Gouna

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Niger, zur gleichnamigen Ferienstadt in Ägypten siehe el-Guna.
Landgemeinde Gouna
Landgemeinde Gouna (Niger)
Landgemeinde Gouna
Landgemeinde Gouna
Koordinaten 13° 35′ N, 9° 7′ O13.5816666666679.1247222222222Koordinaten: 13° 35′ N, 9° 7′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Mirriah
Einwohner 53.902 (2010)
Politik
Bürgermeister Abdourahmane Sani (2014)

Gouna ist eine Landgemeinde im Departement Mirriah in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Gouna liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Kolleram im Nordwesten, Mirriah im Nordosten, Wacha im Südosten und Dogo im Südwesten. Das Gemeindegebiet ist in 34 administrative Dörfer, 40 traditionelle Dörfer, 20 Weiler und drei Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Gouna.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Herrschaftssitz Gouna wurde um 1820 von Sultan Sélimane dan Tintouma seinem Sultanat Zinder angeschlossen, das zum Reich Bornu gehörte.[3] 1899 besetzte Frankreich das Sultanat Zinder, bei dem es bis zur Unabhängigkeit Nigers 1960 verblieb. Der Markt von Gouna war einer der kleinen Märkte in der Region, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der französischen Verwaltung zugelassen wurden.[4] Die Landgemeinde Gouna ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Gouna hervor. Bei Überschwemmungen im Jahr 2008 wurden 887 Einwohner als Geschädigte eingestuft. 37 Häuser wurden zerstört und 37 Felder überflutet.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Gouna 39.700 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 53.902 Einwohner berechnet.[6] In Gouna leben Angehörige der Hausa-Untergruppe Magouzawa, die Ackerbau, Agropastoralismus und Fernweidewirtschaft betreiben, und der auf Fernweidewirtschaft spezialisierten Fulbe-Untergruppe Bornanko’en.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 135.
  4.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 37.
  5. Situation des dégâts causés par les inondations (2008). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 18. November 2008, abgerufen am 31. März 2012.
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  7. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 30 und 33.