Golpar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Golpar
Golpar (Heracleum persicum)

Golpar (Heracleum persicum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Art: Golpar
Wissenschaftlicher Name
Heracleum persicum
Desf. + Fisch.
Heracleum persicum in der Blüte

Der Golpar (Heracleum persicum, persisch ‏گلپر‎) oder auch Persischer Bärenklau ist ein Bedecktsamer aus der Familie der Doldenblütler. Er wächst in feuchten Gebirgsregionen im Iran sowie in einigen angrenzenden Gebieten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verwendung

Die Samen werden als Gewürz in der persischen Küche verwendet. Die sehr dünnen, kleinen Samenkapseln haben einen aromatischen und leicht bitteren Geschmack. Es gibt sie meist in Pulverform zu kaufen; sie werden oft fälschlicherweise als "Angelica- oder Engelswurzsamen bezeichnet[1]." Mit dem Pulver würzt man Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte und Kartoffeln.[2] Golpar wird auch in Suppen und Eintöpfen verwendet oder als Salatdressing mit Essig und Granatapfelkernen, in den der frische Salat getunkt wird.[3] Beliebt ist auch die pure Variante des Würzens von Granatapfelkernen mit Golpar.

In der persischen Küche werden auch die Blütenblätter in Gewürzmischungen wie z.B. Advieh für Reis, Bohnengerichte und Huhn verwendet. Die Blätter und Blattstiele werden dabei gebeizt (bekannt als Golpar Toraei, persisch: ‏گلپر تورایی‎).

Golpar ist nur bedingt haltbar, denn es verliert seine Aromata recht schnell. Die Lagerung sollte dunkel und in trockener Umgebung erfolgen.[4]

[Bearbeiten] Ätherische Öle

Die Pflanze besitzt eine hohe Anzahl von ätherischen Ölen[5]:

  • Im unreifen Zustand sind die wichtigsten Bestandteile E-Anethol (47.0%), Terpinolen (20,0%), γ-Terpinen (11.6%) und Limonen (11,5%).
  • In voller Blüte ergeben sich folgende Werte: (E)-Anethol (60,2%), Terpinolen (11,3%) γ-Terpinen (7,1%).
  • Unter den 30 Verbindungen im Samenöl von H. persicum waren die wichtigsten Bestandteile Hexylbutyrat (22,5% bzw. 35,5%), Octylacetat (19% bzw. 27%) und Hexylisobutyrat (9,1% bzw. 3,2%)

[Bearbeiten] Medizinische Verwendung

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Pflanze wird erfolgreich gegen Blähungen und Magenschmerzen verwendet. Sie soll auch gegen Appetitlosigkeit helfen und zur Desinfektion der Mageninnenräume beitragen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kurzbeschreibung des Gewürzes
  2. Alice Arndt, Seasoning savvy: how to cook with herbs, spices, and other flavorings
  3. H.persicum - Beschreibung u. Verwendung (Persisch)
  4. Jila Dana-Haeri, Shahrzad Ghorashian, Jason Lowe, New Persian Cooking: A Fresh Approach to the Classic Cuisine of Iran
  5. Zusammensetzung der ätherischen Öle von H. persicum (Englisch)
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen