Liste von Google-Produkten

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Die Search Appliance auf der RSA Conference 2008 in San Francisco

Google bietet diverse Dienstleistungen an. Nach eigenen Angaben werden diese über den Verkauf von Werbeflächen im World Wide Web auf eigenen und angemieteten Flächen finanziert.[1] Bei den Diensten handelt es sich einerseits um die Suche in verschiedenen Datenquellen, andererseits um Lösungen zur Organisation der eigenen Daten. Häufig werden neue Einzeldienste ins Angebot aufgenommen, manchmal als Resultat von Unternehmenseinkäufen. Seit 2011 wurden allerdings einige weniger erfolgreiche Dienste eingestellt.[2]

Viele der webbasierten Produkte sind auch als mobile Version und über eine verschlüsselte Verbindung verfügbar. Des Weiteren werden manchmal Smartphone-Apps oder Browser-Erweiterungen angeboten. Bei den meisten Produkten können die Inhalte durch die Nutzung eines persönlichen Kontos individuell angepasst werden, bei anderen Diensten wie Mail oder Docs ist die Registrierung unumgänglich. Die folgende Übersicht listet nun die meisten Dienste jeweils in der Reihenfolge ihrer Entstehung auf.

Suchwerkzeuge[Bearbeiten]

  • Die Websuche durchsucht neben HTML-Seiten auch PDF-, PostScript- und Microsoft Office-Dateien sowie Flash-Elemente im World Wide Web. Der Suchalgorithmus PageRank bewertet dabei über 200 Faktoren,[3] beispielsweise die Linkpopularität oder öffentliche Informationen von sozialen Kontakten.[4] Weitere Funktionen sind Suggest mit automatischer Vervollständigung der Suchanfrage und Instant, wobei Suchergebnisse sofort beim Tippen jedes Buchstaben geliefert werden. Im Webprotokoll kann man einen Verlauf getätigter Suchanfragen einsehen; als Seitensuche in die eigene Website kann die Benutzerdefinierte Suche eingebunden werden.
  • Bilder in den Formaten Bitmap, GIF, JPG, PNG, WebP und SVG werden anhand des Kontexts gefunden, in dem sie verwendet werden. Ebenso kann man die Suche mit einem Bild starten, zu dem möglichst relevante Treffer angezeigt werden. Es existieren Filter nach Größe, Inhalt und Farbe.
  • Kunden können mit der Produktsuche Waren in verschiedenen Online-Shops finden sowie eine persönliche Einkaufsliste zusammenstellen und freigeben. Die nötigen Produktdaten geben Verkäufer in das Merchant Center ein, das auch bei AdWords oder Commerce Search zum Einsatz kommt.
  • Wissenschaftliche Texte können mit Scholar durchsucht werden. Der Suchdienst ermöglicht die Recherche in öffentlichen Fachzeitschriften und Artikeln.
  • Die Suchmaschine für Videos im Netz hat Filteroptionen für Länge und Qualität. Sie begann 2005 ursprünglich als Plattform, auf der Nutzer eigene Videos veröffentlichen konnten.
  • Patents macht die sieben Millionen[5] Patentschriften des United States Patent and Trademark Office durchsuchbar.
  • Die Suche Blogs findet und durchsucht Blogs. Gefundene Artikel können nach Zeiträumen eingeschränkt werden.
  • Goggles ist eine Smartphone-App, die mittels Bilderkennung Objekte wie Strich- und QR-Codes, Text, Sehenswürdigkeiten, Visitenkarten, Kunstwerke, Bücher, Produkte und Logos erkennt und relevante Informationen im Internet recherchiert.

Webanwendungen[Bearbeiten]

In diesem Abschnitt finden sich Dienste, die hauptsächlich über einen Browser nutzbar sind. Solche Anwendungen bezeichnet man als Webanwendungen.

Datenorganisation[Bearbeiten]

  • Mit Blogger kann man ein eigenes Blog betreiben und dieses mit verschiedene Formatierungsoptionen persönlich gestalten.
  • YouTube ist ein Videoportal, auf dem eigene Videos hochgeladen, Videos gesucht und angesehen werden können, bei YouTube Trends finden sich die populärsten. Die Uploads und Aktivitäten anderer Nutzer können über deren Kanäle abonniert werden.
  • Die Plattform Code dient zur Organisation und Veröffentlichung von Softwareprojekten und deren Quellcode.
  • Lesezeichen ist ein Dienst, mit dem Internetlesezeichen online gespeichert und verwaltet werden können.
  • In der Anwendung Kalender kann man Termine in verschiedenen Kalendern organisieren und diese bei Bedarf freigegeben. Des Weiteren wird eine kostenlose Erinnerung für Termine über SMS angeboten.
  • Drive ermöglicht mit Google Docs Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Bildschirmpräsentationen und Zeichnungen im Browser. Diese und beliebige andere Dateien können hochgeladen, online bearbeitet, freigegeben und gemeinsam editiert werden; Microsoft Office Dokumente können über Google Drive für Windows und Mac auch lokal bearbeitet und dann automatisch mit Drive synchronisiert werden. Des Weiteren besteht seit Mitte 2014 auch die Möglichkeit in Drive abgelegte Microsoft Office Dokumente über den Office Kompatibilitätsmodus direkt zu bearbeiten.[6] Für Entwickler werden Schnittstellen angeboten, wodurch auch andere Anwendungen ihre Daten ablegen können. Der Zugriff auf die kostenlosen 15 GB Speicher ist neben der Website auch über einen Mac-, Windows- oder Smartphone-Client möglich. Weiterer Speicherplatz kann kostenpflichtig hinzugebucht werden.
  • In den Picasa-Webalben, die auch in Google+ Fotos integriert wurden, können Fotos gespeichert, in Alben organisiert, freigegeben, bearbeitet und mit Effekten versehen werden. Eine Zuordnung von Personen, Ortsangaben, Tags, Kamera- und Lizenzinformationen für jedes Bild ist möglich.
  • Der Fotodienst Panoramio hat sich auf geografisch lokalisierte Bilder spezialisiert. Die Fotos der Nutzer werden nach einer Prüfung in Earth, Maps und Street View veröffentlicht.
  • FeedBurner hilft mit Aufrufstatistiken bei der Verwaltung eigener News Feeds. Den Artikeln können Werbung und Links zu diversen Social-Web-Angeboten hinzugefügt werden.
  • Mit Sites können eigene Webseiten erstellt und veröffentlicht werden. Hierzu besteht die Möglichkeit, die eigenen Seiten mittels vorgefertigter Elemente schnell aufzubauen.
  • Das mobile Bezahlsystem Wallet läuft über ein Mobiltelefon mit Near Field Communication und kann Kredit-, Kunden- und Geschenkkarten verwalten. Mit dem integrierten Offers werden nach Groupon-Art Rabatte und Gutscheine von einigen US-amerikanischen Partnern vermittelt.
  • Auf der Verkaufsplattform Play werden Android-Apps, Musik, Spielfilme und Bücher angeboten. Die Medien können mittels Streaming mit jedem internetfähigen Gerät konsumiert, bei Bedarf aber auch offline bereitgehalten werden.
  • Keep ist ein Dienst, der die Verwaltung von Text-, Sprach- und Bild-Notizen ermöglicht.

Kommunikation[Bearbeiten]

