Gornsdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Burkhardtsdorf | |
| Höhe: | 502 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,18 km² | |
| Einwohner: |
2101 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 503 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09390 | |
| Vorwahl: | 03721 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 230 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Am Markt 8 09235 Burkhardtsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Monika Kunert (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Gornsdorf im Erzgebirgskreis | ||
Gornsdorf ist die flächenmäßig kleinste Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen. Sie ist seit dem 21. März 2008 Teil der Verwaltungsgemeinschaft Burkhardtsdorf.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Gornsdorf liegt ca. 15 km südlich von Chemnitz und 12 km östlich der Kreisstadt Stollberg/Erzgeb. in einem Nebental der Zwönitz. Die Nachbargemeinden sind Burkhardtsdorf, Gelenau/Erzgeb., Auerbach, Zwönitz und Thalheim/Erzgeb..
Geschichte [Bearbeiten]
Das Dorf ist nach Überlieferungen um das Jahr 1200 vom Mönch Jordan aus dem Kloster Walkenried gegründet worden. Die ersten Siedler des Ortes waren Harzer (wichtig für Terpentingewinnung) und stammten wahrscheinlich aus dem Südharz. Aus dem anfänglichen Jordanstorf wurde durch Lautverschiebung mit der Zeit Gornsdorf.
Die erste urkundliche Erwähnung entstammt allerdings dem Jahre 1346. Um das Jahr 1500 wurde mit dem Bergbau begonnen. Im Jahre 1630 wurde das Dorf infolge des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Gornsdorf blieb über einige Jahrhunderte eine kleine Bauerngemeinde, zählte im 16. Jahrhundert knapp über 100 Einwohner, noch im 18. Jahrhundert etwa 250. Um 1670 kamen die ersten Leineweber und etwas später Bortenweber ins Dorf. Die ersten Strumpfwirker werden im Kirchenbuch 1745 genannt.
Es erfolgt eine schnelle Industrialisierung, vor allem im Bereich der Textilindustrie. Gornsdorf wuchs zu einem Strumpfwirkerdorf heran. Im Jahre 1912 wurde Gornsdorf durch die (1976 wieder stillgelegte) Schmalspurbahn-Linie Meinersdorf–Thum des Thumer Netzes an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Im 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl rasant von 550 (1821) auf 2262 (1890), dann weiter auf 3585 (1931). Das Dorf wuchs die Berghänge hinauf und es entstanden die Siedlungen am Andreasberg (mit Kleingartenanlage), am Badberg und im unteren Ortsteil. Diese Gemeinde hatte sich zur Industriegemeinde gewandelt und liefert sogar Leiterplatten für die Elektronikindustrie bis nach Kanada und Japan.
Die Gemeinde war bis zu deren Auflösung Teil der Verwaltungsgemeinschaft Auerbach mit Sitz in Auerbach (Erzgebirge).
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
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1643 bis 1985
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1988 bis 1999
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2000 bis 2009
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- Quelle ab 1985: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen mit Gebietsstand Januar 2007
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
- CDU: 5 Mitglieder (hinzu kommt die Bürgermeisterin, die Vorsitzende des Gemeinderates ist)
- Freie Wähler: 4 Mitglieder
- Die Linke: 3 Mitglieder
Ortspartnerschaft [Bearbeiten]
- Gemeinde Bernried in Niederbayern
- Gemeinde Lubenec Tschechien
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Gornsdorf verfügt über eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus allen Wirtschaftssektoren. Größter Arbeitgeber im Ort ist die 1956 gegründete und 1993 reprivatisierte KSG Leiterplatten GmbH.
Bildung [Bearbeiten]
In der Gemeinde befindet sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Seit 1992 gibt es in Gornsdorf keine Bildungseinrichtung für den Sekundarbereich mehr. Schüler dieser Jahrgangsstufen besuchen entweder die Mittelschulen in Auerbach oder Thalheim bzw. Burkhardtsdorf oder die Gymnasien in Thum, Stollberg oder Zwönitz.
Verkehr [Bearbeiten]
Autobahn und Bundesstraßen [Bearbeiten]
Gornsdorf liegt südlich der B 180, welche durch die Nachbargemeinde Burkhardtsdorf führt. Die A 72 und ihre Anschlüsse Stollberg-Nord und Stollberg-West sind ca. 8 km entfernt.
ÖPNV [Bearbeiten]
Die Gemeinde Gornsdorf ist durch drei Buslinien an das ÖPNV-Netz des Verkehrsverbundes Mittelsachsen angeschlossen.
Die Bahnlinie Chemnitz–Aue (Zwönitztalbahn) führt durch die Nachbargemeinde Burkhardtsdorf. Der nächstgelegene Bahnhof dieser Strecke befindet sich im Burkhardtsdorfer Ortsteil Meinersdorf.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Strumpfmuseum
- Volkshaus
- Goethehain
- Naturbad
- Ev.-luth. Kirche
- Pechhütte
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Walter Hunger († 2007), langjähriger Vorsitzender des örtlichen Schnitzvereins
- Dr. med. Schröpfer
- Herbert Uhlig, Lehrer und Ortschronist
- Carl August Uhlmann, Strumpffabrikant
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Kurt Drummer (1928–2000), Fernsehkoch und Chefkoch in der DDR
- Paul-Heinz Dittrich (* 1930), Komponist
- Werner Pfüller (* 1931), Jazzmusiker
Literatur [Bearbeiten]
- Gorndorf, Gornsdorf. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 3. Band, Zwickau 1816, S. 272.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
Weblinks [Bearbeiten]
- Gornsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Homepage der Gemeinde Gornsdorf
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