Gold Coast (Australien)

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Gold Coast
Q1 building GoldCoast.jpg
Skyline (2005)
Staat: Australien Australien
Bundesstaat: Flag of Queensland.svg Queensland
Gegründet: 1959
Koordinaten: 28° 1′ S, 153° 24′ O-28.016666666667153.4Koordinaten: 28° 1′ S, 153° 24′ O
Fläche: 1.402 km²
 
Einwohner: 527.660 (2006) [1]
Bevölkerungsdichte: 376 Einwohner je km²
 
Zeitzone: AEST (UTC+10)
Postleitzahl: 4210 - 4230
 
LGA: Gold Coast City
Website:
Gold Coast (Queensland)
Gold Coast
Gold Coast
Gold Coast mit Strand

Gold Coast ist eine Stadt an der Südostküste von Queensland in Australien, ca. 70 km südlich von Brisbane. Sie hat sich im Laufe von 50 Jahren aus einer losen Ansammlung kleinerer Orte zur zweitgrößten Stadt Queenslands mit knapp 600.000 Einwohnern (Stand 2012) entwickelt. Sie ist Australiens sechstgrößte Stadt und Australiens größte Touristengegend.

Der „South Coast Town Council“ benannte sich 1958 in „Gold Coast Town Council“ um, und am 16. Mai 1959 wurde er von Queensland offiziell zur Großstadt Gold Coast erklärt.

Das subtropische Klima, die attraktiven Sandstrände (57 km), die oft von Surfern genutzt werden, und das Marketing haben Millionen von australischen und internationalen Touristen angelockt, und eine große Industrie ist entstanden, um dies zu unterstützen. In manchen Teilen – vor allem um Surfers Paradise – ist der schmale Küstenstreifen deshalb voller Nachtklubs, Hotels, Apartments und Touristen-Läden, was der Gold Coast lange ein billiges Image verliehen hat. Wie die Küste des US-Bundesstaats Florida zieht die Gegend viele Rentner an. Das Bild der Stadt selbst ist geprägt von zahllosen künstlichen Kanälen und Inseln.

Dank der neuen Verbindung zur Landeshauptstadt Brisbane durch den Pacific Motorway, der im Jahr 2000 nach drei Jahren Bauzeit mit knapp einer Milliarde australische Dollar Baukosten erweitert wurde, wird die Gold Coast jetzt von zwei größeren Flughäfen bedient, dem rund 100 km entfernten Brisbane International Airport, und dem Flughafen Gold Coast in Coolangatta am südlichen Ende. Außerdem ist Coolangatta der Endbahnhof der Strecke Casino-Coolangatta. In Casino erhält man Anschluss an die Hauptstrecke BrisbaneSydney. Eine Straßenbahnlinie mit einer Länge von 13 Kilometern wurde im Juni 2014 in Betrieb genommen. Sie verbindet die Küstenabschnitte und Stadtzentren in Queenslands Süden miteinander – Main Beach, Surfers Paradise und Broadbeach. Insgesamt gibt es auf der Strecke zwischen dem Gold Coast University Hospital, Southport und Broadbeach South 16 Haltestellen.[2]

Im Ortsteil Surfers Paradise steht der derzeit höchste Wolkenkratzer der Südhalbkugel, der Q1 Tower. Im Ortsteil Robina liegt der Campus der ersten Privatuniversität Australiens, der Bond University, in Southport der Campus der Griffith University.

Vom 4. bis 15. April 2018 werden in Gold Coast die Commonwealth Games ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region der Gold Coast wurde schon vor über 23.000 Jahren von den Yugambeh People beheimatet. 1770 sichtete James Cook als erster Europäer den Küstenabschnitt. 53 Jahre später begann die Besiedlung des fruchtbaren Gebiets. Dieses Ereignis ist auf die vorherigen Erkundungen und hochrangigen Beziehungen des Briten John Oxley zurückzuführen. Kurz darauf ließen sich Holzfäller, Fischer, Viehzüchter und Zuckerrohrbauern in der Region nieder. Mit der Gründung von Southport im Jahre 1875 etablierte sich der Tourismus. Einen regelrechten Touristenboom erfuhr die Gold Coast 1925, nachdem mehrere Hotels sowie eine gute Infrastruktur errichtet wurden. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Gold Coast als Erholungsort für hier stationierte U.S.-amerikanische Soldaten. In den 60er Jahren begann man mit dem Bau der ersten Hochhäuser. Ein weiterer essentieller Schritt zur Förderung des Tourismus war die Eröffnung des Flughafens 1981 im Ortsteil Coolangatta. Es folgten zahlreiche Attraktionen, wie Freizeitparks, Grünanlagen, Einkaufszentren und Nachtklubs. Der Beginn des neuen Jahrtausends wurde von einer Hochkonjunktur im Immobiliensektor geprägt. Diese trug dazu bei, dass immer mehr Wolkenkratzer erbaut wurden. Neben der Touristenindustrie spielen heute Bildung, Technologie, Schifffahrt und Sport eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft der gesamten Region.[3]

Ortsteile[Bearbeiten]

Luftbild von Gold Coast, u.a. mit den Stadtteilen Mermaid Waters (links) und Broadbeach Waters (rechts), deutlich erkennbar: die vielen Kanäle
Strandsicht auf Gold Coast
  • Advancetown
  • Alberton
  • Arundel
  • Ashmore
  • Austinville
  • Bahrs Scrub
  • Bannockburn
  • Beenleigh
  • Belivah
  • Benowa
  • Bethania
  • Biggera Waters
  • Bilinga
  • Bonogin
  • Broadbeach
  • Broadbeach Waters
  • Bundall
  • Burleigh Heads
  • Burleigh Waters
  • Carrara
  • Cedar Creek
  • Clagiraba
  • Clear Island Waters
  • Coolangatta
  • Coombabah
  • Coomera
  • Currumbin
  • Currumbin Valley
  • Currumbin Waters
  • Eagleby
  • Edens Landing
  • Elanora
  • Ernest
  • Gaven
  • Gilberton
  • Gilston
  • Guanaba
  • Helensvale
  • Hollywell
  • Holmview
  • Hope Island
  • Jacobs Well
  • Kingsholme
  • Labrador
  • Lower Beechmont
  • Luscombe
  • Main Beach
  • Maudsland
  • Mermaid Beach
  • Mermaid Waters
  • Merrimac
  • Miami
  • Molendinar
  • Mt Nathan
  • Mt Warren Park
  • Mudgeeraba
  • Natural Bridge
  • Nerang
  • Neranwood
  • Norwell
  • Numinbah Valley
  • Ormeau
  • Oxenford
  • Palm Beach
  • Paradise Point
  • Parkwood
  • Pimpama
  • Reedy Creek
  • Robina
  • Runaway Bay
  • South Stradbroke Is
  • Southport
  • Springbrook
  • Stapylton
  • Steiglitz
  • Surfers Paradise
  • Tallai
  • Tallebudgera
  • Tallebudgera Valley
  • Tugun
  • Varsity Lakes
  • Upper Coomera
  • Waterford Holmview
  • Willowvale
  • Windaroo
  • Wolffdene
  • Wongawallen
  • Woongoolba
  • Worongary
  • Yatala

Klimatabelle[Bearbeiten]

Gold Coast
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
178
 
31
24
 
 
188
 
29
24
 
 
203
 
29
20
 
 
137
 
28
19
 
 
131
 
25
15
 
 
94
 
24
15
 
 
76
 
23
12
 
 
55
 
22
14
 
 
59
 
23
14
 
 
86
 
25
15
 
 
104
 
27
17
 
 
132
 
30
21
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Bureau of Meteorology, Australia, Daten: 1881-2002[4]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Gold Coast
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 30,5 29,3 28,6 27,9 25,3 24,2 22,6 22,4 23,3 25,2 26,7 30,1 Ø 26,3
Min. Temperatur (°C) 24,3 23,5 20,2 18,5 15,4 14,6 12,2 13,8 14,1 15,0 17,4 21,2 Ø 17,5
Niederschlag (mm) 177,8 187,8 202,6 136,5 131,3 94,3 75,5 55,1 58,6 86,0 104,3 131,8 Σ 1.441,6
Regentage (d) 12,7 13,3 15,2 11,3 10,1 7,5 7,1 6,9 7,4 8,9 9,9 11,2 Σ 121,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
30,5
24,3
29,3
23,5
28,6
20,2
27,9
18,5
25,3
15,4
24,2
14,6
22,6
12,2
22,4
13,8
23,3
14,1
25,2
15,0
26,7
17,4
30,1
21,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
177,8
187,8
202,6
136,5
131,3
94,3
75,5
55,1
58,6
86,0
104,3
131,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Bureau of Meteorology, Australia, Daten: 1881-2002[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gold Coast, Australia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Australian Bureau of Statistics: Gold Coast-Tweed (QLD) (Statistical District) (Englisch) In: 2006 Census QuickStats. 25. Oktober 2007. Abgerufen am 6. Januar 2010.
  2. reisenexclusiv.com: Neue Straßenbahn an Australiens Gold Coast. Abgerufen am 12. August 2014.
  3. In-Australien.com: Gold Coast: Von Coolangatta bis Stradbroke Island. Abgerufen am 9. Mai 2014.
  4. Bureau of Meteorology, Australia: Klimainformationen Gold Coast. World Meteorological Organization, abgerufen am 6. April 2012.