Gomer (Bibel)

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Gomer (גֹּמֶר) ist nach 1. Mose 10,2 der älteste Sohn Japhets. Unter den Söhnen Gomers findet sich Aschkenas, der mit den Skythen gleichgesetzt wird. Dhorme[1] hält es für unzweifelhaft, dass das biblische Gomer den assyrischen Gimirri (Gi-mir-ra-a-a) entspricht. Damit wären sie Herodots Kimmerern gleichzusetzen. Mittelalterlich wurden die Kimbern auch als Vorfahren der Briten mit Gomer verknüpft.

Gomer hatte gemäss der Bibel (Genesis 10,3) drei Söhne:

  • Ashkenaz
  • Riphath (in den Chroniken auch als Diphath bezeichnet)
  • Togarmah

Aschkenas wird ab dem Mittelalter in der jüdischen Tradition mit Deutschland verknüpft.

Nach Irischer Tradition wird Riphath für den Vorfahren der Kelten gehalten. Er soll unter seinem Bruder Ashkenaz gelebt haben. Sein Irischer Name soll Redpath, Ridpath oder Reidpath gewesen sein.

Togarmah (Hebr.: תּוגרמה/Togarmah ; Armenisch: Թորգոմ/T’orgom ; Georgian: თარგამოს/T’argamos; also Togarma) ist der dritte Sohn von Gomer und Enkel von Japheth, der Bruder von Ashkenaz und Riphat (Genesis 10:3). Er wird üblicherweise als Vorfahre von Völkern des Südkaukasus, speziell der Georgier gelegentlich auch Armenier gehalten.

Der jüdische Historiker Flavius Josephus (37 – c. 100 AD), und die Kirchenväter Hieronymus (c. 347 – 420 AD) und Isidor von Sevilla (c. 560 – 636 AD) betrachteten Togarmah als den Vater der Phrygier. Togarma (auch Takarama) wird üblicherweise mit den anatolischen Königreich namens Tegarama (hethitische Bezeichnung) und Til-Garimmu (Beth-Togarmah) als assyrische Bezeichnung gleichgesetzt, dieser hatte im Trubel um den Fall des assyrischen Königs Sargon II (ca. 705 AD) ein kleines Königreich etablieren können. Im „Chasarischen Königsbrief“ führt der chasarische König Joseph einen Sohn Togarmas namens „Kosar“ als Stammvater seines Volkes, den Chasaren an.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. E. Dhorme, Les Peuples issus de Japhet d'après le chapitre X de la Genèse. Syria 13/1, 1932, 30