Gospić

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Gospić
Wappen von Gospić
Gospić (Kroatien)
DEC
44.54680833333315.374508333333656Koordinaten: 44° 32′ 49″ N, 15° 22′ 28″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Lika-Senj Lika-Senj
Höhe: 656 m ü. A.
Fläche: 967 km²
Einwohner: 12 980 (2001)
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 053
Postleitzahl: 53 000
Kfz-Kennzeichen: GS
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2009, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Petar Krmpotić (HDZ)
Koalitionspartner: HSS, HSP, HSLS
Postanschrift: Budačka 55
53 000
Webpräsenz:

Gospić [ˈɡɔːspitɕ] (deutsch Gospitsch, ungarisch Goszpics) ist eine Stadt in Kroatien. Sie ist die Hauptstadt der Gespanschaft Lika-Senj (Ličko-Senjska županija) in der Region Lika und hat 12.383 Einwohner (Stand 2001). Sie ist zugleich Sitz der katholischen Diözese Gospić-Senj. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 92,84 % die Kroaten.

Die zweitgrößte Stadt der Lika liegt am Ufer des Flusses Ličina in einer reizvollen Karstlandschaft. Die Stadt bildet das Kultur- und Bildungszentrum in der dünn besiedelten Region.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort wurde erstmals 1263 unter dem Namen Kaseg bzw. Kasezi erwähnt. Der Name Gospić wurde ab 1604 benutzt. Der Name stammt wahrscheinlich vom kroatischen Gospa (deutsch „Madonna, Mutter Gottes“) ab.

Gospić war zur Zeit des Königreichs Ungarn Sitz des Komitats Lika-Krbava.

Während des Kroatienkriegs wurde die Stadt schwer von Angriffen der JNA und serbischen Paramilitärs beschädigt.

In Gospić kam es schon im Jahre 1991 zum Massaker von Gospic, einem Kriegsverbrechen der kroatischen Truppen gegen serbischstämmige Einwohner.

Es war eines der ersten Kriegsverbrechen von kroatischer Seite, über welches in Kroatien öffentlich berichtet wurde.

Laut Anklageschrift gegen Mirko Norac vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag fand am 6. Oktober 1991 ein Treffen statt, bei dem die Ermordung aller serbischen Zivilisten in der Gegend geplant wurde. Mirko Norac wurde 2003 zu 12 Jahren Haft verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, Kriegsverbrechen an serbischen Gefangenen und Zivilisten zugelassen zu haben.[1]

Einer der Hauptzeugen, Milan Levar, wurde wegen seiner Aussagen vor dem ICTY ermordet, der berichtende Journalist, Željko Peratović, bekam ebenfalls Morddrohungen und ist heute arbeitslos.

Auch bei den Offiziellen der Stadt ist bis heute von einer Aufarbeitung der Geschehnisse nichts zu bemerken. So wird zum Beispiel auf der Website der Stadt ausführlich über die kroatischen Opfer des domovinski rat, des „vaterländischen Krieges“ berichtet, weiteres wird verschwiegen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Gospić ist der Geburtsort von:

Weitere Persönlichkeiten:

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ICTY-Bericht über Norac


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