Gonystylus

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Gonystylus
Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
Gattung: Gonystylus
Wissenschaftlicher Name
Gonystylus
Teijsm. & Binn.
Gonystylus spp.

Gonystylus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae). Diese Gattung enthält etwa 30 Arten. Das Verbreitungsgebiet im südöstlichen Asien ist Indomalesien und umfasst Malaysia, Singapur, Indonesien, Brunei, die Philippinen und Papua-Neuguinea. Die höchste Artenzahl findet sich auf Borneo. Man findet sie überwiegend in Feuchtgebieten. Ramin ist der Handelsname des Holzes einiger Arten.[1] Für den malaysischen Bundesstaat Sarawak sind Raminhölzer das wichtigste Ausfuhrgut. Einige Arten sind im CITES Anhang III aufgeführt und in mindestens einem Land geschützt mit einer Handelskontrolle.

Beschreibung[Bearbeiten]

Gonystylus-Arten wachsen als aufrechte Sträucher oder mittelgroße Bäume. Die langsamwachsenden Bäume erreichen Wuchshöhen von etwa 30 Meter und Stammdurchmesser von etwa 60 bis 90 Zentimeter. Die astfreie Stammlänge beträgt bei ausgewachsenen Bäumen meist 18 Meter. Die Laubblätter sind wechselständig und zweizeilig oder fast gegenständig an den Zweigen angeordnet. Die Blattnerven verlaufen mehr oder weniger parallel.[2]

Die Blütenstände sind unterschiedlich aufgebaut. Es sind Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und becherförmig. Es sind vier bis fünf Kelchblätter vorhanden. Die Kronblätter sind zu einem Ring mit schuppenförmigen Anhängseln reduziert. Es sind 2 bis 80 Staubblätter vorhanden mit hufeisenförmigen Staubbeuteln. Die zwei bis acht Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Früchte enthalten ein bis fünf Samen.[2]

Holz[Bearbeiten]

Raminholz ist hell, mit einer regelmäßigen Struktur und einem geraden oder leicht gewellten Faserverlauf. Frisch geschnittenes Holz hat häufig einen unangenehmen Geruch, der aber nach dem Trocknungsprozess verflogen ist. Das Holz gleicht in seiner Festigkeit der Buche. Allerdings splittert es leichter und bricht bei zu hoher Belastung schneller. Raminholz wird für die Möbelherstellung sowie als Tischlerholz verwendet. Ein Teil wird zu Profilhölzern, Handgriffen, Spielzeug und anderen kleinen Werkstücken verarbeitet. Das Holz entwickelt, wenn es nass wird, erneut einen unangenehmen Geruch. Es ist daher nicht für Gegenstände geeignet, die leicht nass werden.[3]

Das Holz ist zerstreutporig. Das Kernholz und Splintholz ist gelb bis hell. Die Rohdichte beträgt 0,55 bis 0,57 g/cm³.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Der botanische Gattungsname Gonystylus wurde 1862 durch Johannes Elias Teijsmann & Simon Binnendijk in Botanische Zeitung, Berlin, 20(32), S. 265. veröffentlicht. Typusart ist Gonystylus miquelianus Teijsm. & Binn.. Ein Synonym für Gonystylus Teijsm. & Binn. ist Asclerum Tiegh.. Diese Gattung wurde früher auch in eine eigene Familie Gonystylaceae Tiegh. gestellt.

Die folgenden Arten gehören zur Gattung Gonystylus[4] (bei in der Roten Liste der IUCN aufgeführten Arten Angabe des Gefährdungsgrades - Vulneralble bedeutet gefährdet):[5]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt bei Handelshölzer von DELTA.
  2. a b Eintrag bei eFloras.
  3. Andrew Duncan, Gwen Rigby: Der Hobbytischler - Technik der Holzverarbeitung, Deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit der Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk, Orbis Verlag, München 1984, ISBN 3-572-00763-1
  4. Gonystylus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  5. Für Gefährdete Arten Gonystylus in Suchmaske eingeben bei IUCN Red List of Threatened Species.
  6. C.S.U.P.I.A.H. Tawan: A new species of Gonystylus (Thymelaeaceae) from Sarawak, Borneo in Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 130, Number 1, 1999 , S. 65-68.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gonystylus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien