Grønland (Oslo)

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59.912610.76319Koordinaten: 59° 55′ N, 10° 46′ O

Karte: Oslo
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Grønland (Oslo)
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Oslo
Blick auf Grønland, im Hintergrund das Stadtviertel Vaterland und das Hotel Oslo Plaza.

Grønland ist ein Stadtteilgebiet in der Innenstadt von Oslo, östlich vom Osloer Zentrum, zugehörig zum Stadtteil Gamle Oslo. Es grenzt an das Osloer Stadtviertel Vaterland mit dem Fluss Akerselva im Westen an Tøyen und an Enerhaugen im Norden, sowie an die Altstadt Gamlebyen im Osten und die Eisenbahnlinie der Oslo Sentralstasjon grenzt im Süden an (aber nicht der Bahnhof selbst). Grønland ist auch der Name der örtlichen Hauptstraße in dem Gebiet. Zum 1. Januar 2009 zählte Grønland 8321 Einwohner.

Das Stadtviertel Grønland hat eine große multikulturelle Vielfalt. Zusammen mit dem benachbarten Stadtteil Tøyen, ist es ein zentrales Gebiet für Einwanderer und Migranten in Oslo. Der Anteil der Einwanderer in Grønland beträgt in etwa 35-40 Prozent.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Grønland - unten rechts und in der Mitte die Gleisanlagen der Osloer Sentralstasjon.

Die Küste des Gebiets war ursprünglich ein Teil des Auslaufes östlich vom Flusses Akerselva. Der Name Grønland bedeutet wie bei der nordamerikanischen Insel Grönland, Grünland und leitet sich von dem grasbewachsenen Ufer des Osloer Gebietes ab. Die gleichnamige Hauptstraße Grønland und die Grønlandsleiret markieren die alte Uferlinie und gilt als die historische Nordgrenze zum Stadtviertel Bjørvika. Da Grønland im Laufe der Jahrhunderte einen großen Zuwachs verzeichnete, haben die Grenzen des anliegenden Bjørvika zu Gunsten von Grønland verändert.

Die wichtigste und am meisten genutzte Straßen in dem Gebiet, ist die gleichnamige Grønland-Straße und der Grønlandsleiret (früher Leiret). Auch früher war es die wichtigste Verbindung zwischen den damaligen Vorort Grønland und der norwegischen Hauptstadt Christiania (Oslo) und führte über die Vaterlands bro (Vaterlands-Brücke) (der erste Brückenbau stammt aus dem Jahr 1654). Der ehemalige Vorort Grønland wurde 1859 zu Christiania (heute Oslo) eingemeindet. Viele markante Bauwerke von Grönland, wie die örtliche Kirche, die Grønland kirke, die Schule und das Feuerwehrhaus sowie das sich in der Nähe befindliche Staatsgefängnis Botsfengselet, wurden alle in den 1860er Jahren gebaut.

Der Grønlands torg (Grønland-Platz) war früher ein einfacher Viehplatz, der auch als öffentlicher Viehmarkt genutzt wurde und 1860 zusätzlich mit der Viehhalle «Kutørjet» ergänzt. Von 1911 bis 1974 war die Gartnerhallen an dem Platz, das Viehhaus und das Schlachthaus, in dem die örtlichen Schlachtungen von Grønland und der Osloer Umgebung durchgeführt wurden. Ebenso wurde dort der örtliche Fleisch- und Gemüsemarkt abgehalten. In dem Zeitraum von 1970 bis zu den 1980er Jahren befand sich auf dem Platz ein zentraler Busbahnhof. 1988 wurde an dessen Stelle ein neues Gebäude mit einem zentralen Busterminal (Oslo bussterminal) und der Galleri Oslo (Galerie Oslo), einen Einkaufszentrum gebaut sowie 1989 eröffnet. Auf dem Platz wurde ebenfalls im gleichen Jahr der Komplex Smalgangen gebaut, der als neues Wohn- und Einkaufszentrum von den Architekten Anchor & Hølaas AS entwickelt wurde. Das Viertel in dem sich auch die Zentrale der Osloer Polizei befindet, ist bereits von einer deutlichen Gentrifizierung betroffen, die insbesondere vom benachbarten Bjørvika und dem dort neu gebauten Osloer Opernhaus ausstrahlt.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Die Grønland-Straße ist die Hauptstraße im Stadtteil, am Endpunkt setzt diese sich weiter als Grønlandsleiret fort. Anschließend trifft sie auf die Osloer Schweigaardsgate und verläuft dann weiter als Oslo Gate.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Osloer Busbahnhof (Oslo bussterminal) liegt an der westlichsten Spitze von Grønland. Auch eine Bus-und Straßenbahnhaltestelle befindet sich dort. Im Grønland-Gebiet befindet sich an Grønland-Straße der U-Bahnhof Grønland stasjon mit Anschluss zum gesamten Liniennetz der Osloer Tunnelbahn

Bekannte Bauwerke[Bearbeiten]

Apoteket Hjorten heute Restaurant Dattera til Hagen, Grønland 10
Asylet, Grønland 28

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aftenposten.no – Moralkontroll i Oslos innvandrergater (Moralkontrolle in Oslos Einwandergebiet) auf aftenposten.no, Abgerufen am: 8. April 2013 (norwegisch)