  • Zugang zum Usenet bietet Groups, mit einem umfangreichen Archiv von Newsgroup-Artikeln, welche bis 1981 zurückreichen. In den Beiträgen der verschiedensprachigen Diskussionsforen kann nach Begriffen und Autoren gesucht werden. Außerdem können eigene Gruppen eingerichtet werden, die über ein Webinterface oder als Mailingliste abonniert werden können.
  • Orkut ist ein soziales Netzwerk, das Konversationen und das Freigeben von Fotos, Videos und Nachrichten zwischen Freunden, Familienmitgliedern und Mitarbeitern ermöglicht. Es wurde zum 30. September 2014 eingestellt.
  • Der E-Mail-Dienst Gmail bietet viel Speicherplatz und eine Suchfunktion. E-Mails können mit Labels und Filtern organisiert werden, der Posteingang kann automatisch nach Wichtigkeit sortiert werden. Die Nachrichten kann man im Browser lesen oder per POP3 und IMAP mit dem eigenen E-Mail-Programm abholen. Des Weiteren ist ein Aufgabenplaner integriert, der mit dem Kalender interagiert.
  • Inbox by Gmail ist ein neues Produkt von Google zur Mail- und Aufgabenbearbeitung. Inbox bündelt eingehende Mails automatisch nach bestimmten Kategorien, wie z.B. Werbung, Reisen und Soziale Netzwerke. Im Gegensatz zu Gmail kann man in einer Oberfläche Mails und Erinnerungen verwalten und sich einmalig oder periodisch an bestimmte Mails oder Aufgaben erneut erinnern lassen. Obwohl sich das Produkt noch in der Betaphase befindet, ist bereits eine Android App verfügbar.[7]
  • Ihre Kontakte können Kontobesitzer gesondert verwalten. Auf sie kann dann zum Beispiel von Mail und Android zugegriffen werden.
  • Der Text-, Audio- und Videochat Talk ist in Mail, iGoogle, Google+ und Orkut integriert, kann aber auch mit externen Clients genutzt werden.
  • Im Moderator können Fragen, Vorschläge und Ideen unter allen Internetnutzern frei erörtert werden. Hierzu kann jeder Nutzer eine „Serie“ zu einem bestimmten Thema einrichten. Andere Personen können dann dazu Kommentare schreiben, oder über das Thema abstimmen.
  • Der nur in den USA verfügbare Dienst Voice leitet Telefonanrufe für eine eigene Voice-Nummer zu anderen Telefonen weiter. Neben vielen Kontrollmöglichkeiten bietet Voice Audio- und Videoanrufe von PC zu PC, Gespräche zwischen PC und normalen Anschlüssen, SMS-Versand und einen Anrufbeantworter mit Textvorschau mittels Spracherkennung. Teilweise wurde der Dienst bereits in Deutschland als Teil von Mail eingeführt.[8]
  • Der Kurz-URL-Dienst URL Shortener kürzt lange Internetadressen nach dem Schema goo.gl/… und bietet Statistiken zur Anzahl der Aufrufe, den Ländern, in denen der Link angeklickt wurde, dem verwendeten Browser und Betriebssystem sowie der Seite von der weitergeleitet wurde. Gleichzeitig wird noch ein QR-Code erzeugt.
  • Das soziale Netzwerk Google+ organisiert Kontakte in Kreisen, damit Informationen differenziert geteilt werden können. Eingebaut sind ein Gruppenchat namens Huddle, Hangouts für Videochats bis zehn Personen sowie eine Spielesektion. Mit dem Button +1 kann man andere Internet-Nutzer auf besondere Inhalte im Web hinweisen, da die „+1s“ dann bei Freunden in deren Ergebnissen der Websuche erscheinen. Zudem besitzt jeder Nutzer ein öffentliches Profil.

Informationsangebote[Bearbeiten]

  • Unter News werden Nachrichtenartikel – gruppiert nach Rubriken und Ereignissen – zusammengestellt. Die Inhalte werden auf Wunsch nach Interessengebieten automatisch personalisiert.
  • Alerts sind Benachrichtigungen per E-Mail, die über neue Inhalte im Internet zu bestimmten Stichwörtern informieren.
  • Gemeinfreie Bücher können im Browser gelesen und kostenpflichtige im Play Store erworben werden.
  • Der Online-Atlas Maps beinhaltet Straßenkarten, Satellitenansichten, bekannte Orte und eine Vielzahl anderer ortsbezogener Informationen. Es ist ein Routenplaner integriert, teilweise auch für Fußgänger und Radfahrer. Mit dem Map Maker können Nutzer Elemente bearbeiten. Ähnlich bieten Moon, Sky und Mars Satellitenbilder und Geoinformationen des Mondes, des Himmels und des Planeten Mars.
  • iGoogle lässt sich als personalisierte, funktionelle Startseite im Browser einsetzen und mit zahlreichen Gadgets aus einer Galerie erweitern.
  • Reader ist ein Online-Feedreader, mit dem man anderen Artikel empfehlen und Empfehlungen anderer Leser abonnieren kann. Der Service wurde am 1. Juli 2013 eingestellt.
  • Der Übersetzer fertigt maschinelle Übersetzungen von Texten und Webseiten in 64 Sprachen an. Bei den bekannteren Sprachen kann man sich durch Sprachsynthese Sätze vorlesen lassen. Zudem hilft das Translator Toolkit bei der Übersetzung ganzer Dokumente, speziell Wikipedia-Artikeln.
  • Auf der Seite von Finance werden Börsenkurse aus der ganzen Welt dargestellt. Daten von zum Teil mehreren Jahrzehnten können in interaktiven Diagrammen angezeigt werden.
  • Street View in Maps bietet fotorealistische Straßenansichten vieler Länder.
  • Google Business Photos Innenansicht von einem Unternehmen mit Street View-Technologie. Die virtuelle Tour ist in den Google-Suchergebnissen, in Google Maps und in Google+ Local einsehbar.
  • Mit dem Service Insights for Search bietet man die Möglichkeit, Statistiken über die Verwendung der Suchmaschine abzurufen. Es können Entwicklungen für mehrere Begriffe verglichen und die geografische Verteilung dargestellt werden, sodass Prognosen für Wahlen oder Grippewellen getroffen werden können. Einen ähnlichen, aber weniger umfangreichen Dienst stellt Trends dar, dessen Seite allerdings seit 2008 nicht aktualisiert wurde.
  • Person Finder ist ein Werkzeug zur Hilfe bei Naturkatastrophen, über das sich betroffene oder vermisste Personen registrieren und Standortangaben austauschen können.
  • Der Public Data Explorer stellt aus Statistiken über die Bevölkerung Diagramme zusammen.
  • Bei Places ist es möglich, einen Brancheneintrag für sein Unternehmen zu erstellen, in dem Unternehmensinformationen, Angebote und aktuelle Informationen verbreitet werden können. Der Eintrag erscheint daraufhin in den Suchergebnissen und in anderen ortsbezogenen Angeboten. Weiterhin können Nutzer Rezensionen über Lokalitäten wie Hotels oder Gaststätten verfassen und veröffentlichen sowie sich gegenseitig Orte empfehlen.
  • Das Art Project ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch bedeutende Kunstmuseen und die Betrachtung der Gemälde in sehr hoher Auflösung.
  • Advisor gibt US-Bürgern finanztechnische Ratschläge in Bezug auf Kreditkarten oder Geldanlagen.
  • Die Tablet-Anwendung Catalogs stellt Produktkataloge mit Videos diverser Marken aus den Vereinigten Staaten dar.

