Google Hangout

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Als Google Hangout werden Videochatkonferenzen im sozialen Netzwerk „Google+“ und in Google Mail bezeichnet. Außerdem bezeichnet Hangout auch Googles Chat-Funktion.

Die Teilnehmer können an solch einer Videokonferenz per Computer über den Browser oder per Smartphone-App teilnehmen, benötigen jedoch ein „Google+“-Konto. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn begrenzt.[1] Ein "Hangout" kann als öffentlich deklariert werden und erlaubt die Teilnahme dann auch „Google+“-Nutzern, die den Initiator nicht kennen. Google führte im Mai 2013 Hangout mit Google Talk und Google+ Messenger zu Google+ Hangouts zusammen.

Hangout-Erweiterungen[Bearbeiten]

Für Hangouts gibt es Erweiterungen und Applikationen für Zusatzfunktionen. Diese Erweiterungen findet man im "Google Chrome Web Store"[2] oder auf anderen inoffiziellen Verzeichnissen (Directories).[3]

Hangout On Air[Bearbeiten]

Ein "Hangout On Air" ist die öffentliche Live-Übertragung eines Hangout als frei zugänglichem Video-Stream. Die Kanäle des "Hangout On Air" können in „Google+“ und auf YouTube gefunden werden. Ein "Hangout On Air" ist in Deutschland rechtlich als Telemedium zu bewerten, kann unter bestimmten Bedingungen[4] aber auch als Rundfunk bewertet werden und wäre somit lizenzpflichtig. In Zusammenhang mit dem "Hangout on Air" von Kanzlerin Angela Merkel am 19. April 2013[5] wurde allerdings die Aussage getroffen, dass ein "Hangout on Air" eher kein Rundfunk sei, sondern ein Abrufdienst, für den keine Rundfunklizenz benötigt wird. Verbindliche Regelungen gibt es allerdings noch nicht, stattdessen sagte Dr. Jürgen Brautmeier, der Vorsitzende von ZAK und DLM, dass man erst einmal schaue, wie sich die Sache entwickle, und dann Regelungen treffen werde.[6] Ein "Hangout on Air" wird nach der Übertragung in dem verknüpften YouTube-Kanal gespeichert und ist öffentlich abrufbar und kann mit einem Titel und einer Beschreibung versehen werden. Ist er kürzer als zwei Stunden, kann er in YouTube auch noch bildtechnisch bearbeitet und zugeschnitten werden.[7]

Open-Source-Alternativen[Bearbeiten]

Als werbefreie Open-Source-Alternativen zu Google Hangout gibt es die Programme Jitsi und Ekiga. Über die plattformübergreifenden (für Windows, Mac und Linux) Client-Programme können vollständig verschlüsselte Chats und (Video-)Anrufe durchgeführt werden. Für die Nutzung ist jeweils eine kostenlose Registrierung notwendig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatÜber Google Hangout. Abgerufen am 7. Oktober 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGoogle Chrome Web Store. Abgerufen am 6. Oktober 2012.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGoogle Hangout Apps Directory. Abgerufen am 6. Oktober 2012.
  4. Checkliste der Medienanstalten für Veranstalter von Web-TV. Abgerufen am 3. Juni 2014 (PDF; 71 kB).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLive-Hangout von Kanzlerin Merkel vom 19. April 2013. Abgerufen am 24. Juli 2013.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format"Live-Hangouts sind eher Abrufdienste und kein Rundfunk". Abgerufen am 24. Juli 2013.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHangouts on Air Handbuch; S. 40ff. Abgerufen am 24. Juli 2013 (PDF; 3,1 MB).