Gröbenbach

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Gröbenbach
Oberlauf: Holzbach
Einzugsgebiet des Gröbenbachs zwischen Amper und Würm. Die wichtigsten Geländeerhebungen sind braun dargestellt.

Einzugsgebiet des Gröbenbachs zwischen Amper und Würm. Die wichtigsten Geländeerhebungen sind braun dargestellt.

Daten
Gewässerkennzahl DE: 16452
Lage Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau, Oberbayern, Bayern, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Amper → Isar → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung westlich von Germering
48° 7′ 53″ N, 11° 20′ 22″ O48.1314811.33937538
Quellhöhe ca. 538 m ü. NHN[1]
Mündung von rechts und Südsüdwesten in Dachau in die Amper48.2599411.44134476Koordinaten: 48° 15′ 36″ N, 11° 26′ 29″ O
48° 15′ 36″ N, 11° 26′ 29″ O48.2599411.44134476
Mündungshöhe ca. 476 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 62 m
Länge 21,7 km[2]
Einzugsgebiet 129,21 km²[3]
Abfluss am Pegel DachauVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MNQ
MQ
MHQ
HHQ (2005)
1,02 m³/s
1,65 m³/s
6,62 m³/s
7,85 m³/s
Linke Nebenflüsse An der Plany
Rechte Nebenflüsse Erlbach, Scharinnenbach, Fischbach, Langwieder Bach
Mittelstädte Germering, Dachau
Gröbenbach in Dachau

Gröbenbach in Dachau

Der Gröbenbach ist ein etwa 19 km langer, rechter Zufluss der Amper in Oberbayern.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Gröbenbach und die meisten seiner Nebenbäche (Erlbach, Fischbach, Langwieder Bach) entstehen am Fuße des Parsbergs (569 m ü.NN) und der Aubinger Lohe (541 m ü.NN), wo Grundwasser führende Schichten (Flinz) an die Oberfläche treten. Der Gröbenbach selbst entspringt als Holzbach in der Nähe des Germeringer Sees auf dem Gebiet der Stadt Germering im Stadtteil Unterpfaffenhofen. Er fließt dann durch Puchheim und Gröbenzell, wo er streckenweise die Grenze zur Landeshauptstadt München bildet. Weiter fließt der Gröbenbach durch das westliche Dachauer Moos und durch die Ortsteile Eschenried und Gröbenried der Gemeinde Bergkirchen bis nach Dachau, wo sich etwa 250 m nördlich der B471 eine Pegelstation des Wasserwirtschaftsamts München befindet. Kurz vor der Mündung in die Amper wird ein Großteil des Wassers abgeleitet. Dieses fließt im Bett des Schleißheimer Kanals zunächst nach Osten und dann über den Pollnbach im Dachauer Stadtteil Polln in die Würm, die kurz darauf in die Amper mündet.

Charakter und Umgebung[Bearbeiten]

Der Gröbenbach, ursprünglich ein mäandernder Wiesen- und Moosbach, ist heute fast in seinem gesamten Verlauf begradigt und kanalisiert.

Gröbenbachschule in Gröbenzell, neben der Gröbenbachstraße am Gröbenbach 48.19858111.381632

Lediglich zwischen Puchheim und Puchheim-Bahnhof wurden auf einer Strecke von mehreren hundert Metern Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Große Karte von Bayern von Philipp Apian, entstanden um 1560, lässt vermuten, dass der Oberlauf des Gröbenbachs ursprünglich in den Ascherbach überging und bereits bei Feldgeding, einem Ortsteil der Gemeinde Bergkirchen, in die Amper mündete. Der Topographische Atlas vom Königreich Bayern aus dem Jahre 1812 zeigt den Gröbenbach in seinem heutigen Verlauf, allerdings noch unbegradigt. Etwa dort, wo der Gröbenbach heute die Bundesautobahn A8 unterquert, begann dieser Karte zufolge ein gerader Kanal zur Würm. Der Verlauf des inzwischen verfüllten Kanalbetts wird allerdings immer noch durch den in diesem Abschnitt auffallend geradlinigen Verlauf der Münchener Stadtgrenze markiert.

Einzelnachwiese[Bearbeiten]

  1. a b Höhe nach Abfrage (mit Rechtsklick) auf dem BayernAtlas. Siehe bei den → Weblinks.
  2. Länge nach: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Isar, Seite 57 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF, 2,5 MB)
  3. Einzugsgebiet nach: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Isar, Seite 57 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF, 2,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten]