Goldenes Dachl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Goldenes Dachl
Nahansicht des Goldenen Dachls
Goldenes Dachl mit Umgebung

Das Goldene Dachl ist ein Gebäude mit spätgotischem Prunkerker in der Innsbrucker Altstadt und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Das Dach des Erkers wurde mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erbaut wurde das Gebäude 1420 als Residenz („Neuhof“) der Tiroler Landesfürsten. Aus Anlass der Zeitenwende (1500) fügte Niklas Türing der Ältere im Auftrag des deutschen Königs und späteren Kaisers Maximilian I. 1497/98–1500 den Prunkerker hinzu.

Jakob Hutter, Prediger der Täufer, wurde vor dem Goldenen Dachl am 25. Februar 1536 öffentlich lebendig verbrannt (während der Regierungszeit von Erzherzog Ferdinand, einem Enkel von Maximilian I.).

Reliefs am Erker zeigen Maximilian I. mit seinen beiden Gemahlinnen, Kanzler, Hofnarr, Moriskentänzer und Wappen (Originalreliefs im Tiroler Landesmuseum).

1996 wurde im Gebäude das Museum Maximilianeum eingerichtet, das nach umfangreichen Erweiterungs- und Sanierungsumbauten 2007 als Museum Goldenes Dachl neu eröffnet wurde.

Seit 2003 befindet sich im selben Gebäude auch das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention.

Das Goldene Dachl ist Namensgeber der Internationalen Golden Roof Challenge, einer jährlichen Leichtathletikveranstaltung, die direkt vor dem Gebäude ausgetragen wird.

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1960 brachte die Österreichische Post zu diesem Motiv eine Dauermarke der Briefmarkenserie Österreichische Baudenkmäler im Wert von 6,40 Schilling heraus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Herwig Brätz, Johanna Felmayer: Neues zum Goldenen Dachl. Innsbruck und seine verlorene Geschichte. Vorwort von Walter Klier, Monsenstein und Vannerdat, Münster 2006, 150 S., ISBN 978-3-86582-344-1.
  • Johanna Felmayer: Das Goldene Dachl in Innsbruck. Maximilians Traum vom Goldenen Zeitalter, Edition Tirol, Reith i. A. 1996, 156 S., 160 Abbildungen (größtenteils in Farbe und erstmals veröffentlicht), ISBN 3-85361-010-2 (Inhaltsangabe).
  • Peter Diem: Das Goldene Dachl und seine Symbolik. In: Die Symbole Österreichs. (Eintrag zu Goldenes Dachl in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online )

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goldenes Dachl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.26858333333311.393263888889Koordinaten: 47° 16′ 7″ N, 11° 23′ 36″ O