Gondo

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Gondo, beim Aufbau nach dem Erdrutsch, erkennbar am blau eingehüllten Stockalperturm
Gondo (1914–1918)

Gondo (deutsch Ruden) ist ein Schweizer Bergdorf zwischen dem Simplonpass und der Schweizer Grenze zu Italien. Gondo gehört zur Gemeinde Zwischbergen (inoffiziell auch Zwischbergen-Gondo oder Gondo-Zwischbergen genannt). Ruden, der alte deutsche Name von Gondo, stammt aus dem indogermanischen Rudaz und bedeutet „Erz“.

Das Dorf wurde am 14. Oktober 2000 durch eine Hangmure stark in Mitleidenschaft gezogen und hatte 13 Todesopfer zu beklagen. In der Folge wurde es wieder aufgebaut und am 14. Oktober 2004 neu eingeweiht. Vor der Katastrophe 2000 hatte das Dorf über 120 Einwohner, 2007 lebten noch 80 Einwohner in Gondo. Die Schule musste 2007 nach Simplon-Dorf verlegt werden. Das Dorf lebt vor allem vom Durchgangsverkehr und dem Handel mit Tabak und Benzin. Dank des neu aufgebauten Stockalperturms, der Goldmine und den zahlreichen Wanderwegen besitzt das Dorf auch im Tourismus Möglichkeiten.

Geschichte[Bearbeiten]

In römischer Zeit wurde in der Gegend um Gondo, im Zwischbergental, nach Gold geschürft. Gefördert durch Kaspar Jodok von Stockalper erlebten die Goldminen Gondos in den Jahren 1660 bis 1691 eine Hochblüte. Am 17. Mai 1897 gingen die Minen jedoch in Konkurs und gerieten in Vergessenheit. Eine Analyse aus dem Jahr 1980 ergab, dass die Erze auch derzeit für einen industriellen Bergbau zu wenig Gold enthalten.

Dokumentationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gondo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.1961111111118.1394444444444Koordinaten: 46° 12′ N, 8° 8′ O; CH1903: 654098 / 116314