Weiteres[Bearbeiten]

  • Mithilfe der Plattform AdWords können Unternehmen Werbung für eigene Angebote schalten, die dann bei den Suchergebnissen oder über das AdSense-Projekt verbreitet werden. Dieses Angebot bildet Googles finanzielle Haupteinnahmequelle.
  • Bei AdSense handelt es sich um ein Programm, bei dem Inhalte-Anbieter durch Hinzufügen von Anzeigen aus dem AdWords-Programm zu eigenen Angeboten Geld verdienen können. Die Entscheidung welche Werbung am Ende bei welchem Nutzer erscheint, wird nach dessen Interessen durch automatische Verfahren optimiert.
  • Durch die Statistiken von Analytics können Webmaster die Zugriffe auf ihre Website nachverfolgen. Mit dem Website-Optimierungstool kann dann das Design der Seite mit Hilfe von A/B-Tests optimiert werden. Die Webmaster-Tools helfen hingegen bei der Suchmaschinenoptimierung.
  • Über Apps können Organisationen wie Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Regierungen ihren Mitarbeitern Googles Webangebote unter einer eigenen Domain zur Verfügung stellen.
  • Die App Engine ist ein Angebot zum Entwickeln und Hosten von Webanwendungen.
  • Das Werkzeug Page Speed dient zur Messung der Performance von Webseiten.
  • reCAPTCHA ist ein Captcha-Dienst, der menschliche Nutzer von Bots unterscheiden soll. Dieses Instrument wird gleichzeitig zur Digitalisierung von Büchern genutzt.
  • Commerce Search verwaltet die Produktdatenbank und Suchoptionen für einen Onlineshop. Betreiber können den kostenpflichtigen Service in ihre vorhandene Seite integrieren.
  • Im Dashboard können Nutzer einsehen, welche Daten mit ihrem eigenen Konto verknüpft sind.
  • Die Web Fonts sind eine Sammlung von Schriftarten, die in eine Internetseite eingebunden werden können, wodurch man nicht auf beim Besucher installierte Schriften angewiesen ist.
  • AdMob hat sich auf die Vermittlung von Werbung über Mobiltelefone spezialisiert.
  • Bei Takeout kann man eigene Daten aus verschiedenen Anwendungen exportieren. Dahinter steht das Projekt Data Liberation Front.
  • Mit VirusTotal kann man Dateien und Webseiten mit einer Vielzahl von Virenscannern online durchsuchen lassen.

