Gougenheim

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde im Nordosten Frankreichs. Zum französischen Romanisten und Sprachwissenschaftler siehe Georges Gougenheim.
Gougenheim
Wappen von Gougenheim
Gougenheim (Frankreich)
Gougenheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Strasbourg-Campagne
Kanton Truchtersheim
Gemeindeverband Kochersberg.
Koordinaten 48° 42′ N, 7° 34′ O48.7019444444447.5663888888889202Koordinaten: 48° 42′ N, 7° 34′ O
Höhe 172–287 m
Fläche 6,58 km²
Einwohner 564 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 86 Einw./km²
Postleitzahl 67270
INSEE-Code

Mairie Gougenheim

Gougenheim (deutsch Gugenheim) ist eine französische Gemeinde mit 564 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Gougenheim ist ein Mitglied des Gemeindeverbands Communauté de communes du Kochersberg.

Geografie[Bearbeiten]

Gougenheim liegt im Kochersberg zwischen Rohr und Schaffhouse-sur-Zorn.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name des Ortes wurde 820 erstmals urkundlich erwähnt. 1474 wurde Gougenheim der Hauptort der Ballei Kochersberg, die damals aus 28 Gemeinden bestand. Das Haus des Scharfrichters der Ballei befand sich außerhalb von Gougenheim und wurde 1976 zerstört. Der letzte Scharfrichter von Gougenheim heiratete eine Tochter des Scharfrichters von Sarrebourg, wie es Sitte war. Er verstarb am 18. Juni 1808.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 381 344 324 382 363 580 494

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kapelle Saint-Laurent

Die Kapelle Saint-Laurent wurde ab 1574 gebaut, sie ist Laurentius von Rom gewidmet. Die Mauern der Kapelle bestehen aus Kalbruchstein und Sandstein. An einigen Stellen wurde der Bruchstein durch Backsteine ersetzt.

Kirche Saint-Laurent

Die Kirche Saint-Laurent stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde später bei einem Brand beschädigt. Das Kirchenschiff wurde ab 1749 durch ein neues Kirchenschiff ersetzt. Die Eingangstür wurde 1843 vergrößert. Die Mauern der Kirche bestehen aus Kalbruchstein und Sandstein, teilweise als Opus spicatum angeordnet. Im Erdgeschoss sind zwei Schildbögen erhalten geblieben sowie ein verziertes Kreuzrippengewölbe, welches sich jedoch in schlechtem Zustand befindet. Der Türsturz einer der Türen, die von Süden her in das Kirchenschiff führen, ist mit dem Grillrost des Laurentius verziert. Die Mauern des Innenraums sind mit Gemälden der Evangelisten geschmückt.

Das Maison d’artisan (Haus des Handwerkers) wurde um 1681 erbaut. Diese Jahreszahl findet sich im Deckenbalken der Loggia. Das Haus gehörte einem Maurer oder Zimmerer.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gougenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Histoire de Gougenheim, auf der Webpräsenz der CC Kochersberg (französisch) Abgerufen am 9. Oktober 2009
  2. Chapelle Saint-Laurent à Gougenheim (französisch)