Gröbenzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gröbenzell
Gröbenzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gröbenzell hervorgehoben
48.19277777777811.371944444444506Koordinaten: 48° 12′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 506 m ü. NN
Fläche: 6,36 km²
Einwohner: 19 275 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 3031 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82194
Vorwahl: 08142
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 126
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausstraße 4
82194 Gröbenzell
Webpräsenz:
Bürgermeister: Dieter Rubenbauer (CSU)
Lage der Gemeinde Gröbenzell im Landkreis Fürstenfeldbruck
Adelshofen Alling Althegnenberg Egenhofen Eichenau Emmering Fürstenfeldbruck Germering Grafrath Gröbenzell Hattenhofen Jesenwang Kottgeisering Landsberied Maisach Mammendorf Mittelstetten Moorenweis Oberschweinbach Olching Puchheim Schöngeising Türkenfeld
Über dieses Bild
Rathaus

Gröbenzell ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck und liegt etwa 16 Kilometer nordwestlich des Münchener Stadtzentrums am Rande des Graßlfinger/Dachauer Mooses. Der südliche Ortsrand geht nahtlos in den Nachbarort Puchheim über. Der östliche Ortsrand grenzt direkt an den Münchner Stadtteil Lochhausen. Gröbenzell sieht sich gerne als Gartenstadt, was besonders in Immobilienanzeigen hervorgehoben wird. ("Schöner wohnen in der Gartenstadt Gröbenzell.")

Gröbenzell wurde 1952 als politische Gemeinde gegründet. Dabei wurden (eher ärmere) Ortsteile von München, Puchheim, Olching und Geiselbullach zu einem Ort um den Bahnhaltepunkt Gröbenzell zusammengelegt. Gröbenzell gehört zu den "grünen Umlandgemeinden" Münchens, mit vielen Einfamilienhäusern, drei Grundschulen, einer Hauptschule, einem Gymnasium und einer privaten Rudolf-Steiner-Schule, die als Filiale der Münchner Rudolf-Steiner-Schule in Schwabing an der Leopoldstraße gegründet wurde. Im Gewerbegebiet sind sowohl Einzelhandel als auch produzierendes Gewerbe angesiedelt.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Alte Bahnhofswirtschaft
Gaststätte im Norden Gröbenzells

Um 1560 ließ Herzog Albrecht V. das „Gröbenhüterhaus“ errichten, das bis Anfang des 19. Jahrhunderts als landesherrliche Zollstelle diente. Die erste urkundliche Erwähnung von Gröbenzell geht auf das Jahr 1725 zurück. Dieser zufolge leitet sich der Name „Gröbenzell“ vom Zöllner vom Gröbenbach („Gröbenzoll“) ab. Es handelte sich um ein Einzelhaus am Gröbenbach, von dem aus der Neubau einer Straße zwischen Lochhausen und Olching überwacht werden sollte. Das Gemeindewappen zeigt deshalb auch eine Zollschranke über einen Bach.[1] Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten privaten Wohnhäuser. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von München nach Augsburg 1840 war ein Aufschwung der Torfstecher verbunden, die nun der Königlich Bayerischen Staatsbahn ihr Produkt verkaufen konnten und so wurde in November 1898 sogar ein Haltepunkt eingerichtet. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Gröbenzell vorwiegend eine Torfstechersiedlung. Dann kam eine Reihe von (inzwischen weitgehend abgerissenen) Umsiedler- und Flüchtlingshäusern dazu. Als politische Gemeinde konstituierte sich Gröbenzell erst im Jahre 1952. Das sog. moderne Gröbenzell entstand in den 60er/70er Jahren mit der ehemaligen EIWO-(heute beschönigend »Alpenland«-)Siedlung, die ca. 250 Reihenhäuser umfasst. Diese und folgende Siedlungen machten Gröbenzell zu einer Schlafstadt für München.

[Bearbeiten] Wappen und Flagge

Das Gröbenzeller Wappen wurde 1962 durch Gemeinderatsbeschluss eingeführt. Es zeigt die historisch abgeleitete weiß-blaue Zollschranke. Dahinter ein blaues Wellenband, das den Gröbenbach symbolisiert. Die beiden roten heraldischen Rosen links und rechts am oberen Wappenrand verweisen auf Gröbenzells Charakter als Gartenstadt. Gleichzeitig mit dem Wappen entschied der Gemeinderat über das Aussehen der Gemeindeflagge. Das Banner ist längs weiß-grün geteilt mit dem mittig angeordneten Gemeindewappen.[2]


[Bearbeiten] Nachbarstädte und Nachbargemeinden

Olching
4km
Markt Indersdorf
24km
Dachau
11km
Fürstenfeldbruck
11km
Nachbargemeinden Karlsfeld
11km
Eichenau
6km
Germering
11km
München-Mitte
21km

[Bearbeiten] Wirtschaft und Gewerbe

Kirchenstraße
Wochenmarkt

Im östlichen Ortsteil, an der Hauptverbindungsstraße nach Lochhausen entstand das Gröbenzeller Gewerbegebiet. Neben den üblichen Supermärkten und Diskountern finden sich dort verschiedene Handwerks- und Kleinindustriebetriebe.

Im Ortszentrum um die Kirchen- und Bahnhofsstraße finden sich neben einem Super- und verschiedenen Drogeriemärkten mehrere Bäckereien bzw. Konditoreien. Unter anderem vervollständigen Apotheken, Optiker, Buchladen, Obst- und Gemüsehändler das ortsmittige Angebot an Waren und Dienstleistungen.

