Google Apps

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Google Apps
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offizielle Webseite
Beschreibung E-Mail und Office-Paket in der Cloud
Registrierung Google-Konto
Eigentümer Google
Erschienen 22. Februar 2007

Google Apps for Work (früher Google Apps for Business) ist eine Reihe von Software-Werkzeugen des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Sie basieren auf Cloud Computing- und Groupware-Konzepten. Der Hersteller bietet sie als Abonnement an.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 26. April 2011 - Fast fünf Jahre nach dem Start von Google Apps gibt Google bekannt, dass Organisationen mit mehr als 10 Benutzern die kostenlose Version von Google Apps nicht länger zur Verfügung steht. Sie müssen sich für die Bezahlversion anmelden, die damit als Google Apps for Business eingeführt wird. Gleichzeitig wird ein flexibles Bezahlkonzept vorgestellt, bei dem Benutzer die Option erhalten, pro Benutzer 5$ monatlich zu bezahlen, ohne damit eine vertragliche Verpflichtung einzugehen.[1]
  • 28. März 2012 - Google startet Google Apps Vault, einen optionalen Dienst zur Electronic Discovery und Archivierung für die Benutzer von Google Apps for Business.[2]
  • 24. April 2012 - Google führt Google Drive ein, eine Plattform zum Speichern und Teilen von Dateien. Jeder Benutzer von Google Apps for Business erhält 5 GB Drive-Speicherplatz sowie die Möglichkeit, zusätzlichen Speicherplatz zu erwerben.[3] Google erschließt damit den Cloud-Speichermarkt und tritt in Konkurrenz zu Unternehmen wie Dropbox und Box.[4]
  • 6. Dezember 2012 - Google gibt bekannt, dass neuen Kunden die kostenlose Version von Google Apps nicht länger zur Verfügung steht.[5]
  • 13. Mai 2013 - Google erhöht den Drive-Speicherplatz für Kunden von Google Apps. Die 25 GB Speicherplatz bei Gmail und die 5 GB bei Drive werden zusammengelegt, sodass jeder Benutzer insgesamt 30 GB zur Verfügung hat, die frei auf alle Apps-Produkte verteilt werden können, einschließlich Gmail und Google Drive.[6]
  • 10. März 2014 - Google startet ein Empfehlungsprogramm für Google Apps, das jedem Teilnehmer einen Empfehlungsbonus von 15$ für jeden empfohlenen, neuen Benutzer von Google Apps gutschreibt.[7]
  • 25. Juni 2014 - Google kündigt Drive for Work an, ein neues Angebot von Google Apps mit unbegrenztem Speicherplatz für Dateien, erweiterten Prüfungsberichten und neuer Sicherheitssteuerung. Es kostet monatlich 10$ pro Benutzer.[8]
  • 2. September 2014 - Google Enterprise, die Unternehmensabteilung für Businessprodukte, wird offiziell in Google for Work umbenannt. "Wir hatten nie vor, einen traditionellen Konzern aufzubauen - wir wollten eine neue Herangehensweise an Arbeit im Allgemeinen schaffen", erklärt Eric Schmidt, Executive Chairman von Google. "Und jetzt ist die Zeit gekommen, unseren Namen an unseren Anspruch anzupassen." Im Rahmen dieser größeren Änderungen wurde auch Google Apps for Business umbenannt - in Google Apps for Work.[9]
  • 14. November 2014 - Die kostenlose Version von Google Apps unterstützt keine sekundären Domains, sondern nur Domain-Aliase.[10]

Produkte[Bearbeiten]

Die Produkte und Dienste des Angebots umfassen Gmail, Google Kalender, Google Drive, Hangouts, Google Docs, Google Sheets, Google Slides, Google Forms, Google Sites, Google+ und Google Apps Vault. Außer Google Apps Vault [11] sind alle im kostenpflichtigen Basisangebot enthalten. Ein erweitertes Angebot Drive for Work enthält Google Apps Vault sowie unbegrenzten Speicherplatz.[12]

