Goldisthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Goldisthal
Goldisthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Goldisthal hervorgehoben
50.51666666666711500Koordinaten: 50° 31′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Höhe: 500 m ü. NN
Fläche: 19,45 km²
Einwohner: 444 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98746
Vorwahl: 036781
Kfz-Kennzeichen: SON
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 006
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kirchweg 2
98724 Neuhaus am Rennweg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Andreas Girbardt (parteilos)
Lage der Gemeinde Goldisthal im Landkreis Sonneberg
Karte

Goldisthal ist eine Gemeinde in Thüringen im Landkreis Sonneberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort liegt im oberen Schwarzatal tief eingeschnitten im Thüringer Schiefergebirge. Goldisthal ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis Sonneberg. Der Ort liegt als einziger des Landkreises komplett nördlich des Rennsteiges. Goldisthal ist ein Straßendorf, welches sich 2 km im Schwarzatal hin zieht. Östlich des Ortes liegt der 843 Meter hohe Wurzelberg. Auf seiner Spitze liegt das Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Goldisthal. Das Unterbecken liegt im Schwarzatal oberhalb des Ortes. Westlich liegt der 842 Meter hohe Eselsberg, auf welchem sich die Rennsteigwarte befindet.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Katzhütte - Scheibe-Alsbach - Masserberg

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gemeinde wurde erstmals 1490 urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht auf den slawischen Bergnamen Koltsch zurück, 1718 schrieb man Golitzschthal. In Goldisthal wurde bis 1774 Goldbergbau betrieben, im 18. und 19. Jahrhundert gab es im Ort insbesondere Schneidmühlen. Bis 1920 gehörte Goldisthal zum Schwarzburg-Rudolstädter Amt Oberweißbach. Zwischen 1920 und 1952 gehörte der Ort zum Kreis Rudolstadt.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 60 Kriegsgefangene aus Russland und der Ukraine sowie 30 aus Frankreich im Sägewerk Berthold Langbein Zwangsarbeit verrichten. Im März 1945 wurden zwei sowjetische Gefangene bei einem Fluchtversuch erschossen. An sie erinnert ein Gedenkstein in der Ortsmitte.[2]

Von 1952 bis 1994 gehörte der Ort zum Kreis Neuhaus und seitdem zum Landkreis Sonneberg.

[Bearbeiten] Politik

Erfüllende Gemeinde für Goldisthal ist die Stadt Neuhaus am Rennweg.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Goldisthal besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • Feuerw.-G. 4 Sitze
  • Fr. d. AW 1 Sitz
  • MuFr.-G. 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Kirche in Goldisthal
Goldisthal vom Goldberg aus
Schild am Goldberg

Auf Grund der Lage in einem schmalen Tal waren in Goldisthal zu keiner Zeit größere Industrieansiedlungen möglich. Früher gab es Bergbau und das Mühlen- bzw. Hammergewerbe.

Oberhalb des Ortes auf dem Farmdenkopf in 869 m Höhe befindet sich der Obersee des Pumpspeicherwerk Goldisthal mit einem Fassungsvermögen von 12 Millionen Kubikmeter. 300 m unterhalb befindet sich der Untersee mit ca. 19 Millionen Kubikmeter Wasser.

[Bearbeiten] Verkehr

Goldisthal liegt an einer "Sackgasse". Die einzige Straße aus dem Ort führt nach Norden in Richtung Katzhütte. Früher gab es auch noch eine südliche Straße nach Scheibe-Alsbach, die jedoch 2001 dem Unterbecken des Pumpspeicherwerkes weichen musste. Es gibt jedoch eine Ersatzstraße die sogenannte Bergstraße die in Richtung Scheibe-Alsbach, Sonneberg/Coburg führt.


[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 283, ISBN 3-88864-343-0

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Goldisthal – Bilder, Videos und Audiodateien
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