Good Woman – Ein Sommer in Amalfi

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Filmdaten
Deutscher Titel Good Woman – Ein Sommer in Amalfi
Originaltitel A Good Woman
Produktionsland USA, GB, Spanien, Italien, Luxemburg
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK o. Al.
JMK uneingeschränkt[1]
Stab
Regie Mike Barker
Drehbuch Howard Himelstein
Produktion Jonathan English
Alan Greenspan
Howard Himelstein
Steven Siebert
Musik Richard G. Mitchell
Kamera Ben Seresin
Schnitt Neil Farrell
Besetzung

Good Woman – Ein Sommer in Amalfi (A Good Woman) ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 2004. Regie führte Mike Barker, das Drehbuch schrieb Howard Himelstein anhand des Theaterstücks Lady Windermere's Fan von Oscar Wilde aus dem Jahr 1892.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung spielt im Jahr 1930. Mrs. Erlynne hat sich in New York gesellschaftlich unmöglich gemacht und reist mit dem Erlös ihres verpfändeten Schmucks nach Amalfi. Dort hat sich gerade Lord Windermere mit seiner Frau Meg für die Saison niedergelassen. Lord Darlington, ein berüchtigter Playboy, lernt Meg zufällig in einem Geschäft kennen. Es stellt sich heraus, dass sich Windermere und Darlington aus London kennen.

Als die beiden mit Meg im Club essen gehen wollen, wird Windermere durch ein Telefongespräch abberufen. Er trifft sich mit Mrs. Erlynne. Später richtet er Mrs. Erlynne eine Wohnung ein und eröffnet ein Konto für sie. Darlington macht Meg Avancen; sie steht aber treu zu ihrem Mann. Meg lernt in einem Geschäft Mrs. Erlynne kennen, die gerade ein recht frivoles Kleid anprobiert. Mrs. Erlynne lernt im Club den reichen, zwei mal geschiedenen Tuppy kennen, der sogleich für sie entflammt. Windermeres laden zu Megs Geburtstag ein, zu dem Tuppy Mrs. Erlynne sehr zum Unwillen der Windermeres mitbringen will.

Darlington deutet Meg an, dass Windermere ein Verhältnis mit Mrs. Erlynne habe. Zufällig entdeckt Meg kurz vor der Geburtstagsparty, dass ihr Mann regelmäßig größere Geldbeträge an Mrs. Erlynne überweist. Dass er ihr nur bei Geldgeschäften behilflich sei, glaubt Meg ihm nicht mehr. Nebenbei erfährt der Zuschauer, dass Mrs. Erlynne die Mutter von Meg ist, die ihre Tochter als kleines Kind herzlos verlassen hat.

Auf der Party trägt Meg voller Empörung über die Untreue ihres Mannes das gleiche frivole Kleid, das Mrs. Erlynne im Laden anprobiert hatte. Mrs. Erlynne erscheint ebenfalls in diesem Kleid, was zu verschiedenen Verwechslungen und Komplikationen auf der Party beiträgt. Meg überredet Plumby, ihren Mann in den Club mitzunehmen, begibt sich selbst aber auf die Yacht, auf der Darlington lebt. Mrs. Erlynne hat inzwischen gehört, dass Windermere ein Verhältnis mit ihr haben soll und erkennt, dass Meg ihn deswegen mit Darlington betrügen will. Sie folgt Meg und stellt sie vergeblich auf der Yacht zur Rede, als die ganze Gesellschaft auf der Yacht erscheint, bevor die beiden Frauen diese verlassen können.

Mrs. Erlynne stellt die Situation dar, als habe sie Darlington erwartet, worauf Tuppy die bereits eingegangene Verlobung wieder löst. Windermere versöhnt sich wieder mit Meg, ohne wirklich mit der Information, dass Mrs. Erlynne ihre Mutter ist und Windermere nur erpresst hat, herauszurücken. Mrs. Erlynne erscheint, um einen Fächer Megs zurückzubringen. Sie will, obwohl Windermere sie warnt, Meg erzählen, dass sie ihre Mutter sei, womit sie sich von dem Vorwurf des Verhältnisses zu Megs Mann reinwaschen würde. Sie lässt aber, bevor sie dieses Geheimnis erzählt, Meg schwören, anderen nichts davon zu erzählen. Meg schwört „bei ihrer Mutter“, die sie für einen reinen Engel hält, also in falscher Erinnerung hat. Darauf erzählt Mrs. Erlynne nichts mehr davon.

Mrs. Erlynne wird von Windermere gezwungen, Amalfi zu verlassen. Die Windermeres sind also wieder versöhnt. Beim Verlassen der Amalfiküste mit dem Flugzeug stellt Mrs. Erlynne fest, dass Tuppy mitfliegt. Meg hat ihm eine abenteuerliche Geschichte erzählt, die die Ehre von Mrs. Erlynne in seinen Augen wiederherstellt.

So sind alle glücklich und zufrieden. Auch Mrs. Erlynne ist eine gute Frau (Good Woman), nur Lord Darlington ist von fraglicher Moral. Ihm wird aber verziehen, weil er gut Bridge spielt, wie Contessa Lucchino meint.

Kritiken[Bearbeiten]

Peter Travers schrieb in der Zeitschrift Rolling Stone vom 23. Januar 2006, die Qualität der Darstellungen – abgesehen von jener von Tom Wilkinson – befinde sich zwischen „amateurhaft“ und „entsetzlich“ („the acting ranges from amateurish to atrocious“). Das Spiel von Helen Hunt sei „unbarmherzig grausam“ gegenüber der Wildeschen Vorlage.[2]

Kenneth Turan schrieb in der Los Angeles Times vom 3. Februar 2006, der Film sei „gut gemeint“ und ein wenig unterhaltend. Beim Versuch, die Geschichte zu modernisieren, ginge einiges verloren, was das Theaterstück unvergesslich gemacht habe. Die Darstellung von Johansson wirke künstlich und nicht überzeugend; Hunt wirke fehlbesetzt.[3]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei eine „melancholische Komödie“. Sie lege „die sozialen Wurzeln“ des verfilmten Theaterstücks nicht bloß und fröne „als betuliches Ausstattungsstück eher dem rein Dekorativen“.[4]

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde in den italienischen Orten Amalfi, Atrani, Ravello, Rom und Sorrent gedreht.[5] Er hatte seine Weltpremiere am 15. September 2004 auf dem Toronto International Film Festival und wurde danach auf einigen anderen Filmfestivals vorgestellt.[6] Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 223.000 US-Dollar ein, in den britischen Kinos ca. 541.000 Pfund Sterling und in den spanischen ca. eine Million Euro.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. Filmkritik von Peter Travers, abgerufen am 9. Oktober 2007
  3. Filmkritik von Kenneth Turan, abgerufen am 9. Oktober 2007
  4. Good Woman – Ein Sommer in Amalfi im Lexikon des Internationalen Films
  5. Filming locations für A Good Woman, abgerufen am 9. Oktober 2007
  6. Premierendaten für A Good Woman, abgerufen am 9. Oktober 2007
  7. Box office/business für A Good Woman, abgerufen am 9. Oktober 2007