Google Apps for Work ist auch Bestandteil zahlreicher anderer Produkte des Anbieters "für den Arbeitsplatz".[9] Dazu gehören Google Cloud Platform, Google Search for Work, Google Maps for Work und Google Chrome for Work.[13]

Gmail[Bearbeiten]

Gmail wurde am 1. April 2004 unter Einschränkungen eingeführt.[14] 2007 wurde er allen Kunden zugänglich gemacht. Gemäß Google-Angaben wurde Gmail mit Stand Juni 2012 von 325 Millionen Menschen genutzt.[15]

Die kostenlose Benutzerversion von Gmail wird durch Textwerbung unterstützt, die auf die Inhalte der E-Mails der Benutzer abgestimmt ist.[16] Beliebte Features sind unter anderem 15 GB kostenloser Speicherplatz, Gespräche als Threads, umfassende Suchoptionen und eine App-ähnliche Benutzeroberfläche.[17]

Die Gmail-Version von Google Apps for Work ähnelt zwar der kostenlosen Version, verfügt aber über zusätzliche Funktionen speziell für Business-Benutzer.[18]

Dazu gehören:

  • Individualisierte E-Mails mit dem Domain-Namen des Kunden (@your company.com)
  • 99,9 % garantierte Uptime ohne geplante Downtime zur Wartung[19]
  • Mit Google Drive geteilter Speicherplatz, je nach Bezahlplan 30 GB oder unbegrenzt
  • Werbefrei
  • Kundensupport rund um die Uhr
  • Google Apps Sync für Microsoft Outlook[18]

Drive[Bearbeiten]

Der Google-Dienst zur Speicherung und Synchronisation von Dateien wurde am 24. April 2012 eingeführt[20], mehr als sechs Jahre nach den ersten Gerüchten über die Entstehung des Produkts.[21] Googles offizielle Ankündigung beschrieb Google Drive als "zentralen Ort zum Erstellen, Teilen, gemeinsamen Bearbeiten und Aufbewahren Ihrer Dateien".[20]

Mit Google Drive können Benutzer alle Arten von Dateien in die Cloud hochladen, sie mit anderen teilen und von jedem Computer, Tablet oder Smartphone darauf zugreifen. Die Synchronisierung von Dateien zwischen Computer und Cloud ist mit einer Desktop-Anwendung für Mac und PC problemlos möglich. Die App erstellt einen eigenen Ordner auf dem Computer, und alle Dateiänderungen über Drive, das Internet und unterstützte Geräte werden automatisch synchronisiert. Die Endverbraucherversion bietet 15 GB Speicherplatz, der von Gmail, Drive und Google+ Photos geteilt wird.[22]

Als Teil von Google Apps for Work umfasst Google Drive zusätzliche Business-spezifische Funktionen. Dazu gehören:

  • Je nach Bezahlplan 30 GB oder unbegrenzter Speicherplatz, der mit Gmail geteilt wird
  • Kunden-Support rund um die Uhr
  • Steuerung zum Teilen, damit Dateien privat bleiben, bis der Kunde sie wirklich teilen will
  • Erweiterte Prüfungen und Berichte[23]

Google Docs, Sheets, Slides und Forms[Bearbeiten]

Google Apps enthält Online-Editoren zum Erstellen von Textdokumenten, Dokumentenformaten, Tabellenkalkulationen, Präsentationen und Übersichten.[24] Das Tool-Set wurde am 11. Oktober 2006 unter dem Namen Google Docs & Spreadsheets eingeführt.[25]

Google Docs, Sheets, Slides und Forms funktionieren mit jedem Webbrowser und allen Mobilgeräten mit Webverbindung. Dokumente, Tabellen, Präsentationen und Übersichten können in Realzeit geteilt, kommentiert und bearbeitet werden. Zusätzliche Funktionen sind ein unbegrenztes Bearbeitungslog, damit alle Änderungen sicher an einem Ort verwahrt sind, und ein Offline-Zugang, der die Arbeit an Dokumenten ermöglicht, ohne dass eine Internet-Verbindung besteht.[26]

Am 25. Juni 2014 führte Google das native Bearbeiten von Microsoft-Office-Dateien in Google Docs, Sheets und Slides ein.[27] Ein Journalist von Mashable schrieb dazu: "Google positioniert seine Apps ganz eindeutig als bezahlbarere Lösung für Unternehmen, die nur hin und wieder Office-Dateien bearbeiten müssen." Ähnliche Meinungen fanden sich auch in anderen Artikeln.[28]

Google Sites[Bearbeiten]

Google Sites wurde am 28. Februar 2008 eingeführt und ermöglicht die Erstellung und Bearbeitung von Websites auch ohne Kenntnisse von HTML oder Webdesign.[29] Benutzer können Websites von Grund auf oder mit Vorlagen erstellen, Inhalte wie Fotos und Videos hochladen [29] und Zugriffsrechte für das Betrachten und Bearbeiten jeder einzelnen Seite festlegen.[30]

Google Sites war zunächst Bestandteil des kostenpflichtigen Google Apps, wurde aber bald auch dem Endverbraucher zugänglich gemacht. Geschäftskunden erstellen mit Google Sites Projektsites, Intranets für ihre Unternehmen und öffentliche Websites.[31]

Google Kalender[Bearbeiten]

Der Online-Kalenderdienst von Google wurde am 13. April 2006 eingeführt und war in Gmail integriert. Er benutzt den iCal-Standard und kann darum auch mit anderen Kalenderanwendungen zusammenarbeiten.[32]

Der Online-Kalender von Google ist ein integrierter Online-Kalender, der geteilt werden kann und für Teams entwickelt wurde.[33] Firmen können Team-spezifische Kalender erstellen und diese unternehmensweit teilen.[34] Kalender können zur Verwaltung und für Events an andere Benutzer delegiert werden.[35] Außerdem können Benutzer über den Google Kalender die Verfügbarkeit von Besprechungszimmern oder anderen Ressourcen ermitteln und Events hinzufügen.

Zu den hilfreichen Features des Google Kalenders gehören:

  • Teilen des Kalenders mit Teammitgliedern und anderen, um Verfügbarkeiten zu überprüfen
  • Zusammenlegung der Kalender der Teammitglieder, um auf einen Blick zu sehen, wann alle verfügbar sind
  • Benutzung der App für Mobilgeräte oder Synchronisierung mit dem eingebauten Kalender auf Mobilgeräten
  • Veröffentlichung von Kalendern im Netz und Integration in Google Sites
  • Einfache Migration aus Exchange, Outlook oder iCal bzw. von .ics- und .csv-Dateien
  • Belegung gemeinsamer Räume und Ressourcen[34]

Google Hangouts[Bearbeiten]

Am 15. Mai 2013 gab Google bekannt, dass ein neues Text-, Sprach- und Video-Chat-Tool die bisherigen Dienste Google Talk, Google Voice und Google+ Hangouts ersetzen wird.[36] Der neue Dienst heißt Google Hangouts und ermöglicht es bis zu 10 Personen in der Endverbraucherversion und bis zu 15 in der Work-Version, von ihrem Computer oder Mobilgerät aus Gesprächen beizutreten.[37] Teilnehmer können ihre Bildschirme teilen und gemeinsam etwas betrachten oder daran arbeiten.[38] Der Dienst Hangouts On Air ermöglicht das Streamen von Live-Übertragungen an Google+, YouTube und private Websites.[39]

Die Hangouts-Version von Google Apps for Work[40] unterstützt bis zu 15 Teilnehmer. Administratoren können Hangouts auf Benutzer derselben Domain eingrenzen und somit externe Teilnehmer ausschließen.[41]

Die Hangouts-App speichert Nachrichten online in der Google-Cloud und kann deaktiviert werden, wenn einzelne Teilnehmer private Inhalte besprechen möchten.[42] Die Google+-Integration speichert jedes geteilte Foto in einem privaten, geteilten Album auf Google+.[42]

Am 30. Juli 2014 kündigte Google an, dass alle Kunden von Google Apps Zugriff auf Hangouts erhalten, also auch Kunden ohne Google+-Profil.[43] Google trat außerdem in Partnerschaften mit anderen Video-Chat-Anbietern wie Blue Jeans Network und Intercall ein.[44] Darüber hinaus gab Google bekannt, dass Hangouts denselben Nutzungsbedingungen unterliegt wie andere Produkte von Google Apps for Work, zum Beispiel Gmail und Drive. Kunden von Apps for Work erhalten für Hangouts Kundensupport rund um die Uhr, garantierte 99,9 % Uptime sowie die Zertifizierungen ISO27001 und SOC 2.[45]

Am 19. Dezember kündigte Google über einen Post auf Google+ an, dass eines der am meisten gewünschten Features von Hangouts in Gmail zurückkehren wird: Die Apps-Administratoren können festlegen, dass Statusmeldungen nur intern angezeigt werden.[46]

Google+[Bearbeiten]

Google+ ist das Soziale Netzwerk von Google. Es startete am 28. Juni 2011, allerdings zunächst nur testweise mit Einladung.[47] Beobachter bezeichneten es als neuesten Versuch von Google, den Branchenprimus Facebook herauszufordern.[48] Google+ hat seitdem Twitter als weltweit zweitgrößtes soziales Netzwerk nach Facebook überholt,[49] wurde aber auch dafür kritisiert, dass es Benutzer enttäuschen würde und kaum Empfehlungstraffic generiert.[50]

Am 27. Oktober 2011 gab Google bekannt, dass Google+ nun für alle Personen zugänglich ist, die Google Apps am Ausbildungsplatz, in der Arbeit oder zu Hause nutzen.[51]

Am 29. August 2012 kündigte Google an, dass Google+ nach einem Pilotprogramm mit Geschäftskunden aufgrund des Feedbacks maßgeschneiderte Funktionen für Organisationen erhält. Dazu gehören das private Teilen innerhalb von Organisationen und administrative Steuerungsmöglichkeiten zur Einschränkung des Zugriffs auf Profile und Posts.[52]

Am 5. November 2013 fügte Google eine zusätzliche Sicherheitsebene für eingeschränkte Communitys hinzu, sodass nur Mitglieder einer Organisation beitreten können. Administratoren haben die Option, Communitys standardmäßig einzuschränken und gesondert über den Beitritt Außenstehender zu entscheiden.[53]

Google+ erhielt als Business-Netzwerk gemischte Kritiken. Einerseits wurden Funktionen gelobt, die kleineren Unternehmen dabei helfen, online bemerkt zu werden,[54] andererseits wurde bemängelt, dass es zur Verwirrung beim Thema Markenbildung kommt,[55] aber es hieß auch, es sei für Unternehmen ein wichtiger Schritt auf dem Gebiet des Social Marketing.[56] Viele Online-Artikel betonen, dass eine Präsenz auf Google+ Unternehmen einen Vorteil bei den Google-Suchresultaten bringt, weil Posten und Teilen auf Google+ von Google unmittelbar indexiert werden.[57]

Google Apps Vault[Bearbeiten]

Google Apps Vault ist ein Dienst für Archivierung und eDiscovery, der exklusiv für Kunden von Google Apps erhältlich ist und am 28. März 2012 angekündigt wurde.[58] Vault ermöglicht Kunden das Auffinden und Aufbewahren von E-Mail-Nachrichten, die möglicherweise rechtlich relevant sind. Außerdem erleichtert es die Verwaltung von Geschäftsdaten zum Zweck der Kontinuität, Konformität und Kontrolle.[59] Seit dem 25. Juni 2014 können Vault-Kunden außerdem Dateien in Google Drive suchen, ansehen und exportieren.[60]

Google Apps Vault ist integrierter Bestandteil von Google Apps for Work, mit unbegrenztem Speicherplatz. Es kostet monatlich 10$ pro Benutzer.[61]

Sicherheit[Bearbeiten]

Google erklärt ausdrücklich, dass ihm die Kundendaten nicht gehören, die in den Rechenzentren von Google gespeichert werden. Zugriff haben auf die Daten nur ausgewählte Angestellte und Mitarbeiter.[62] Die Daten werden nicht mit Dritten geteilt, nur so lange aufbewahrt wie vom Kunden gewünscht, und wenn Kunden Google Apps verlassen, können sie die Daten mitnehmen.[63]

Google Apps bietet Sicherheit auf höchstem Prüfniveau, einschließlich SSAE 16 / ISAE 3402 Typ II, SOC 2-Bericht, ISO 27001-Zertifizierung und Einhaltung der Safe Harbor Privacy Principles, und kann industriespezifische Anforderungen wie Health Insurance Portability und Accountability Act (HIPAA) unterstützen.[64] Google gibt an, dass Google Apps über integrierte Spamblocker mit eingebautem Virenscanner und Dokumentenprüfung verfügt, die aktiviert werden, bevor Benutzer eine Nachricht herunterladen können.[62]

Google versichert, dass alle in Google Drive hochgeladenen Dateien verschlüsselt sind, ebenso wie jede gesendete oder empfangene E-Mail beim internen Datenverkehr zwischen Rechenzentren.[65] In einem Blog-Post hat Google for Work angegeben, dass es strenge Vertragsverpflichtungen zum Schutz der Kundendaten eingeht und keine Werbung zeigt bzw. Kundeninformationen nicht zu Werbezwecken scannt.[65]

Benutzung[Bearbeiten]

Google Apps gibt an, dass mehr als 5 Millionen Unternehmen seine Tools benutzen, und zwar entweder die kostenfreie oder die Bezahlversion.[66] Laut Amit Singh, Präsident von Google for Work, nutzen 60 % der Fortune 500-Unternehmen die Dienste von Google for Work.[67] Die Kunden seien dabei weltweit über alle Branchen verteilt.

Google-Vertriebspartner und Empfehlungen[Bearbeiten]

Google verfügt über ein System von Vertriebspartnern, die Interessierten beim Einstieg in die Arbeit mit Apps behilflich sind. Das Partnerverzeichnis ermöglicht das problemlose Auffinden dieser Partner. Am 10. März 2014 startete Google ein Empfehlungsprogramm, bei dem der Empfehlende 15$ für jeden daraus entstehenden Neukunden erhält.[68] Das Programm galt zunächst für alle Teilnehmer, die in den USA und Kanada gemeldet sind. Aus dem Kleingedruckten des Empfehlungsprogramms geht hervor, dass zwar jeder eine unbegrenzte Anzahl von Neukunden empfehlen kann, die Auszahlung aber nur für die ersten 100 Benutzer eines Empfehlungskunden erfolgt.[69]

Am 4. Dezember 2014 stellte Google das Partnerprogramm für Google for Work und Education vor, das Partnern helfen sollte, die Produkte und Plattformen von Google for Work und Education zu verkaufen, zu pflegen und zu erneuern.

Google Apps Marketplace[Bearbeiten]

Der 2010 gestartete Google Apps Marketplace ist ein Online-Store mit Business-orientierten Cloud-Anwendungen, die die Funktionalität von Google Apps unterstützen.[70] Im Marketplace können Administratoren nach integrierten Business-orientierten Cloud-Anwendungen suchen, diese kaufen und einsetzen. Er ist verfügbar für Google Apps, Google Apps for Work und Google Apps for Education.[71]

Außerdem können Entwickler Apps im Marketplace entwickeln oder Apps und Dienste dort verkaufen.[71] Am 6. März 2014 teilte Google mit, dass die Kunden von Google Apps seit dem Start des Marketplace 2010 mehr als 200 Millionen Apps von dort installiert haben.

Am 17. September 2014 veröffentlichte Google in einem Blog-Post, dass Mitarbeiter Apps von Drittanbietern im Marketplace installieren können, ohne dass Administratoren daran beteiligt sein müssen.

Entgelt[Bearbeiten]

Der Hersteller bietet eine 30-Tage-Probeversion des Produkts für bis zu 10 Benutzer an.[72] Benutzer können danach entweder einen Jahresplan wählen oder einen flexiblen monatlichen Plan. Bei beiden Plänen erfolgt die Rechnungsstellung monatlich.[12]

Bei dem flexiblen Plan können Kunden unbegrenzten Speicherplatz und Google Apps Vault dazukaufen. Bei Organisationen mit weniger als fünf Benutzern besteht bei dieser Option eine Speicherobergrenze von 1 TB pro Benutzer.[12]

Gegen Entgelt bietet der Hersteller zusätzliche Business-spezifische Merkmale wie individuelle E-Mail-Adressen, mehr Speicherplatz für Dokumente und E-Mails sowie telefonischen und E-Mail-Support rund um die Uhr an.[73] Als Cloud-Computing-Lösung geht es andere Wege als herkömmliche Produktivitätssoftware, indem es die Kundeninformationen über Googles Netzwerk sicherer Rechenzentren hostet,[74] anstatt auf traditionellen Servern, die sich direkt bei den Unternehmen befinden.[75]

Online-Kritiken[Bearbeiten]

Google Apps hat zahlreiche positive Online-Kritiken erhalten, die Durchschnittswertung liegt bei 4-5 von fünf Sternen.[76] Die Kritiken loben vor allem das konkurrenzfähige Preisgefüge von Google Apps, das vollständige Paketangebot, das einfache Setup und die problemlose Funktionalität über mehrere Geräte.[77] Einige negative Kritiken führen an, dass Google Apps, Google Presentations und Google Documents nicht über den gleichen Funktionsumfang verfügen wie Powerpoint und Microsoft Word, die darum professioneller gestaltete Dokumente ermöglichen.

Marktanteil[Bearbeiten]

Laut Hersteller nutzen mehr als 5 Millionen Organisationen weltweit das Angebot, darunter 60 Prozent der Fortune 500-Unternehmen.[78]

Das Produkte steht in Konkurrenz zu Angeboten anderer Anbieter.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helping small businesses start and manage Google Apps for Business. Google.
  2. Google Apps Vault Brings Information Governance to Google Apps. Google.
  3. Introducing Google Drive, the newest member of Google Apps. Google.
  4. Google Drive joins the battle of the cloud. USA Today.
  5. Changes to Google Apps for business. Google. 6. Dezember 2012. Abgerufen am 23. Februar 2015.
  6. Bringing it all together for Google Apps customers: 30GB shared between Drive and Gmail. Google.
  7. Introducing the Google Apps Referral Program: Share a better way of working with customers, friends and networks. Google.
  8. Google Drive for Work. Google.
  9. a b Introducing Google for Work (the artist formerly known as Enterprise). Google.
  10. Google Product Forums. Google.
  11. Google Apps for Work Products. Google.
  12. a b c Google Apps for Work Pricing. Google.
  13. Google for Work solutions. Google.
  14. Cade Metz: Article in BGR, Wired. 1. April 2014. 
  15. Cade Metz: Gmail finally blows past Hotmail to become the world’s largest email service, Venture Beat. 28. Juni 2012. 
  16. Cade Metz: How Gmail Happened: The Inside Story of Its Launch 10 Years Ago, Time. 1. April 2014. 
  17. Cade Metz: Gmail turns 10: Six reasons why it is the world’s most popular webmail service, BGR. 1. April 2014. 
  18. a b Gmail for Work, Google. 
  19. Official Google for Work Blog, Google. 
  20. a b Introducing Google Drive... yes, really, Google. 
  21. Cade Metz: Google Drive: What we know so far, Tech Crunch. 6. März 2006. 
  22. Cade Metz: OneDrive, Dropbox, Google Drive, and Box: Which cloud storage service is right for you?, CNet. 11. Dezember 2014. 
  23. Google Drive for Work, Google. 
  24. Google for Work products, Google. 
  25. Google Announces Google Docs & Spreadsheets, Google. 
  26. Official Google Apps for Work products, Google. 
  27. Work with any file, on any device, any time with new Docs, Sheets, and Slides, Google. 
  28. Cade Metz: Google Brings Native MS Office Editing Features To Its iOS Productivity Apps, Launches Slides For iOS, Tech Crunch. 25. August 2014. 
  29. a b Google Sets Its Sites on Google Apps, Google. 
  30. Google Sites now open to everyone, Google. 
  31. Learn Google Apps for Work, Google. 
  32. It's about time. Google.
  33. Google Calendar for Work. Google.
  34. a b Google Calendar for Work, Google. 
  35. Google Calendar vs. Google Calendar for Business, Chron. 
  36. Google launches Hangouts, a new unified, cross-platform messaging service for iOS, Android and Chrome, Chron. 
  37. Google Hangouts, Google. 
  38. Google+ Hangouts get bigger video player, screen sharing available to all, Chron. 
  39. Google Hangouts for Work, Google. 
  40. Making it easier to bring Hangouts to work, Google. 
  41. Google Plus, Google. 
  42. a b Exclusive: Inside Hangouts, Google's big fix for its messaging mess, The Verge. 
  43. Google Sends Hangouts to Work, Enhances Chromebox for Meetings, Re/code. 
  44. Hangouts Now Works Without Google+ Account, Becomes Part Of Google Apps For Business And Gets SLA, Tech Crunch. 
  45. Even more reasons to meet face-to-face. Google.
  46. Custom status messages for Google Hangouts. Google.
  47. Introducing the Google+ project: Real-life sharing, rethought for the web. Google.
  48. Facebook's Newest Challenger: Google Plus, NPR. 
  49. Here Is The Little-Known Way Google Juices User Traffic On Google+, Business Insider. 
  50. Google Plus: three years old and still failing as a social network, ZDNet. 
  51. Google+ is now available with Google Apps. Google.
  52. Private conversations with restricted Google+ communities. Google.
  53. Seven Ways to Use Google+ at Work, PC World. 
  54. Seven Ways to Use Google+ at Work, PC World. 
  55. Google+ Is Now An Enterprise Social Network? Who Knew?, Forbes. 
  56. 5 Reasons Why Your Business Still Needs Google+, Business 2 Community. 
  57. 3 Ways Google+ Helps Your Business, Business 2 Community. 
  58. Google Apps Vault Brings Information Governance to Google Apps. Google.
  59. Google Apps Vault gets targeted legal holds to let organizations keep specific information in emails, The Next Web. 
  60. Official Google for Work Blog. Google.
  61. Google Apps for Work Pricing.
  62. a b Google Apps for Work Security. Google.
  63. Security and privacy from Google Apps for Work. Google.
  64. Google Launches Drive For Work With Unlimited Storage For $10/Month, Tech Crunch. 
  65. a b Data security in 2014: Make it more difficult for others to attack and easier for you to protect. Google.
  66. When Google Apps Fails at being a User Directory, Jump Cloud. 
  67. Google Reboots Its Business Software Operation as ‘Google for Work’, Wired. 
  68. Google Apps for Work Partner Referral. Google.
  69. Google launches referral program for Google Apps, offers $15 for each new user you convince to sign up, The Next Web. 
  70. Open for business: the Google Apps Marketplace. Google.
  71. a b Google Apps Marketplace overview. Google.
  72. Evaluate Google Apps for Work. Google.
  73. Article in Wired, Wired. 7. Oktober 2011. 
  74. Cade Metz: Article in Mashable, Mashable. 3. März 2010. 
  75. Cade Metz: Article in Business Bee, Business Bee. 21. Februar 2014. 
  76. Spcieworks Google Apps, Spiceworks. 
  77. Can Google's online offering deliver the tools you need to get things done?, Tech Radar. 
  78. Article in CNet, Cnet. 2. September 2014.