Gotthard Kerkring

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Epitaph in St. Marien

Gotthard Kerkring (* 1639 in Lübeck; † 16. Juni 1705 ebenda) war Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Leben[Bearbeiten]

Gotthard Kerkring entstammte einer alten Lübecker Ratsfamilie. Er war Urenkel des Ratsherrn Hinrich Kerckring. Er immatrikulierte sich Ostern 1652 an der Universität Rostock.[1] Seine Studien schloss er an der Universität Basel ab und kehrte erst nach einer anschließenden Grand Tour in seine Heimatstadt zurück. Er wurde 1669 Mitglied der Zirkelgesellschaft. In den Rat der Stadt wurde er 1680 gewählt und dort 1697 zum Bürgermeister bestimmt.

Epitaph[Bearbeiten]

Sein Epitaph in der Lübecker Marienkirche mit einer lateinischen Inschrift ist erhalten und ehrt ihn als Pater Patriae in Anlehnung an den Ehrentitel der Römischen Kaiser seit Augustus.[2] Es wurde 1707 von dem Lübecker Bildhauer Hans Freese geschaffen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Compendium Chronicae Lubecensis, oder Außzug und historischer Kern Lübischer Chronicken. Aus verschiedenen Authoribus als: Alberto Crantzio, Hermanno Bonno, Chytreo, Reimaro Kock, Reckman, Helmoldo, Rehbeen, Angelo, Petersen, und andern dergleichen Scribenten, aufs fleißigste extrahiret, und bis auf jetzige Zeiten continuiret / Entworfen von Gottschalck Kirchring und Gottschalck Müller. Gedruckt durch Georg Rebenlein, Hamburg 1677

Literatur[Bearbeiten]

  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 808
  • Schaumann, Gustav; Bruns, Friedrich (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck, hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 165 ff., S. 376 ff.(Epitaph)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag im Rostocker Matrikelportal
  2. Deutsch: "Erretter des Vaterlandes"; weiterer Text mit Erläuterung und Übersetzung bei: Adolf Clasen: Verkannte Schätze - Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch. Lübeck 2002, S. 16 ff. ISBN 3795004756