Echinocactus grusonii

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Echinocactus grusonii
Echinocactus grusonii

Echinocactus grusonii

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Echinocactus
Art: Echinocactus grusonii
Wissenschaftlicher Name
Echinocactus grusonii
Hildm.
Blüten von Echinocactus grusonii

Echinocactus grusonii ist eine Pflanzenart in der Gattung Echinocactus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ehrt den deutschen Unternehmer und Kakteensammler Hermann Gruson.[1] Deutsche Trivialnamen sind „Goldkugelkaktus“ und „Schwiegermutterstuhl“. Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft sowie die Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde und die Schweizerischen Kakteen-Gesellschaft wählten Echinocactus grusonii 2008 zum „Kaktus des Jahres“.[2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Echinocactus grusonii wächst einzeln, selten sprossend. Die hellgrünen, kugeligen bis kurz zylindrischen Triebe werden 20 bis 130 Zentimeter hoch und 40 bis 80 Zentimeter im Durchmesser groß. Die Pflanzenkörper weisen 21 bis 37 Rippen auf. Die jungen Dornen sind goldgelb gefärbt und dunkeln im Alter nach. Die 3 bis 4 Mitteldornen sind gerade abstehend. Sie werden bis zu 5 Zentimeter lang. Die 8 bis 10 Randdornen sind etwas gespreizt und bis zu 3 Zentimeter lang.

Die gelben Blüten öffnen sich häufig nicht vollständig. Sie sind 4 bis 6 Zentimeter lang und 3 bis 5 Zentimeter im Durchmesser groß. Die Blüten erscheinen erst bei älteren Exemplaren. Die kugeligen etwas länglichen, grünlichen Früchte sind mit weißer Wolle bedeckt. Sie sind 1,2 bis 2 Zentimeter lang und enthalten glatte, glänzend braune Samen.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Echinocactus grusonii ist in den mexikanischen Bundesstaaten Hidalgo und Querétaro sehr lokal an steilen Hängen und Klippen verbreitet. Die Erstbeschreibung erfolgte 1886 durch Heinrich Hildmann.[3]

Echinocactus grusonii wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „Critically Endangered (CR)“, d.h. vom Aussterben bedroht eingestuft.[4] Das Habitat bei Zimapán in Querétaro ist durch den Bau der Zimapán-Talsperre, die den Río Moctezuma anstaut, fast vollständig zerstört worden.

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 99.
  2. 11. Dezember 2007: Echinocactus grusonii ist Kaktus des Jahres 2008
  3. H. Hildmann: In: Deutsche Garten-Zeitung. Wochenschrift für Gärtner und Gartenfreunde, Jg. 5, 1886, S. 27-28
  4. Echinocactus grusonii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Fitz Maurice, W.A. & Fitz Maurice, B., 2002. Abgerufen am 7. Januar 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echinocactus grusonii – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien