Gottfried Prehauser

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Gottfried Prehauser als Hanswurst.

Gottfried Prehauser (* 8. Oktober 1699 in Wien; † 30. Jänner 1769 ebenda) war ein österreichischer Schauspieler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Gottfried Prehauser war der Sohn eines gräflichen Hausmeisters und ist schon früh als Feldpage nach Ungarn gekommen. Mit 17 Jahren war er bei einer Wandertruppe und trat zunächst in Wiener Vorstädten auf, wo er Liebhaber und Prinzen spielte. Nach Auftritten beim Wiener Marionettentheater war Prehauser als fahrender Komödiant in Süddeutschland und Österreich unterwegs. Um 1720 konnte ihn sein Direktor Hilverding dazu überreden, in Salzburg den Hanswurst zu geben. Dort wurde er dann als Salzburgischer Hanswurst bekannt und fiel auch Josef Anton Stranitzky auf. Prehauser zog zunächst mit der Truppe durch Böhmen und Mähren und das Deutsche Reich bis er 1725 nach Wien kam. Am Kärntnertortheater in Wien, wo er von Stranitzky als sein Nachfolger vorgestellt wurde, wurde er der Neue Wienerische Hanswurst. Nach dem Tod von Stranitzky übernahm er die Führung der Teutschen Comödianten.

Prehauser war ein hervorragender Interpret von Stegreif-, aber auch von „regulären“ Stücken (u.a. von Gotthold Ephraim Lessing), er schrieb Lokalstücke und -possen des Alt-Wiener Volkstheaters und satirisch-humoristische „Neujahrswünsche“.

1912 wurde die Prehausergasse in Wien-Hietzing nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl Ferdinand Pohl,Joseph Haydn, Band 1, [1]
  • Eduard Devrient, Dramatische und dramaturgische Schriften, Band 5, S. 340 Digitalisat