Gröben (Teuchern)

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51.12222222222212.036111111111168Koordinaten: 51° 7′ 20″ N, 12° 2′ 10″ O

Gröben
Stadt Teuchern
Wappen von Gröben
Höhe: 168 m
Fläche: 3,94 km²
Einwohner: 693 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Eingemeindet nach: Teuchern
Postleitzahl: 06682
Vorwahl: 034443
Deuben Gröben Gröbitz Krauschwitz Nessa Prittitz Trebnitz Teuchern BurgenlandkreisKarte
Über dieses Bild

Lage von Gröben in Teuchern

Gröben ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Gröben liegt zwischen Halle (Saale) und Gera.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Als Ortsteile der Ortschaft Gröben sind Gröben und Runthal ausgewiesen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1004 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ortsteil Runthal war 1774–1775 von Hexenverfolgung betroffen. Zwei Frauen und drei Männer (der Bauer Gottfried Marggraf sowie Mägde und Knechte von ihm) gerieten in einen Hexenprozess.[2]

Aus der Stadt Teuchern und den Gemeinden Deuben, Gröben, Gröbitz, Krauschwitz, Nessa, Prittitz und Trebnitz wird zum 1. Januar 2011 per Gesetz[3] die Einheitsgemeinde Stadt Teuchern gebildet. Mit Bildung der neuen Stadt werden die an der Neubildung beteiligte Stadt und die beteiligten Gemeinden aufgelöst. Außerdem hört die Verwaltungsgemeinschaft Vier Berge-Teucherner Land, in der alle vereinigten Gemeinden organisiert waren, auf zu existieren.

Politik[Bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten]

Der Ortschaftsrat der ehemaligen Gemeinde Gröben setzte sich aus 10 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Ortsbürgermeister Wolfgang Emmerich wurde erstmals am 7. Juni 2009 gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Im Wellenschnitt geteilt von Blau und Silber, oben die Stiele zugekehrt, zwei zueinander gegenschräge silberne Lindenblätter, unten ein schwarzes Bergmannsgezähe balkenweise zwischen zwei blauen Ähren.“

Zur gewünschten Symbolik und Tingierung hieß die Auftragstellung: „Es handelt sich um ein zweigeteiltes Wappen in den Grundfarben blau und weiß, den Farben des Ortes. Die beiden Lindenblätter stellen die Ortsteile Gröben und Runthal dar, die zusammen die Gemeinde Gröben bilden. In beiden Ortsteilen ist die Linde ein typischer Baum (Dorfstraßen und Dorfplatz). Dazwischen fließt die Rippach, ein Bach, der sie gleichermaßen trennt und verbindet. Das Bergmannszeichen symbolisiert den Bergbau, der vielen Einwohnern jahrzehntelang Lohn und Brot gab. Ein Teilbetrieb der Riebeckschen Montanwerke, später Braunkohlenkombinat ‘Erich Weinert’, gehörte territorial zu Gröben. Es handelte sich um den Betriebsteil ‘Voß’, wo sich eine Schwelerei und Brikettpressen befanden.“ Dieser Vorgabe wurde entsprochen. Um den dörflichen Charakter zu unterstreichen, sind das Schlägel und Eisen begleitende Ähren aufgenommen. Die Tinktur Blau bezieht sich auf die Rippach.

Das Wappen wurde 2004 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Weiß-Blau sind die Farben des Ortsteils und die der Flagge.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Saint-Jean-Bonnefonds in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt westlich der Bundesstraße 91, die von Weißenfels nach Zeitz führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einheitsgemeinde Stadt Teuchern: Informationen über Gröben (abgerufen am 18. April 2011)
  2. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 625-627.
  3. Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt den Landkreis Burgenlandkreis betreffend.

Weblinks[Bearbeiten]