Gougaram

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Landgemeinde Gougaram
Landgemeinde Gougaram (Niger)
Landgemeinde Gougaram
Landgemeinde Gougaram
Koordinaten 18° 29′ N, 7° 47′ O18.48257.7844444444444Koordinaten: 18° 29′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Agadez
Departement Arlit
Einwohner 10.336 (2012)
Politik
Bürgermeister Mohamed Aoutchiki (2004)
Partei PNDS-Tarayya

Gougaram (auch: Goûgaram) ist eine Landgemeinde im Departement Arlit in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Gougaram liegt am Westrand des Aïr-Gebirges und grenzt im Nordwesten an den Nachbarstaat Algerien. Die Nachbargemeinden in Niger sind Djado im Westen, Iférouane im Südosten sowie Arlit und Dannet im Südwesten. In der Region herrscht das Klima des Sahel vor, mit hohen Temperaturen und niedrigen, unregelmäßigen Niederschlägen zwischen 50 und 100 mm Regen pro Jahr.[1] Das Gemeindegebiet ist in das administrative Dorf Oumarat und 14 Wasserstellen gegliedert.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Gougaram entstand als Verwaltungseinheit 2002 in einem zuvor gemeindefreien Gebiet. Bei der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 wurden 2144 Einwohner von Gougaram als Katastrophenopfer eingestuft, so viele wie in sonst keiner Gemeinde in der Region Agadez.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Gougaram 4010 Einwohner, davon 105 im Dorf Oumarat.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl insgesamt 10.336.[5] Im Süden der Gemeinde wird die Tamascheq-Varietät Tayart, im Norden entlang der Grenze zu Algerien die Tamascheq-Varietät Tahaggart gesprochen.[6]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen im Juli 2004 wurde Mohamed Aoutchiki (PNDS-Tarayya) zum Bürgermeister gewählt.[7] Am 15. April 2010 ernannte der Ministerrat Ahmed Alghous zum Administrator (Administrateur Délégué) der Gemeinde.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gougaram dient auch als Militärstation für Kontrollzwecke. In der Gemeinde befindet sich eine 2010 wiedereröffnete Grundschule.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gougaram auf der Website der Association Développement Solidarité Niger, abgerufen am 13. Januar 2012.
  2. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 8. November 2010.
  3. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2010). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 23. September 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Niger map. In: Ethnologue: Languages of the World. Seventeenth edition. SIL International, 2013, abgerufen am 18. Juli 2013 (englisch).
  7. Maires du PNDS (PDF; 25 kB). Website des PNDS-Tarayya, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  8. Conseil des ministres du Niger du 15 avril 2010. Website Temoust.org, veröffentlicht am 16. April 2010, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  9. Grundschule Gougaram auf der Website der Hilfsorganisation Enmigraw, abgerufen am 13. Januar 2012.