Google All Access ist ein neuer Musikstreamingdienst von Google. Der Nutzer hat gegen Gebühr uneingeschränkten Zugriff auf die Musik der drei großen Musikverlage Universal, Sony und Warner. Der Dienst ist im Mai 2013 in den USA gestartet.[9]

Software[Bearbeiten]

Hier ist Software eingetragen, die an bestimmte Betriebssysteme beziehungsweise Endgeräte gebunden ist.

  • Mit SketchUp können beliebige dreidimensionale Modelle für Architektur und Design erstellt werden. Fertige Modelle kann man in der 3D-Galerie und, falls es sich um realistische Gebäude handelt, in Earth veröffentlichen. Es sind Versionen für Mac OS X und Windows verfügbar.
  • Die Toolbar erweitert den Internet Explorer um eine Funktionsleiste für die Übersetzung von Webseiten, die Rechtschreibprüfung in Textfeldern, das automatische Ausfüllen von Formularen und den Zugriff auf Lesezeichen.
  • Der 3D-Globus Earth stellt Satellitenbilder und umfangreiche geografische Informationen für die Erde, den Mond, den Mars und den Himmel zur Verfügung. Es sind Versionen für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar.
  • Funktionen der Bildverwaltung Picasa sind direkter Import von der Kamera, einfache Bildbearbeitung, Gesichtserkennung, Geotagging, Druckvorschau, Erstellung von Fotocollagen, Filmen, „Gesichtsfilmen“, Postern, Diashows und Geschenk-CDs, Suche mit Filtern, Online-Bestellung von Abzügen, Synchronisation mit Picasa-Webalben sowie Bildversand per E-Mail. Aktuelle Versionen sind für Mac OS X und Windows verfügbar.
  • Der Browser Chrome kann mit Erweiterungen und Themes personalisiert werden. Alle Einstellungen werden auf Wunsch über mehrere Installationen hinweg synchronisiert. Für Sicherheit sorgt das Sandboxing von Flash und dem PDF-Plugin. Es sind Versionen für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar, der Quelltext wurde unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. In Microsofts Internet Explorer lässt sich Chrome Frame installieren, um dort diverse Funktionen nachzurüsten.
  • Android ist ein Betriebssystem für Smartphones und Tablets, dessen Quelltext unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Apps können im Play Store erworben und heruntergeladen werden.
  • Die TV-Plattform für Fernsehgeräte und Set-Top-Boxen bietet neben dem normalen Programm Zugang zu Internetfernsehen, lokalen Mediendateien, dem World Wide Web und Android-Apps.

Hardware und Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die Search Appliance ist ein 19-Zoll-Rack zur Indexierung von Intranets, Dokumentenmanagementsystemen oder Websites. Firmen können damit oder mit der reduzierten Ausgabe Mini ihre Datenbestände durchsuchen.
  • Über SMS stehen in einigen Ländern außerhalb Deutschlands die Websuche, Mail, Kalender, Voice und Blogger zur Verfügung: Der Suchende sendet SMS-Anfragen an GOOGLE und bekommt die Ergebnisse umgehend per SMS zurück.
  • Postini für Unternehmen filtert Spam und Schadprogramme aus dem E-Mail-Verkehr, archiviert die Korrespondenzen und lässt sich dabei in vorhandene Strukturen einbinden.[10]
  • Das Java-Framework Guice ist Open Source.
  • Die freie Programmiersprache Go zeichnet sich durch ihre Objektorientierung und Unterstützung von Mehrkernprozessoren aus. Mit Go können hardwarenahe Systemprogramme erstellt werden.
  • Das HTTP-ähnliche Protokoll SPDY will besonderen Wert auf Geschwindigkeit legen.
  • Ein Chromebook ist ein Netbook mit dem Betriebssystem Chrome OS, das nur aus einem Browser besteht: Persönliche Dateien werden in der Cloud gespeichert und lokal installierte Anwendungen durch Webanwendungen, beispielsweise aus dem Chrome Web Store, ersetzt. Für den stationären Betrieb mit externem Bildschirm ist eine Chromebox gedacht.
  • Mit Public DNS steht eine kostenloser und unzensierter DNS-Server zur öffentlichen Verfügung, der besonders schnell arbeiten soll.
  • In der Nexus-Reihe werden Geräte mit dem hauseigenen Betriebssystem Android veröffentlicht, die von verschiedenen Hardware-Partnern produziert werden. Bisher sind die Smartphones Nexus One, Nexus S, Galaxy Nexus, Nexus 4 und Nexus 5 von HTC bzw. Samsung bzw. LG, das 7-Zoll-Tablet Nexus 7 von Asus und der 10-Zöller Nexus 10, ebenfalls Samsung, erschienen. Der Verkaufsstart des Streaming Clients Nexus Q zum Konsumieren von Google-Play-Inhalten auf einem TV-Gerät oder Lautsprechersystem wurde bis auf Weiteres verschoben.[11]
  • Das Video-Dateiformat WebM sowie das Bildformat WebP wurden beide unter freien Lizenzen veröffentlicht. Durch starke Kompression sollen sie besonders für den Einsatz im Internet geeignet sein.
  • Der Service Cloud Print erlaubt es, den eigenen Drucker mit einem Google-Konto zu verknüpfen und so ohne Installation von Treibern direkt aus der Docs-Anwendung oder von Smartphones über das Internet zu drucken.
  • Dart ist eine Skriptsprache für Webseiten, ähnlich JavaScript.
  • Im Project Glass wird eine Videobrille entworfen, die ihrem Nutzer verschiedene Informationen in sein Blickfeld einblendet. Zur Zeit befindet sich das Projekt noch in der Entwicklungsphase.
  • Chromecast ist ein von Google produzierter Streaming Media-Adapter. Die zugehörige Programmierschnittstelle Google Cast API befindet sich noch im Beta-Stadium.

