Gottlieb Hufeland

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Gottlieb Hufeland; Gemälde von Johann Friedrich August Tischbein.

Gottlieb Hufeland (* 29. Oktober 1760 in Danzig; † 25. Februar 1817 in Halle/Saale) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Hufeland war Professor in Jena, Würzburg und Landshut. Er war Sohn des Daniel Hufeland und der Anna Constancia, geb. Granzow. Er heiratete 1793 Wilhelmine Wiedemann, mit der er drei Kinder (Mathilde, Therese, Siegmund) hatte. Hufeland war einer der Ersten, die den Begriff Volkswirtschaftslehre benutzt haben. Von 1806 bis 1812 war er Bürgermeister von Danzig.

In Jena besorgte er einen Großteil der geschäftlichen Arbeit der Allgemeinen Literatur-Zeitung, die von Friedrich Justin Bertuch gemeinsam mit Christian Gottfried Schütz und Christoph Martin Wieland herausgegeben wurde. Hier lernte er auch Friedrich Schiller kennen, der Hufeland beschrieb als „ein still denkender Geist voll Salz und tiefer Forschung.“

Werke[Bearbeiten]

  • Versuch über den Grundsatz des Naturrechts (1785)
  • Lehrsätze des Naturrechts und der damit verbundenen Wissenschaften (1790). Glashütten im Taunus: Auvermann, 1973 [Unveränd. Neudr. d. Ausg. Jena 1790]
  • Institutionen des gesamten positiven Rechts (1798)
  • Lehrbuch der Geschichte und Encyclopadie alter in Deutschland geltenden positiven Rechte (1790)
  • Neue Grundlegung der Staatswirthschaftskunst (2 Bände, 1807 and 1813; Titel des 2. Bandes Lehre vom Gelde und Geldumlaufe)
  • Über den eigenthümlichen Geist des Römischen Rechts im Allgemeinen und im Einzelnen mit Vergleichungen neuer Gesetzgebungen : eine Reihe von Abhandlungen, welche zugleich als erläuterndes Handbuch über die ungewöhnlichen Darstellungen in dem Lehrbuch des gemeinen Civilrechts dienen können (1815)
  • Erinnerungen aus meinem Aufenthalt in Danzig in den Jahren 1808 bis 1812. Königsberg: Nicolovius, 1815

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]