Grävenwiesbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Hochtaunuskreis | |
| Höhe: | 297 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,16 km² | |
| Einwohner: |
5219 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 121 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 61279 | |
| Vorwahl: | 06086 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HG, USI | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 34 004 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofsweg 2a 61279 Grävenwiesbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Roland Seel (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis | ||
Grävenwiesbach ist eine Gemeinde im Hochtaunuskreis im Land Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Grävenwiesbacher Gemeindegebiet liegt in 240 bis 500 Meter über NN im östlichen Hintertaunus, nördlich des Taunushauptkamms. Nächste größere Städte sind Wetzlar (20 km) im Norden, Limburg an der Lahn (32 km) im Westen und Frankfurt am Main (40 km) im Süden.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Grävenwiesbach grenzt im Norden an die Gemeinden Weilmünster (Landkreis Limburg-Weilburg) und Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis), im Osten an die Städte Butzbach (Wetteraukreis), und Usingen, im Süden und Westen an die Gemeinde Weilrod (beide im Hochtaunuskreis).
Gliederung[Bearbeiten]
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Grävenwiesbach, Heinzenberg, Hundstadt, Laubach, Mönstadt und Naunstadt.
Geschichte[Bearbeiten]
Grävenwiesbach wurde im Jahre 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1326 gehörte der Ort zur Grafschaft, später Fürstentum Nassau-Weilburg mit dem es 1806 zum neu geschaffenen Herzogtum Nassau kam. 1866 wurde Grävenwiesbach preußisch.
Bis 1925 und für mindestens 200 Jahre wurde der Jüdische Friedhof Grävenwiesbach als Grablege für jüdische Gemeindeglieder genutzt.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1971 die Gemeinden Grävenwiesbach, Heinzenberg, Hundstadt, Laubach, Mönstadt und Naunstadt freiwillig zur Gemeinde Grävenwiesbach zusammen[2].
Politik[Bearbeiten]
Gemeindevertretung[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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| FWG | Freie Wählergemeinschaft Grävenwiesbach | 22,6 | 6 | 37,0 | 8 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 19,4 | 5 | 25,0 | 6 | |
| UB | Unabhängige Bürger | 18,2 | 3 | — | — | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 18,2 | 5 | 26,0 | 6 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 16,8 | 3 | 8,8 | 2 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,8 | 1 | 3,2 | 1 | |
| Gesamt | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 51,0 | 49,6 | ||||
Partnerschaften[Bearbeiten]
Grävenwiesbach unterhält seit dem 6. September 1980 partnerschaftliche Beziehungen zu Wuenheim im Elsass.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Die Bundesstraße 456 führt direkt durch Grävenwiesbach, die Autobahn A5 Frankfurt – Kassel ist in ungefähr 25 km Entfernung über die Anschlussstelle Ober-Mörlen zu erreichen.
Bahnhof Grävenwiesbach[Bearbeiten]
Am 1. Juni 1909 wurde die Eisenbahnstrecke Usingen–Grävenwiesbach–Weilmünster eröffnet. Damit war eine durchgehende Verbindung von Frankfurt über Bad Homburg nach Weilburg geschaffen worden.
Nachdem in Grävenwiesbach ab 1. November 1912 die Strecke nach Wetzlar (Solmsbachtalbahn) abzweigte, war der Bahnhof Grävenwiesbach ein kleiner Knotenpunkt geworden. Das war der Anfang einer bescheidenen Industrialisierung sowie der Beginn der Umorientierung hin zum Wirtschaftsraum Rhein-Main.
Auf der Strecke nach Weilburg wurde der Personenverkehr 1969 eingestellt, nach Wetzlar 1985. Auf einem Stück der Strecke nach Wetzlar wurde 1999 wegen der zu erwartenden guten Nachfrage der Betrieb bis Brandoberndorf wieder aufgenommen.
Heute ist Grävenwiesbach ein Betriebsmittelpunkt der von der Hessischen Landesbahn GmbH betriebenen Taunusbahn Bad Homburg–Usingen–Brandoberndorf, in den Zügen gelten die Fahrkarten des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]
Seit 1915 besteht die Raiffeisenbank Grävenwiesbach.
Bildung[Bearbeiten]
In Grävenwiesbach gibt es eine Grundschule. Haupt- und Realschule sowie Gymnasium stehen in Usingen und Neu-Anspach zur Verfügung.
Jugendherberge[Bearbeiten]
Am Rande von Grävenwiesbach liegt die Richard-Schirrmann-Jugendherberge, eine von drei Jugendherbergen im Hochtaunuskreis. Bereits im Jahre 1937 wurde diese Jugendherberge geplant. Aber erst nachdem die Stadt Rüsselsheim ein Fünftel der Baukosten bereitstellte, um einen Teil der Herberge als Schullandheim zu nutzen, konnte der Bau am 5. August 1964 eröffnet werden. Heute stehen 162 Betten in Zwei- bis Acht-Bettzimmern zur Verfügung.[3] Grävenwiesbach beheimatet zudem das Richard Schirrmann Privatmuseum, welches dem Gründer des deutschen Jugendherbergswerks, der in Grävenwiesbach seinen Lebensabend verbrachte, gewidmet ist. Nach Richard Schirrmann wurde auch eine Straße benannt, die Richard-Schirrmann-Straße.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]
- Albert Helff (1861–1945), Landesvorsitzender der FVP in Hessen-Nassau, Abgeordneter im Provinziallandtag und Frankfurter Stadtverordneter, Anwaltskammerpräsident
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Auf dem Plateau eines Hügels liegt die nach allen Himmelsrichtungen gut sichtbare Evangelische Kirche Grävenwiesbach. Sie wurde 1737/38 im klassizistischen Stil erbaut und überrascht mit ihrer für eine Dorfkirche ungewöhnlichen Größe, mit ihrer Schlichtheit und Innenraumaufteilung.
Literatur[Bearbeiten]
- So war es einst. Grävenwiesbach im Wandel der Zeiten. Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Grävenwiesbach e. V. ISBN 3-00-010271-X
- Unsere Bahn. Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Grävenwiesbach e. V.
- „ Grävenwiesbach Gestern und Heute “ Eine Zeitreise durch die letzten Jahrhunderte. Herausgeber : Heimat- und Geschichtsverein Grävenwiesbach e. V.
Weblinks[Bearbeiten]
- Website der Gemeinde Grävenwiesbach
- Links zum Thema Grävenwiesbach im Open Directory Project
- Literatur von und über Grävenwiesbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 266
- ↑ Gudrun Schirrmann: Unsere Jugendherbergen; in: Ingrid Berg: Heimat Hochtaunus; Frankfurt 1988; ISBN 3-7829-0375-7, Seite 486
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