Gondershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gondershausen
Gondershausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gondershausen hervorgehoben
50.1519444444447.4925371Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 13,45 km²
Einwohner: 1254 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 06745
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 043
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.ortsgemeinde-gondershausen.de
Ortsbürgermeister: Markus Landsrath
Lage der Ortsgemeinde Gondershausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Gondershausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an. Gondershausen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Gondershausen liegt im nordöstlichen Teil des Hunsrücks zwischen Baybachtal und Ehrbachtal im Norden und Süden, sowie Rhein und Mosel im Osten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Gondershausen schufen schon vor über 20.000 Jahren Menschen die Felsgravuren von Gondershausen. Diese zeigen drei Pferde und ein bisher noch unbestimmtes Tier und gelten als älteste bekannte Zeichnungen in Deutschland.[3]

Die erste Erwähnung (als Guntereshusen) erfolgte in einer Urkunde vom 13. Juni 897, in der König Zwentibold der Trierer Abtei St. Maximin bestätigt, was ihm sein Vater Kaiser Arnulf geschenkt hatte.[4] Der Besitz wurde vom rheinischen Pfalzgrafen, der als Klostervogt des Klosters eingesetzt war, entfremdet. Später ist Gondershausen und Umgebung als pfalzgräfliches Lehen im Besitz der Herren von Waldeck und Schöneck.

Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. In den Jahren 1820 bis 1830 und 1860 bis 1870 erfolgten Wellen der Auswanderung nach Amerika und ins Ruhrgebiet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Die Gemeinde Gondershausen wurde am 1. April 1969 nach Auflösung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Niedergondershausen (673 Einwohner) und Obergondershausen (465 Einwohner) neu gebildet.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gondershausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bei der Wahl im Jahr 2004 fand eine Mehrheitswahl statt.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In gespaltenem Schild vorne in Schwarz ein rotbewehrter, gezungter und gekrönter goldener Löwe, hinten in Silber ein schwarzer Bischofsstab belegt mit einer roten Mitra“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Gondershausen

Vereine[Bearbeiten]

Seit 1970 gibt es den Musikverein Gondershausen. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1930 gegründet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gondershausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  3. Yvonne Stock: Hunsrück: Erstmals Felsgravuren aus der Altsteinzeit in Deutschland entdeckt. spiegel.de, 5. Juli 2014, abgerufen am 3. Juli 2014.
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 207 (Urkunde 142)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 177
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen