Gold-Fingerkraut

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Gold-Fingerkraut
Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea)

Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Fingerkräuter (Potentilla)
Art: Gold-Fingerkraut
Wissenschaftlicher Name
Potentilla aurea
L.

Das Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Fingerkräuter (Potentilla) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Blüten mit deutlichen Saftmalen auf den Kronblättern

Das Gold-Fingerkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 5 bis 35 Zentimetern erreicht. Der bogig aufsteigende und verzweigte Stängel ist anliegend behaart und reich beblättert. Die lang gestielten Grundblätter sind fünfzählig gefingert. Die Blattoberseite ist glänzend grün, unterseits Nerven. Der Blattrand ist seidig behaart.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Es werden nur wenige Blüten je Pflanze gebildet. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 15 bis 20 Millimetern radiärsymmetrisch. Der Kelch sowie der Außenkelch sind gleich lang. Die goldgelben Kronblätter sind verkehrt-herzförmig, leicht ausgerandet und am Grund befindet sich ein orangefarbener Fleck (Saftmal). Es sind etwa 20 Staubblätter vorhanden.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen. Die Fortpflanzung erfolgt auf dem Weg der Amphimixis.[1][2]

Die Früchtchen werden durch Endozoochorie ausgebreitet.[1][2]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Gold-Fingerkrautes umfasst die Alpen sowie die Gebirge Süd- und Mitteleuropas in Höhenlagen zwischen 1300 bis 3200 Metern. Es kommt in Mitteleuropa im Feldberggebiet im Südschwarzwald, in den Alpen und im Schweizer Jura zerstreut vor, und es tritt dort oft in lockeren, individuenreichen Beständen auf; in den Vogesen kommt es vereinzelt vor.[1][2]

Es gedeiht am besten auf trockenen, nährstoffarmen und etwas sauren, humusreichen Lehmböden.[1][2] Es besiedelt in Mitteleuropa alpine Matten und Weiden, auch an Standorten mit langer Schneebedeckung; es geht aber auch ins Legförengebüsch.[1][2]

Besonders reiche Bestände findet man auf extensiv genutzten Weiden, weil die Samen des Gold-Fingerkrauts durch Viehkot ausgebreitet werden.[1][2]

Heilpflanze[Bearbeiten]

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Das Gold-Fingerkraut ist eine alte Heilpflanze. Der Tee wird gegen Durchfall verwendet. Es gilt in der Volksmedizin heute noch als sicheres Mittel gegen Zuckerkrankheit, auch krampflösendes Mittel für Magen-Darm-Trakt und bei Muskelkrämpfen. Als Gurgelwasser bei Halsentzündung und Zahnfleischbluten und als Badezusatz für schlecht heilende, infizierte Wunden.

Enthält vor allem Gerbsäure, Glykoside, Tormentol, ätherische Öle, Gummi, Stärke und Harz.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 3: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Rosidae): Droseraceae bis Fabaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-3314-8.
  2. a b c d e f  Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Bände 1–5, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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