Gräfenbach
| Gräfenbach | ||
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Gräfenbach zwischen Gräfenbacher Hütte und Argenschwang |
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| Daten | ||
|---|---|---|
| Gewässerkennzahl | DE: 254928 | |
| Lage | Hunsrück, Rheinland-Pfalz, Deutschland | |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Ellerbach → Nahe → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | Nordwestlich vom Ellerspring 49° 55′ 6,7″ N, 7° 35′ 47,5″ O49.9185138888897.5965138888889573 |
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| Quellhöhe | ca. 573 m ü. NN[1] | |
| Mündung | Bei Rüdesheim in den Ellerbach49.8432666666677.8297083333333119Koordinaten: 49° 50′ 36″ N, 7° 49′ 47″ O 49° 50′ 36″ N, 7° 49′ 47″ O49.8432666666677.8297083333333119 |
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| Mündungshöhe | ca. 119 m ü. NN[1] | |
| Höhenunterschied | ca. 454 m | |
| Länge | 26,1 km[2] | |
| Einzugsgebiet | 76,730 km²[2] | |
Der Gräfenbach ist ein etwa 26,1 km langer, orografisch linker Nebenfluss des Ellerbachs in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Gräfenbach entspringt im Soonwald, etwa 1,3 km nordwestlich vom Ellerspring auf einer Höhe von 573 m ü. NN. Von hieraus fließt der Bach zunächst nach Nordosten. Nach einer etwa 3,5 km langen Flussstrecke wendet sich der Lauf nach Südosten. Hier münden mehrere kürze Nebenflüsse. Im weiteren Verlauf durchfließt der Bach die zu Spabrücken gehörenden Ortschaft Gräfenbacherhütte, bevor sich der Flusslauf bei Argenschwang wieder nach Nordosten wendet. Ab Dalberg fließt der Bach dann wieder in südöstliche Richtung durch Wallhausen, Gutenberg und Hargesheim. Zwischen Rüdesheim und Bad Kreuznach mündet der Gräfenbach auf 119 m ü. NN linksseitig in den Ellerbach.
Auf seinem 26,1 km langen Weg überwindet der Bach einen Höhenunterschied von 454 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 17,4 ‰ entspricht. Dabei entwässert der Gräfenbach sein 76,730 km² großes Einzugsgebiet über Ellerbach, Nahe und Rhein zur Nordsee. Damit gehört der Gräfenbach zum Flusssystem des Rheins.
[Bearbeiten] Nebenflüsse
Dem Gräfenbach fließen ausschließlich kleinere Bäche mit einer Länge von weniger als 3 km zu. Größere Nebenflüsse mit einem Einzugsgebiet von mehr als 5 km² sind der Bach vom Eichhof, der Dalbach und der Mehlbach.
Im Folgenden werden die Nebenflüsse des Gräfenbachs in der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung genannt, die von der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz geführt werden. Angegeben ist jeweils die orografische Lage der Mündung[1], die Länge[2], die Größe des Einzugsgebiets[2], die Höhenlage der Mündung[1] und die Gewässerkennzahl[2].
| Name |
Lage |
Länge [km] |
Einzugsgebiet [km²] |
Mündungshöhe [m. ü. NN] |
DGKZ |
|---|---|---|---|---|---|
| Gaulstäbel-Brunnenbach | links | 0,9 | 2,024 | 485 | 25492812 |
| Glashütterbach | links | 2,2 | 2,750 | 477 | 2549282 |
| Daumenborn | links | 2,2 | 0,808 | 472 | 25492832 |
| Kohlwegbach | links | 1,5 | 1,135 | 466 | 25492834 |
| Reichenbach | rechts | 2,7 | 2,898 | 419 | 2549284 |
| Bach vom Eichhof | rechts | 3,0 | 5,246 | 300 | 25492852 |
| Mehlbach | links | 2,3 | 5,809 | 249 | 2549286 |
| Rauhbach | links | 2,2 | 2,492 | 211 | 25492872 |
| Dalbach | links | 1,7 | 5,645 | 150 | 2549288 |
[Bearbeiten] Umwelt
Der Gräfenbach zählt zu den grobmaterialreichen, silikatischen Mittelgebirgsbächen. Seine Gewässerstruktur ist im Oberlauf bis Argenschwang überwiegend als deutlich verändert eingestuft. Es gibt jedoch auch gering und mäßig veränderte Abschnitte. Der Unterlauf ist überwiegend stark verändert. Einige Abschnitte, vor allem in den Ortslagen, auch sehr stark bis vollständig verändert. Die Gewässergüte des Oberlaufs bis nördlich von Münchwald ist unbelastet, bis Hargesheim gering belastet. Nur für den kurzen Abschnitt ab Hargesheim wird die Gewässergüte mit mäßig belastet angegeben (Stand 2005).[2]
[Bearbeiten] Flora und Fauna
Der Gräfenbach fließt anfangs durch ein enges Tal, am Ufer stehen vor allem Weiden und Erlen, die heute kaum noch wirtschaftlich genutzt werden. Später fließt er durch die Weinbauregion Nahe. Graureiher und Stockenten sind die häufigsten Wasservögel im Bachtal.
[Bearbeiten] Touristisches
Das Freibad in Argenschwang liegt direkt am Bach. Im Unterlauf verläuft ein Radweg parallel zum Bach. Die Weinbauregion im Unterlauf bietet viele touristische Angebote, am Oberlauf sind ungestörte Wanderungen im Soonwald möglich.