Gouverneur von Montevideo

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Das Amt des Gouverneurs von Montevideo (die Gobernación de Montevideo) wurde kurz nach dem Vertrag von Madrid im Jahre 1750 von Ferdinand dem VI. von Spanien geschaffen, um eine effizientere Kontrolle des Gebietes am linken Ufer des Rio de la Plata zu gewährleisten, welches als Folge des Vertrages Spanien zugeschlagen worden war. Dabei unterstand er in militärischer Hinsicht direkt dem spanischen König, war aber ansonsten weiterhin dem Capitanat de las Provincias Unidas und somit Buenos Aires zugeordnet.

Die Gouverneure von Montevideo zwischen 1751 und 1814 waren:

Am 3. Februar 1807 besetzten britische Truppen Montevideo, enthoben Gouverneur Ruiz Huidobro seines Amtes und nahmen ihn gefangen. Die Briten hielten die Stadt sodann bis zum 9. September 1807, als sie von den Spaniern zurückerobert werden konnte. Unmittelbar darauf wurde das Amt des Gouverneurs wiederbesetzt:

Am 23. Juni 1814 drangen argentinische und uruguayische Truppen unter der Führung von Carlos María de Alvear in Montevideo ein und beendeten die spanische Herrschaft über die Stadt. Die nun folgende Revolutionsregierung der Vereinigten Provinzen des Rio de la Plata, der Director Supremo de las Provincias Unidas del Río de la Plata, behielt das Amt des Gouverneurs von Montevideo bei und benannte den Nachfolger:

Am 25. Februar 1815 überließen die argentinischen Truppen Montevideo José Gervasio Artigas, der während seiner Herrschaft über Uruguay zwei abgeordnete Gouverneure ernannte. Dies waren die beiden letzten offiziellen Inhaber dieses Titels:

Das Amt endete mit der zweiten portugiesischen Invasion Uruguays im Juli 1816.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CRONOLOGÍA DE LA BANDA ORIENTAL (spanisch), abgerufen am 23. Februar 2012