Abgeschlossen[Bearbeiten]

Folgende Projekte sind wegen ausbleibenden Erfolgs oder überholter Technologie eingestellt worden.

  • Im Verzeichnis fand sich eine Sammlung von Links, die nach Kategorien hierarchisch geordnet waren. Der redaktionell zusammengestellte Katalog basierte auf den Daten des Open Directory Project. Das Verzeichnis wurde bis zum Juli 2011 angeboten.[12]
  • Der Auskunftsdienst Answers war eine Plattform für Fragesteller, die ihre Frage einbringen und ein Entgelt für deren Beantwortung bieten konnten. Die Nutzer konnten diese Fragen daraufhin beantworten und erhielten den ausgezeichneten Geldbetrag. Im November 2006 wurde die Site stillgelegt.[13]
  • Desktop war eine Software für Linux, Mac OS X und Windows, die lokale Dokumente, E-Mails, diverse Mediendateien sowie Browser- und Chatverlauf indexierte und so schnell durchsuchbar gemacht hat. Zusätzlich bot Desktop noch eine Seitenleiste auf der Arbeitsfläche, in der mit Hilfe von verschiedenen Widgets aktuelle Informationen wie Uhrzeit, Wetter, Nachrichten, Posteingang etc. angezeigt wurden. Wie schon abzusehen war,[14] wurde die Anwendung im September 2011 schließlich aus Googles Produktpalette entfernt.[15]
  • In die Online-Datenbank Base konnten Nutzer strukturierte Informationen mit Text und Bildern hochladen, um Daten für die Suchmaschine leichter zugänglich zu machen. Ein Ersatz für die im Dezember 2010[16] geschlossene Base-API soll das Merchant Center sein.
  • Über das Softwarepaket Pack konnte man bis Februar 2011[15] verschiedene Programme gesammelt auf einem Rechner installieren und aktualisieren.
  • Das Notizbuch bot die Möglichkeit, Notizen online zu bearbeiten, zu organisieren und freizugegeben. Das Projekt wurde am 14. Januar 2009 beendet.[17]
  • Im Oktober 2011[18] wurde das Ende von Code Search angekündigt, eine Suchmaschine für Open-Source-Code im Netz.
  • Die Labs dienten bis Juli 2011 als Ort für experimentelle Prototypen.[19]
  • Das Browser-Plugin Gears ermöglichte es Webseiten, umfangreiche Daten auf dem Rechner zu speichern und so deren Verfügbarkeit auch offline zu gewährleisten. Im März 2011 wurde die Weiterentwicklung eingestellt, da der neue Webstandard HTML5 diese Funktion übernehmen soll.[20]
  • Das Wörterbuch zeigte Wortübersetzungen, Definitionen, teilweise auch Lautschrift, Synonyme und Nutzungsbeispiele aus über 20 Sprachen. Bis August 2011 als eigene Seite aufgestellt, sind einige Funktionen nun in die Websuche und den Übersetzer integriert.[21]
  • Mit Friend Connect konnte man bis November 2011[22] Abstimmungen, ein Gästebuch, Kommentarfelder etc. in den eigenen Internetauftritt integrieren. Besucher konnten Newsletter abonnieren sowie bei einer Seite „Mitglied“ werden und so eine Community schaffen.
  • Auf der Plattform Health konnten Nutzer gesundheitlich relevante Informationen wie Allergien, Medikationen, Testergebnisse, Röntgenbilder etc. speichern und für Ärzte oder Familienmitglieder freigeben. Health versuchte bei der Organisation dieser Daten zu helfen, indem beispielsweise vor Wechselwirkungen zwischen Medikamenten gewarnt wurde. Schließlich wurde im Juni 2011 die Einstellung bekanntgegeben.[23]
  • Lively war eine virtuelle Online-Welt, in der man sich über Avatare in selbst gestalteten Räumen unterhalten konnte. Das Projekt existierte nur fünf Monate bis Dezember 2008.[24]
  • In der Enzyklopädie-Plattform Knol konnten Artikel zu allen Themenbereichen veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu Wikipedia setzte der Dienst auf die Zuordnung jedes Artikels zu einem einzelnen Autor. Dieser hatte so erweiterte Bestimmungsrechte über die Bearbeitung eines Artikels. Eine Zusammenarbeit unter den Nutzern war aber ebenfalls möglich. Der Dienst wurde am 1. Mai 2012 eingestellt.
  • Wave war ein neuartiges, browserbasiertes Kommunikationswerkzeug, das aus einer Mischung von E-Mail und Chat bestand. Alle Texteingaben wurden dabei in Echtzeit übertragen und waren so sofort bei allen Teilnehmern einer „Wave“ zu sehen. Zusätzlich konnten beliebige Elemente wie Karten, Abstimmungen und Zeichnungen eingebunden werden. Der Entwicklungsstopp des Projekts wurde im August 2010 angekündigt.[25]
  • Das Sidewiki war ein Programm, das jeder Internetseite ein öffentliches Kommentarfeld hinzufügte. Es war bis September 2011 über ein Bookmarklet oder eine Browser-Erweiterung zugänglich.[15]
  • Bis Juni 2011 konnten mit dem PowerMeter privater Stromverbrauch und dessen Kosten verfolgt werden.[26]
  • Aardvark, zu deutsch Erdferkel, war ein Fragenportal mit sozialer Komponente, das bis September 2011 betrieben wurde.[15]
  • Picnik war ein Online-Bearbeitungswerkzeug für Bilddateien, dessen Schließung im Januar 2012 bekannt gegeben wurde.[27] Es konnten Fotos von Facebook, Flickr, MySpace, Photobucket und Picasa-Webalben importiert und wieder zurückgespeichert werden.
  • Mit Buzz konnten Statusupdates mit Weblinks, Bildern und Videos erstellt und die Nachrichten anderer Nutzer abonniert und kommentiert werden. Das Interface war bis Oktober 2011[18] über Mail zu erreichen.
  • Mit dem Dienst Latitude war es möglich, seinen geografischen Standort für andere freizugeben. So konnte man Freunde orten und sich benachrichtigen lassen, falls sich Bekannte zufällig in der Nähe aufhalten. Google Latitude wurde am 9. August 2013 eingestellt.

Über Google[Bearbeiten]

