Goethe-Institut Villa Kamogawa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Goethe-Institut Villa Kamogawa (jap. ゲーテ・インスティトゥート・ヴィラ鴨川, Gēte Insutitūto Vira Kamogawa) ist eine deutsche Kultureinrichtung in Kyōto, Japan. Sie ist nach dem gleichnamigen Fluss Kamo benannt und steht unter der Leitung von Marcus Hernig.

Überblick[Bearbeiten]

Die Villa wird vom deutschen Goethe-Institut getragen und mit Mitteln aus dem Etat des Auswärtigen Amtes gefördert. Sie soll jährlich zwölf Künstlern einen je dreimonatigen Aufenthalt in Japan und die Auseinandersetzung mit dem Land ermöglichen. Die Stipendiaten können aus vielen Bereichen künstlerischen Wirkens stammen: Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik, Film sowie Kulturtheorie und Kulturkritik. Sie erhalten einen Reisekostenzuschuss, freie Unterkunft, einen einwöchigen Japanisch-Kurs sowie 2.500 Euro monatlich.

Das Goethe-Institut bietet seit vielen Jahren in der alten Kaiserstadt Deutschkurse an. Im Oktober 2010 wurde das Gebäude umgebaut, Wohnungen, ein Café, eine Bibliothek und ein kleiner Kinosaal geschaffen. Das Gebäude der Villa Kamogawa liegt zwischen Kaiserpalast und Kyōto-Universität und befindet sich seit 1983 im Eigentum der deutschen Bundesregierung. Europäischer Kooperationspartner am Ort ist die 1992 eröffnete französische Villa Kujoyama.

Ähnliche Einrichtungen sind etwa die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, die Villa Aurora in Los Angeles oder die wesentlich ältere französische Einrichtung Villa Medici in Rom.

Die Villa wurde am 26. Oktober 2011 anlässlich 150 Jahren deutsch-japanischer Beziehungen[1] durch Bundespräsident Christian Wulff eröffnet.[2][3]

Die erste Stipendiatin war ab April 2011 Lucy Fricke[4].

Stipendiaten[Bearbeiten]

  • Kota Ezawa, 2013
  • Volker Sattel, 2013
  • Stefanie Gaus, 2013
  • Sascha Weidner, 2013
  • Anke Haarmann, 2013
  • Matthias Hoch, 2013
  • Anne Kathrin Greiner, 2014

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angaben auf der Seite des Auswärtigen Amtes, abgerufen am 24. Oktober 2011
  2. Daniel Friedrich Sturm: Fern der Heimat – und doch irgendwie zu Hause., welt.de vom 24. Oktober 2011, abgerufen am 24. Oktober 2011
  3. Meldung auf focus.de vom 26. Oktober 2011, abgerufen am 26. Oktober 2011
  4. Susanne Führer: Interview mit dem Leiter der Villa, Marcus Hernig, auf dradio.de vom 27. September 2011, abgerufen am 24. Oktober 2011

35.02285135.77265Koordinaten: 35° 1′ 22,3″ N, 135° 46′ 21,5″ O