristik[Bearbeiten]

  • Wassersport im und am durch den Brouwersdam von der Nordsee getrennten Seearm Grevelingen; viele Campingplätze; Jachthafen an der Südküste
  • an der Nordseite ein ruhiger Nordseestrand (sehr schönes Naturschutzgebiet „De Kwade Hoek“).
  • das Naturschutzgebiet „Westduinen“, wo es noch Orchideen gibt; im Sommer veranstaltet der Fremdenverkehrsverein (VVV) Wanderungen unter Führung hierher
  • der Leuchtturm von Ouddorp (1948 erbaut)
  • schöne mittelalterliche Kirchtürme in Ouddorp (1348) und der Catharinakerk Goedereede (1512 erbaut)
  • malerische Giebelhäuser am Marktplatz von Goedereede
  • man kann über schmale, winklige Wege schöne Wanderungen und Radtouren machen, u. a. entlang den alten Herrenhäusern und Großbauernhöfen aus dem 17. Jahrhundert.
  • die Museumsbahn RTM Ouddorp

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goedereede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstatistik, 17. April 2012 (Niederländisch) Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande