Gotha G.III

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Gotha G.III

Die Gotha G.III war ein Langstreckenbomber der deutschen Fliegertruppe im Ersten Weltkrieg.

Entwicklung[Bearbeiten]

Konstrukteur Hans Burkhard hatte bei der Gothaer Waggonfabrik bereits mit dem Gotha G.II ein zukunftsweisendes zweimotoriges Großflugzeug mit zweistieligem Tragwerk und Druckpropellern entwickelt. Die G.III behielt wesentliche Konstruktionsmerkmale bei, bekam jedoch eine stärkere Motorisierung durch den Sechszylinder-Mercedes D IVa-Motor mit 190 kW (260 PS) sowie einen Schacht hinter dem Fliegerschützen im verstärkten Rumpf der Maschine, die für dessen MG das Feuern nach hinten unten ermöglichte.

Einsatz[Bearbeiten]

Die ersten der insgesamt 25 produzierten G.III wurden an das Kagohl 1[1] geliefert, das an der Balkanfront kämpfte und in Hudova stationiert war. Im September 1916 zerstörte das Geschwader mit seinen G.III die wichtigen Eisenbahnbrücken über die Donau bei Cernavodă in Rumänien an. Kagohl 2, das von Freiburg im Breisgau aus an der Westfront operierte, erhielt ebenfalls die G.III. Der Geschwaderführer klagte jedoch über die hohe Geschwindigkeit der Flugzeuge, die es den Begleitsschutzflugzeugen schwermachte, dem Geschwader zu folgen. Die G.III blieben bis September 1917 im Einsatz, bis sie durch Nachfolgemodelle wie die G.IV ersetzt und an Ausbildungseinheiten übergeben wurden.[2]

Weiterentwicklungen[Bearbeiten]

Auf die G.III folgten 1917 die Gotha G.IV und G.V.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Gotha G.III
Baujahr: 1916
Einsatzzweck: Bomber
Länge: 12,20 m
Spannweite: 23,70 m (oben)
Höhe: 3,90 m
Flügelfläche: 89.5 m²
Leergewicht: 2.383 kg
Startgewicht: 3.618 kg
2 wassergekühlte Reihenmotoren: Mercedes D IVa, je 193 kW (260 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h in NN
Steigzeit auf 3.000m: 28 min
Steigzeit auf 4.000m:
Dienstgipfelhöhe:
Reichweite:
Flugdauer: 3 h 45 min
Bewaffnung: 500 kg Bomben, 3 MG
Besatzung: 3 (Pilot, Beobachter, MG-Schütze)

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Enzo Angelucci, Paolo Matricardi: Die Flugzeuge. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Falken-Verlag, Wiesbaden 1976, ISBN 3-8068-0391-9, (Falken-Handbuch in Farbe).
  • Peter M. Grosz: The Gotha G.I–G.V. Profile Publications, Leatherhead 1966, (Profile Publications 115).
  • Günter Kroschel, Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910 – 1918. Lohse-Eissing, Wilhelmshaven 1977, ISBN 3-920602-18-8.
  • Kenneth Munson: Bomber. Überwachungs- und Aufklärungsflugzeuge. 1914 – 1919. Füssli, Zürich 1968, (Flugzeuge der Welt).
  • Heinz Nowarra: Die Entwicklung der Flugzeuge 1914 – 1918. Lehmanns, München 1959.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Kagohl: Kampfgeschwader der Obersten Heeresleitung
  2. Gotha G. III startet zum Angriff auf London (historische Aufnahme) auf youtube.com