Gottfried Kottmann

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Gottfried „Göpf“ Kottmann (* 15. Oktober 1932 in Zürich; † 6. November 1964 in Zürich) war ein Schweizer Ruderer, der 1964 die olympische Bronzemedaille im Einer gewann.

Werdegang[Bearbeiten]

Kottmanns Karriere begann im Zweier mit Steuermann, in dieser Bootsklasse siegte er 1954 in Amsterdam und 1955 in Gent bei der Europameisterschaft zusammen mit Rolf Streuli und Walter Ludin. 1956 belegten Kottmann, Streuli und Steuermann Walter Rüede den zweiten Platz hinter dem deutschen Boot. Bei den Olympischen Spielen 1956 gewann das deutsche Boot die Silbermedaille, während die Schweiz nach dem Einmarsch der Roten Armee beim Ungarischen Volksaufstand nicht antrat. 1958 erruderten Kottmann und Streuli mit dem Steuermann Werner Ehrensperger die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft.

1959 wechselten Kottmann und Streuli in den Vierer ohne Steuermann und siegten zusammen mit Emile Ess und Hansrüdi Scheller bei der Europameisterschaft in Macon.[1] Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom traten Kottmann und Streuli zusammen mit Paul Kölliker und Kurt Schmid im Vierer ohne an und belegten im Endlauf den sechsten Platz.

Danach wechselte Kottmann vom Riemenrudern zum Skull. Er blieb aber in den 1960er Jahren ohne Medaille bei den Europameisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio erreichte er das Finale und belegte dort im Endlauf am 15. Oktober den dritten Platz hinter Wjatscheslaw Iwanow und Achim Hill. Am Tage des Endlaufs feierte Kottmann seinen 32. Geburtstag.

Gottfried Kottmann gehörte der Kantonspolizei Zürich an. Nur drei Wochen nach dem Gewinn der Olympischen Medaille, am 6. November 1964, verunglückte er bei einer nächtlichen Tauchübung der Kantonspolizei im Rhein bei Flaach und starb an den Folgen. Am gleichenTag starb auch die Schweizer Radlegende Hugo Koblet, daher gilt dieser Tag als "Schwarzer Tag" des Schweizer Sports.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Europameisterschaften im Vierer ohne Steuermann