Der gut frequentierte freitägliche Wochenmarkt mit einem breit gefächerten Angebot an Fleisch- und Wurstwaren sowie an Obst, Gemüse, Blumen, Käse, Brot und anderem ergänzt das Warenangebot.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

St. Johann Baptist Kirche
Zachäuskirche von Becker
„Russenbrücke“
  • Das Heimat- und Torfmuseum [3] in Trägerschaft des Vereins "Gröbenhüter", es befindet sich in zentraler Lage gegenüber dem Rathaus im Dachgeschoss des Restaurants „Alte Schule“.
  • Katholische Kirche St. Johann Baptist, Gröbenzells Wahrzeichen (erbaut 1925)
  • Evangelische Zachäuskirche aus dem Jahr 1955
  • Die „Russenbrücke“ mit Jugendstildekor am nordöstlichen Ortsrand. Sie wurde 1916 von französischen und russischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs aus dem Lager Puchheim (Zillerhofstraße, nähe Eschenrieder Straße) erbaut. Das Internierungslager bestand von 1914 bis 1920 und war nach Grafenwöhr die zweitgrößte Einrichtung dieser Art in Bayern.
  • Seit 1993 erinnert vor dem Postamt eine aus Eisen geschmiedete Skulptur an 260 Häftlinge, die während des Zweiten Weltkrieges hier Zwangsarbeit verrichten mussten, ebenso wie die hier eingesetzten 80 italienischen Militärinternierten.[4] Alljährlich wird am 27.1., dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, vor der Skulptur um 15:00 Uhr ein Kranz niedergelegt.

[Bearbeiten] Politik

Der Gemeinderat der Gemeinde Gröbenzell umfasst 24 Sitze und setzt sich seit der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU - 11 Sitze (=)
  • SPD - 4 Sitze (-1)
  • Grüne - 5 Sitze (+1)
  • FWG - 2 Sitze (=)
  • FDP - 1 Sitz (=)
  • UWG - 1 Sitz (=)

In Klammern die Veränderungen gegenüber der Gemeinderatswahl vom März 2002. Es wurden 9.064 gültige und 203 ungültige Stimmzettel gezählt. Die Anzahl der Wahlberechtigten beträgt 15.406. Daraus errechnet sich eine Wahlbeteiligung von 60,16 Prozent. 1. Bürgermeister ist seit dem 13. Dezember 2004 Dieter Rubenbauer (CSU).

[Bearbeiten] Soziales

Anfang des 19. Jahrhunderts entstand Gröbenzell aus einer losen Ansammlung sehr armer Moos- und Mooransiedlungen. Heute geht die "Gartenstadt" mehr und mehr in eine moderne, multikulturelle Vorstadt über. Dazu wird zunehmend günstiger Wohnraum geschaffen.

Neu geschaffener Wohnraum

[Bearbeiten] Verkehr

Blick von S-Bahn Richtung Kirche

Gröbenzell ist über die Anschlussstellen Dachau/ Fürstenfeldbruck oder Lochhausen/ Langwied mit der Autobahn A 8, sowie über Anschlussstelle München- Lochhausen/ Gröbenzell mit der A 99 verbunden. Im öffentlichen Nahverkehr ist Gröbenzell mit eigener Haltestelle an die Linien S4 (Mammendorf - Ebersberg) an das S-Bahnnetz des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes angeschlossen. Die Münchner Innenstadt ist damit in rund 20 Minuten zu erreichen. Darüber hinaus besteht eine Busverbindung nach Lochhausen und Puchheim.

[Bearbeiten] Schulen

Gymnasium

[Bearbeiten] Staatliche Schulen

  • Ährenfeldschule, Grundschule
  • Grundschule an der Bernhard-Rößner-Straße
  • Gymnasium Gröbenzell
  • Gröbenbachschule Gröbenzell, Grund- und Hauptschule mit rund 280 Schülern, (Bezeichnung bis 2000: Grund- und Hauptschule an der Hans-Kerle-Straße)

[Bearbeiten] Private Schulen

[Bearbeiten] Weitere Schulen

  • Musikschule Gröbenzell
  • Hundeschule Gröbenzell
  • VHS Gröbenzell

[Bearbeiten] Sport

  • 1. SC Gröbenzell e.V. [5]
  • FC Grün-Weiß Gröbenzell e.V.
  • HCD Gröbenzell (Handballverein für Damen und Mädchen, ehem. HC Dambach)
  • Fechtclub Gröbenzell e.V.
  • SSV Almrausch Gröbenzell e.V. (Schützenverein)
  • TC Edelweiß e.V.

[Bearbeiten] Bekannte Gröbenzeller

[Bearbeiten] Wissenschaft und Wirtschaft

  • Prof. Dr. Burkhard Göschel, ehem. Entwicklungs- und Produktionsvorstand der BMW Group AG, Professor für Maschinenbau, Vorsitzender der Formel-1 Herstellervereinigung (GPMA)
  • Prof. Rudolf Bayer, Ph.D., Datenbank-Pionier und Erfinder der B-Bäume, Prof. Emeritus der TU-München[6]

[Bearbeiten] Kunst und Kultur

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Partnergemeinden


[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Beschreibung und Geschichte des Gemeindewappens Gröbenzell: Wappengeschichte vom HdBG
  2. Beschreibung der Gröbenzeller Kommunalflagge [1]
  3. Gröbenzeller Torfmuseum [2]
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 143
  5. 1.SC Gröbenzell, [3]
  6. TU-München, Lehrstuhl Prof. Bayer, Ph.D. [4]

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Gröbenzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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