Innenhof des Googleplex
  • Im Store werden Fanartikel der Marke online vertrieben.
  • Das Googleplex ist der Unternehmenssitz von Google Inc. in Mountain View.
  • Das auf große Dateien und Datendurchsatz hin optimierte File System ist ein verteiltes Dateisystem, das auf den eigenen Servern eingesetzt wird.
  • Der Summer of Code ist ein Projekt, das Studenten bei der Entwicklung von freier Software mit Stipendien und Mentorenprogrammen unterstützt.
  • Auf Google.org stellt die gleichnamige Stiftung ihr gemeinnütziges Engagement im Umweltschutz und bei erneuerbaren Energien dar. Um Unabhängigkeit vom Strommarkt zu erreichen, ist man mit der Tochtergesellschaft Google Energy in die Energiewirtschaft eingestiegen.[28]
  • Unter dem Namen Research wird die Forschungsabteilung im Bereich der Informatik koordiniert.
  • Die I/O ist eine jährlich im Mai stattfindende zwei- oder dreitägige Entwicklerkonferenz, auf der neue Ideen und Produkte präsentiert werden.
  • Über Ventures investiert Google in technologieorientierte Start-Ups.
  • Mit der Initiative Fiber wird der Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet via Glasfasernetz in den Vereinigten Staaten ausgebaut. Erste ausgewählte Stadt mit einer Endnutzerdatenrate von über 1 Gigabit pro Sekunde ist Kansas City, KS.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Überblick über die Geschäftsmodelle. Google, abgerufen am 27. Februar 2012.
  2. Alex Chitu: No More Google Labs. In: Google Operating System. 20. Juli 2011, abgerufen am 21. Juli 2011 (englisch).
  3. How Google Works. How Search Works [bei 1:10]. Google, abgerufen am 21. Januar 2011 (Video, englisch).
  4. Yohann Coppel: Die soziale Suche kommt nach Deutschland. In: Der Google Produkt-Kompass. Google, 14. Juni 2011, abgerufen am 15. Juni 2011.
  5. About Google Patent Search. Frequently Asked Questions. Google, abgerufen am 1. Mai 2011 (englisch).
  6. Bearbeiten von Microsoft Office Dokumenten mit Google Drive. In: Jochen Hegele. 8. August 2014, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  7. Jochen Hegele: Google Inbox by Gmail - Was kann der Gmail Nachfolger wirklich? In: google experts. 10. Dezember 2014, abgerufen am 11. Dezember 2014 (deutsch).
  8. Spiegel Online: Google bietet Mail-Nutzern günstige Telefongespräche vom 3. August 2011
  9. [1] auf Zeit.de vom 16. Mai 2013
  10. http://www.google.com/intl/de_ALL/postini/
  11. Frank Ritter: Nexus Q: Verkaufsstart verschoben, für Vorbesteller gratis. In: androidnext. 1. August 2012, abgerufen am 22. September 2012.
  12. Alex Chitu: Google Directory, No Longer Available. In: Google Operating System. 20. Juli 2011, abgerufen am 21. Juli 2011 (englisch).
  13. Andreas Wilkens: Google Answers wird stillgelegt. In: heise online. 29. November 2006, abgerufen am 7. Februar 2007.
  14. Alex Chitu: 10 Reasons Why Google Desktop Will Be Discontinued. In: Google Operating System. 21. September 2010, abgerufen am 8. Dezember 2010 (englisch).
  15. a b c d Hans-Peter Schüler: Google strafft sein Dienste-Angebot. In: heise online. 4. September 2011, abgerufen am 8. September 2011 (englisch).
  16. Philippe Altherr, Wenchao Tong: New Shopping APIs and Deprecation of the Base API. In: Google Merchant Blog. Google, 17. Dezember 2010, abgerufen am 2. Mai 2011 (englisch).
  17. Raj Krishnan: Stopping development on Google Notebook. In: Google Notebook Blog. Google, 14. Januar 2009, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch).
  18. a b Bradley Horowitz: A fall sweep. In: Google Blog. 14. Oktober 2011, abgerufen am 3. Dezember 2011 (englisch).
  19. Bill Coughran: More wood behind fewer arrows. In: Google Blog. 20. Juli 2011, abgerufen am 21. Juli 2011 (englisch).
  20. Aaron Boodman: Stopping the Gears. In: Gears API Blog. Google, 11. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  21. Alex Chitu: No More Standalone Google Dictionary. In: Google Operating System. 5. August 2011, abgerufen am 6. August 2011 (englisch).
  22. Urs Hölzle: More spring cleaning out of season. In: Google Blog. 22. November 2011, abgerufen am 1. Dezember 2011 (englisch).
  23. Marshall Kirkpatrick: Google Health: Why It's Ending & What It Means. In: ReadWriteWeb. 24. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2011 (englisch).
  24. Lively no more. In: Google Blog. 19. November 2008, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch).
  25. David Wang: Waving in 2011. In: Google Wave Blog. Google, 6. Dezember 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch).
  26. RIP Google PowerMeter, 2009 – 2011. In: Greenbang. 24. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2011 (englisch).
  27. Dave Girouard: Renewing old resolutions for the new year. In: Google Blog. 20. Januar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).
  28. Google will Stromhändler werden. In: Spiegel Online. 8. Januar 2010, abgerufen am 26. April 2011.