Gonzen

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Gonzen
Der Gonzen

Der Gonzen

Höhe 1'830 m ü. M.
Lage Kanton St. Gallen, Schweiz
Gebirge Alpen
Geographische Lage (751546 / 214838)47.0672222222229.43388888888891830Koordinaten: 47° 4′ 2″ N, 9° 26′ 2″ O; CH1903: (751546 / 214838)
Gonzen (Schweiz)
DEC
Gonzen

Der Gonzen ist ein Berg im Kanton St. Gallen in der Schweiz, der Gipfel befindet sich auf 1'830 m ü. M.. Positioniert wie ein Felskeil zwischen Seez- und Rheintal. Ein exponierter und lohnender Aussichtsberg mit Blick über das Sarganserland und die umliegenden Bergketten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Panorama

Panorama Blick vom Internat Sonnenberg zum Gonzen u.a. Bergen


[Bearbeiten] Eisenbergwerk Gonzen

[Bearbeiten] Geschichte

In der Schweiz gibt es keine grossen Eisenerzvorkommen, was zur Folge hatte, dass die meisten Bergwerke nur kurze Zeit in Betrieb waren. Im Gegensatz dazu wurde am Gonzen spätestens seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung als Bergwerk 1396 Erz abgebaut. Bis zur Stilllegung des Eisenbergwerks 1966 sind etwa 2.7 Millionen Tonnen Erz gefördert worden. Im Berg befinden sich derzeit Stollen und Strecken mit einer Gesamtlänge von 90 km und die Abbaustellen erstreckten sich von 350 m bis auf 1'400 m ü. M. hinauf.

Ursprünglich wurde das Erz von oben her abgebaut, man musste zuerst auf den Berg hinauf und dann im Berg wieder hinunter. Das Erz wurde dann mit Schlitten auf steilen Wegen in die Eisenhütten ins Tal gebracht. 1920 wurde die 1800 m lange Seilbahn von Naus (Bergbausiedlung auf 1000 m) in die Talstation Malerva in Betrieb genommen. Das Erz wurde in Gondeln verladen, und in die Talstation Malerva in Sargans geschickt. Dort wurde es sortiert, gewaschen und dann in Züge verladen. Ende 1951 nahm man den Basisstollen auf 492 m ü. M. in Betrieb, dadurch wurde der Erzabbau via Naus überflüssig. Im gleichen Jahr legte man die Seilbahn still, heute steht nur noch die Talstation Malerva. 1966 wurde das Eisenbergwerk Gonzen stillgelegt.

Als man den Abbau von Eisenerz 1966 beendete wurden auch Geräte verkauft. Darunter die Wasserpumpen welche verhinderten, dass die unteren Gänge geflutet wurden. Heute sind die unteren Sohlen nicht mehr begehbar. Versuche von Tauchern, die gefluteten Strecken zu erkunden, scheiterten, da schon nach kurzer Zeit das Wasser sehr trüb wurde. Die 1919 gegründete Eisenberkwerk Gonzen AG welche zu je 49 Prozent den Konzernen Georg Fischer und Sulzer gehört, hat aber noch die Abbaulizenz.

Seit 1983 veranstaltet der Verein Pro Gonzenbergwerk Führungen durch einen Teil des Bergwerks und betreibt ein Restaurant und ein Museum im Berg.

Am 11. Oktober 2007 gab das Schweizer Unternehmen „Espros Photonics“ bekannt, dass sie eine Halbleiterfabrik im Innern des Gonzen erbauen wird. Als Grund wird hierbei angeführt, dass die für die elektronischen Bauteile schädlichen Erschütterungen im Berginnern des Gonzen verhältnismäßig klein sind und Tageslicht im Herstellungsprozess unerwünscht ist. Mit dem Bau der Anlage wurde im Juli 2008 begonnen.

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Literatur

  • Paul Hugger: Der Gonzen, 2000 Jahre Bergbau, Das Buch der Erinnerungen. Kant. Lehrmittelverlag SG, Rorschach 1991
  • Ulrich Ritter: Das Eisenbergwerk am Gonzen bei Sargans, in: Mitteilungen der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft Zürich, Band 21, 1920-1921, S. 5–34 (Digitalisat)

[Bearbeiten] Weblinks

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