Gonzalo de Borbón y Battenberg

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Infante Gonzalo von Spanien
Infante Gonzalo von Spanien

Don Gonzalo de Borbón y Battenberg KG, vollständiger Name Gonzalo Manuel Maria Bernardo Narciso Alfonso Mauricio de Borbón y Battenberg (* 24. Oktober 1914 in Madrid; † 13. August 1934 in Pörtschach am Wörther See) war Infant von Spanien und Onkel des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos I.

Leben[Bearbeiten]

Gonzalo war der fünfte Sohn von sieben Kindern des spanischen König Alfons XIII. (1886–1941) und seiner Frau Prinzessin Victoria Eugénie von Battenberg (1887–1969), Tochter des Prinzen Heinrich Moritz von Battenberg und der Prinzessin Beatrice von Großbritannien und Irland. Seine Großeltern väterlicherseits waren König Alfons XII. und dessen zweite Frau Erzherzogin Maria Christina von Österreich. Gonzalo und sein älterer Bruder Alfons Pius (1907–1938) litten an Hämophilie, da ihre Mutter, eine Enkelin der britischen Königin Victoria, Trägerin (Konduktorin) des fehlerhaften Gens war.

Am 14. April 1931 wurde in Madrid die Republik ausgerufen und sein Vater, König Alfons XIII., ging noch am selben Tag ohne formelle Abdankung ins Exil. Die königliche Familie ging zuerst nach Paris und kurz darauf nach Fontainebleau. Die Ehe seiner Eltern galt als unglücklich. Sein Vater hatte daraufhin Affären mit anderen Frauen und auch mehrere außereheliche Kinder. Ab 1933 lebten sie getrennt und Alfons zog mit seinen Schwestern, Beatrice Isabel und Maria Christina, nach Rom. Nachdem Gonzalo sein Abitur bestanden hatte studierte er 1933 Maschinenbau an der Katholischen Universität Löwen, anstatt an der Universität Complutense Madrid.

Im August 1934 verbrachte Infant Gonzalo zusammen mit seiner Familie die Sommerferien in der Villa des Grafen Ladislaus Hoyos in Pörtschach am Wörther See. Am Abend des 11. August war er zusammen mit seiner Schwester Beatrice Isabel mit dem Auto von Klagenfurt nach Pörtschach unterwegs. In der Nähe von Krumpendorf am Wörthersee musste seine Schwester, die am Steuer saß, einem Radfahrer ausweichen und fuhr mit dem Auto gegen eine Mauer. Weder sie noch Gonzalo schienen verletzt zu sein und kamen später in die Villa zurück. Wenige Stunden später stellten Ärzte bei Gonzalo schwere Bauchblutungen fest, eine Operation konnte aufgrund seines schwachen Herzens nicht vorgenommen werden. Zwei Tage später starb der erst 19-jährige Infant Gonzalo an seinen inneren Verletzungen und wurde danach auf dem Friedhof von Pörtschach bestattet. 1985 wurde sein Leichnam nach Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial umgebettet und ruht seither in der Krypta Pantheon der Infanten.

Titel und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold McNaughton: The Book of Kings: A Royal Genealogy, London (1973)
  • Alison Weir: Britain's Royal Family: A Complete Genealogy, London (1999)