Golden State Warriors

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Golden State Warriors
Logo der Golden State Warriors
Geschichte Philadelphia Warriors (1946–1962)
San Francisco Warriors (1962–1971)
Golden State Warriors (seit 1971)
Stadion Oracle Arena
Standort Oakland, Kalifornien
Vereinsfarben Blau, Gelb, Weiß
              
Liga NBA
Conference Western Conference
Division Pacific Division
Cheftrainer Mark Jackson
General Manager Larry Riley
Besitzer Peter Guber
Joe Lacob
Farmteams Santa Cruz Warriors
Meisterschaften 3 (1947, 1956, 1975)
Conferencetitel 6 (1947, 1948, 1956, 1964, 1967, 1975)
Divisiontitel 7 (1948, 1951, 1956, 1964, 1967, 1975, 1976)

Die Golden State Warriors sind eine Basketball-Mannschaft aus der US-amerikanischen Basketballliga NBA. Das Franchise ist im kalifornischen Oakland beheimatet. Der aktuelle Name bezieht sich auf den US-Bundesstaat Kalifornien, der in Anlehnung an den Goldrausch von 1849 „Golden State“ genannt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Der 1946 unter dem Namen Philadelphia Warriors von Eddie Gottlieb gegründete Club war eines der Gründungsmitglieder der National Basketball Association, zuerst Basketball Association of America (BAA) genannt. 1946/47 gewann das Team die erste offiziell ausgetragene Profi-Basketball Meisterschaft in den USA. 1961 verkaufte Gottlieb die Mannschaft an eine Investorengruppe aus San Francisco, woraufhin sie sich in San Francisco Warriors umbenannten. 1970 folgte schließlich der Umzug auf die andere Seite der San Francisco Bay, nach Oakland, und die Umbenennung in „Golden State Warriors“.

Nach einem erfolgreichen Abschnitt zu Beginn der 90er Jahre (nach den Spielern Tim Hardaway, Mitch Richmond und Chris Mullin als Run TMC Ära bezeichnet) galt das Franchise lange Zeit als eines der erfolglosesten der Liga. Das Team konnte sich von 1994 bis 2007 13 Spielzeiten lang nicht für die Playoffs qualifizieren – ein Rekord in der NBA. Seit 2004 ist Chris Mullin als General Manager tätig, der die gesteckten Ziele jedoch noch nicht erreichen konnte. Allerdings wird seine Tätigkeit bisher als erfolgreicher gesehen als die Arbeit seines Vorgängers Gary St. Jean, der von Fans als „schlechtester GM aller Zeiten“ angesehen wird.

In der Saison 2006/07 erreichten sie jedoch nach langer Zeit wieder die Playoffs, wo sie als Achtplatzierter auf die erstplatzierten Dallas Mavericks trafen. Die Mavericks galten aufgrund ihrer herausragenden Saison, in der sie mit 67 Siegen die erfolgreichste Mannschaft der NBA waren, als großer Favorit. Trotz allem setzten sich überraschend die Golden State Warriors dank glänzender kämpferischen Leistungen und der guten Taktik ihres Coaches Don Nelson mit 4:2 Siegen durch. Es war erst das dritte Mal in der Geschichte der NBA-Play-offs und das erste Mal seit Einführung der Best-of-Seven-Serien in der ersten Play-off-Runde, dass sich ein an Position Acht gesetztes Team gegen den Regular Season-Champ durchsetzen konnte. Allerdings schieden sie in der zweiten Runde gegen die Utah Jazz aus.

Das Team gewann in der Zeit, als es noch in Philadelphia beheimatet war zweimal die Meisterschaft, 1947 und 1956. Nach dem Umzug nach Kalifornien kam noch eine weitere hinzu, 1975, schon als Golden State Warriors.

Guard Stephen Curry

Im Juli 2010 wurde bekanntgegeben, dass der damalige Besitzer Chris Cohan das Team für einen Rekordbetrag von 450 Millionen US-Dollar an Joe Lacob und Peter Guber verkaufen will. Cohan hatte zuvor mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, und in den 15 Jahren, in denen er das Team besaß, erreichten die Warriors nur ein einziges Mal in der Saison 2006/07 die Playoffs. Laut Presse sei deswegen vor allem die geographische Lage des Teams für den hohen Kaufpreis ausschlaggebend gewesen. Die San Francisco Bay Area gilt mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern als einer der profitabelsten Basketballmärkte der USA.[1] Joe Lacob sagte nach dem Kauf, dass er mit seinem Partner plane, die Warriors zur alten Größe zurückzuführen und das Team um nicht weniger als den Titel kämpfen werde („It is our passion to return the Warriors to greatness and build nothing short of a championship organization that will make all of us in the Bay Area proud.“[2])

Im Mai 2012 erfolgte die Ankündigung, dass das Team ab 2017 in einer neuen Arena an der alten Heimstätte San Francisco spielen wird.[3]

In der Saison 2012/13 wurde als Sechster der Western Conference nach sechs Jahren und das zweite Mal überhaupt innerhalb von 19 Jahren wieder die Playoffs erreicht. Wichtigster Spieler mit über 20 Punkten pro Spiel und einem historischen NBA-Rekord von 272 Drei-Punkte-Würfen war Stephen Curry. In der ersten Runde der Playoffs trafen die Warriors auf die Denver Nuggets und konnten die Serie mit 4:2 für sich entscheiden. In der zweiten Runde trafen die Warriors auf die San Antonio Spurs. Gegen den Favoriten aus Texas mussten sich die Warriors schließlich mit 2:4 geschlagen geben.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Golden State Warriors in der Saison 2013/14 (Stand: 4. November 2013)
Spieler
Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info College
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Blake Guard 26.02.1980 191 cm Maryland
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andre Iguodala Forward 28.01.1984 198 cm Arizona
8 SerbienSerbien Nemanja Nedovic Guard 16.06.1991 191 cm R Serbien
1 SerbienSerbien Ognjen Kuzmic Center 16.05.1990 213 cm R Serbien
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Lee Forward 29.04.1983 206 cm Florida
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Klay Thompson Guard 08.02.1990 198 cm Washington State
12 AustralienAustralien Andrew Bogut Center 28.11.1984 213 cm Utah
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marreese Speights Forward 04.08.1987 208 cm Florida
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Draymond Green Forward 04.03.1990 201 cm Michigan State
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stephen Curry Guard 14.03.1988 191 cm Davidson
31 NigeriaNigeria Festus Ezeli Center 21.10.1989 211 cm Vanderbilt
40 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harrison Barnes Forward 30.03.1992 203 cm North Carolina
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jermaine O'Neal Center 13.10.1978 211 cm Eau Claire High School
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Jackson Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Pete Myers Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Darren Erman Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Scalabrine Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsey Hunter Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jerry DeGregorio Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Keke Lyles Co-Trainer für Spieler-Performance
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joe Boylan Co-Trainer für Spielerentwicklung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Johan Wang Athletiktrainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Drew Yoder Assistent des Atheltiktrainers
Legende
Abk. Bedeutung
Nr. Trikotnummer
Nat. Nationalität
C Mannschaftskapitän
R Rookie
IR Injured Reserve

Ehrungen und nennenswerte Leistungen[Bearbeiten]

Center Wilt Chamberlain im Trikot der Philadelphia 76ers und Center Nate Thurmond im Trikot der Warriors im Jahr 1966
Der ehemalige Forward der Warriors Antawn Jamison im Trikot der Washington Wizards
Guard Monta Ellis im Trikot der Warriors

Folgende Rückennummern von bedeutenden Warriors-Spielern (auch aus der Zeit in Philadelphia und San Francisco) werden nicht mehr vergeben[4] Bis auf Wilt Chamberlain wurden all diese Spieler in der Bay Area Sports Hall of Fame geehrt.

zurückgezogene Trikotnummern
Nr. Nat. Name Position Zeit
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wilt Chamberlain Center 1959–1965, davon 1959–1962 in Philadelphia
14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Meschery Forward 1961–1971, davon 1961/62 in Philadelphia
16 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Attles Guard
Trainer
Manager
1960–1971, davon 1960–1962 in Philadelphia
Trainer 1970–1983
danach im Management
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Mullin Forward 1985–1997, 2000/01
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rick Barry Forward 1965–1967, 1972–1978
42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nate Thurmond Center 1963–1974
Spieler der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame
Nat. Name Position Zeit
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paul Arizin Forward 1950–1962 in Philadelphia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rick Barry Forward 1966–1967, 1972–1978 in San Francisco/Golden State
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wilt Chamberlain Center 1959–1964 in Philadelphia/San Francisco
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joe Fulks Forward 1946–1954 in Philadelphia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Gola Forward-Guard 1955–1962 in Philadelphia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Neil Johnston Center 1951–1959 in Philadelphia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jerry Lucas Center 1969–1971 in San Francisco
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Mullin Forward 1985–1997
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Parish Center 1976–1980
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Phillip Guard 1950–1953
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nate Thurmond Center 1963–1974 in San Francisco/Golden State
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Gottlieb Gründer, erster Team-Besitzer 1946–1962
Bekannte ehemalige Spieler
Name aktueller Verein
Jamal Crawford Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Clippers
Baron Davis vereinslos
Monta Ellis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Mavericks
Tim Hardaway Karriere beendet
Antawn Jamison Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Clippers
Corey Maggette vereinslos
Šarūnas Marčiulionis Karriere beendet
Jason Richardson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philadelphia 76ers
Mitch Richmond Karriere beendet
Latrell Sprewell Karriere beendet
Nate Thurmond Karriere beendet
Ronny Turiaf Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Clippers
Nick Van Exel Karriere beendet
Chris Webber Karriere beendet

Spielstätten[Bearbeiten]

Die Oracle Arena bei einem Heimspiel der Warriors

Seit 1966 ist die Oracle Arena die Heimhalle der Golden State Warriors. Bei Heimspielen bietet die Arena 19 596 Zuschauern Platz. Einzig während der Renovierung der Oracle Arena von 1996 bis 1997 verließen die Warriors die Arena und absolvierten ihre Heimspiele im HP Pavilion im benachbarten San Jose.

Während ihrer Zeit in San Francisco waren das Bill Graham Civic Auditorium, das War Memorial Gymnasium und der Cow Palace die Heimspielorte der Warriors. Ab 2017 soll eine neu errichtete Arena in San Francisco die neue Heimhalle der Warriors werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Owner Chris Cohan agrees to sell Golden State Warriors for record $450M, ESPN
  2. Galatioto Sports Partners Secure Purchase Agreement, Website der Golden State Warriors
  3. Basketball Bamberg baut Führung aus, Golden State Warriors ziehen um, Spiegel Online, 22. Mai 2012
  4. Hanging From the Rafters, NBA.com – Liste aller zurückgezogenen Nummern der NBA-Teams

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Golden State Warriors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien