Gottfried Kramer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gottfried Kramer (* 3. Mai 1925 in Hamburg; † 30. Mai 1994) war ein deutscher Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher.

Schauspieler[Bearbeiten]

Kramer trat in den 1960er Jahren in TV-Serien wie Gestatten, mein Name ist Cox und Hafenkrankenhaus auf. Es folgten eine kleinere Rolle in dem Mehrteiler Die Gentlemen bitten zur Kasse, in dem Spielfilm Perrak sowie in den Fernsehserien Tatort und Onkel Bräsig. In weiteren diversen Fernsehfilmen hatte Kramer zumeist kleinere, eher unbedeutende Rollen.

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Kramer hatte eine sehr markante Reibeisenstimme, die zu seinem Markenzeichen wurde. So wurde er beispielsweise als die Stimme von Oskar in der Sesamstraße bekannt. Zu seinen wichtigsten Synchronarbeiten zählen:

Gottfried Kramer war auch die deutsche Stimme von K.I.T.T. in der Fernsehserie Knight Rider und sprach verschiedene Rollen in den amerikanischen SciFi Serien Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann und Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau. Ebenfalls hat er die Zeichentrickserie Piggeldy und Frederick synchronisiert, in der er beide Figuren und den Erzähler spricht. Diese Serie erlangte in den 1970er und 1980er Jahren Kultstatus und wird auch heute noch gelegentlich als Geschichte in Unser Sandmännchen ausgestrahlt.

Hörspielsprecher[Bearbeiten]

  • 1964: Statistik – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1965: Diamanten machen Freude – Autor und Regie: Harald Vock
  • 1965: Der Drachentöter – Regie: Hans Bernd Müller
  • 1966: Philoktet (nach Sophokles) – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1966: Die Enttäuschung (nach Siegfried Lenz) – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1967: Telefonseelsorge – Regie: Jiri Horcicka
  • 1967: Der Bräutigam – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1967: Das wilde Auge – Regie: Heinz Hostnig
  • 1967: Die Geschworenen – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1967: Pastorale 67 (von Otto Heinrich Kühner) – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1967: Tod und Leben auf Severinisch – Regie: Heinz von Cramer
  • 1968: Forbush und die Pinguine – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1970: Unternehmen Tick-Tack – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1970: Ohne Ende – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1971: Das Attentat auf das Pferd des Brasilianers Joao Candia Bertoza – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1976: Oma Berne packt aus oder So, mein Junge, nun weißt du das auch mal – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1979: Schafskopfhörer – Regie: Heinz Hostnig
  • 1980: Große Erwartungen (Dreiteiler nach Charles Dickens) – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1981: Kleine Freiheit oder Kiez – Regie: Gerlach Fiedler
  • 1981: Eine Weihnachtserinnerung (nach Truman Capote) – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1985: Konversation im Luftraum – Regie: Günter Bommert
  • 1986: Der Keksgigant – Autor und Regie: Ursula Krechel
  • 1989: Im Moos – Regie: Stephan Schwartz
  • 1994: Be my brain – Autor und Regie: Albrecht Kunze

Datum unbekannt:

  • Das Geisterschiff in der Dagger Bucht – Regie: Otto Kurth

Durch seine markante Stimme war er auch ein gern gesehener Gast in den Hörspiel-Studios des Hamburger Plattenlabels Europa. Er begeisterte unter anderem die Fans der Serie Macabros als Dämonenfürst Molochos. Zu seinen größten Rollen gehörte die des Kapitän Haddock in der Serie Tim und Struppi, welche allerdings bei Maritim erschien. Außerdem übernahm er bei „Kolumbus und Sohn“ (ebenfalls bei Maritim erschienen) die Rolle des Erzählers. Er hatte viele weitere Rollen in diversen Hörspielsereien, so z. B. in:

Andere Aktivitäten[Bearbeiten]

1989 lieh Kramer dem Musikprojekt Der Komtur seine Stimme. In dem Techno Song rezitierte er Textpassagen aus dem Werk Die schwarze Spinne von Jeremias Gotthelf.

Er lieh seine Stimme auch für die größte mobile Wildwasserbahn der Welt. Noch heute, über zehn Jahre nach seinem Tod, kann man seine Stimme zur Begrüßung auf diversen Jahrmärkten hören. So begrüßt er auch im Heide-Park Soltau als Papagei Cora die Gäste an der „Wichtelhausenbahn“ und spricht „Wumbo“ im dortigen elektronischen Vogeltheater (Tonlage der Stimme wurde hier etwas höher geregelt).

Sein Tod[Bearbeiten]

Am 30. Mai 1994 schied der stets zurückgezogen lebende Gottfried Kramer durch Suizid aus dem Leben, da er den Tod seiner Frau Johanna nicht verwinden konnte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]